„BASSI“ SAGT „BASTA!“

  • United Volleys-Kapitän Sebastian Schwarz beendet Karriere
  • Champions League-Sieg und WM-Bronze als Highlights
United-Cheftrainer Stelio DeRocco und Geschäftsführer Jörg Krick müssen zukünftig ohne ihren Kapitän Sebastian Schwarz (Mitte) auskommen.

Es war eine stimmungsvolle Abschlussfeier, zu der die United Volleys Frankfurt am Freitagabend rund 100 Freunde, Helfer und Unterstützer in die Wintersporthalle eingeladen hatten. Die vielen außergewöhnlichen Momente der Bundesliga- und Champions League-Saison 2018/19 wurden noch einmal ausgiebig gewürdigt und der 59. Geburtstag von Cheftrainer Stelio DeRocco mit einer „Italian Stallion“-Piñata vorgefeiert, die der Kanadier kunstgerecht per Eishockeyschläger zertrümmerte. Ein wenig Wehmut kam allerdings doch auf, als Mannschaftskapitän Sebastian Schwarz sein Karriereende verkündete, über das er Verein und Teamkollegen bereits vor einigen Monaten informiert hatte: „Ich glaube, das ist jetzt der richtige Moment, um einen Schlusspunkt zu setzen, nachdem ich hier noch einmal eine echt geile Zeit hatte“, so der 33-jährige.

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DRAMA IN (MEHR ALS) FÜNF AKTEN

  • United Volleys Frankfurt mit Tiebreak-Niederlage raus aus den Playoffs
  • Trotz Ausfall von Topscorer Karlitzek großer Kampf gegen Lüneburg
Trotz einer starken Charakterleistung konnten Julian Zenger und seine United Volleys das Playoff-Aus nicht abwenden. (Foto: Corinna Seibert)

Die größte Hiobsbotschaft hatte die United Volleys schon zwei Tage vor ihrem entscheidenden dritten Playoff-Viertelfinale gegen die SVG Lüneburg ereilt. Im Training am Freitagabend war Topscorer Moritz Karlitzek unglücklich mit seinem Nationalmannschaftskollegen Julian Zenger zusammengestoßen. Die dabei erlittene Verletzung am Daumen stellte sich bei der späteren Untersuchung im Klinikum Höchst als Bruch heraus, der eine Operation unumgänglich machte. Während der bis zum Tiebreak hart umkämpften 2:3 (25:20, 14:25, 22:25, 33:31, 10:15)-Niederlage am Sonntag in der Hamburger CU Arena sollte es sogar noch schlimmer kommen. Mitte des zweiten Satzes musste auch der bis dahin gewohnt zuverlässige Mittelblocker Lucas Van Berkel vom Feld, der sich bereits unter der Woche mit schmerzhaften Fußbeschwerden herumgeschlagen hatte.

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„DIESMAL EIN ‚SUDDEN DEATH‘-MATCH FÜR BEIDE“

  • United Volleys kämpfen am Sonntag um den Halbfinaleinzug
  • Gegen Lüneburg muss im Hamburg ein Auswärtssieg her
Nach ihrer „Wiederauferstehung“ vom Mittwoch wollen die United Volleys auch am Sonntag siegen und ins Halbfinale einziehen. (Foto: Corinna Seibert)

Totgesagte leben bekanntlich länger, und so werden die United Volleys am Samstag ihre zweite Auswärtsreise binnen acht Tagen in gänzlich anderer Stimmung antreten als bei der Rückkehr eine Woche zuvor. „Es fühlt sich einfach großartig an, wieder nach Hamburg fahren zu dürfen“, findet Cheftrainer Stelio DeRocco. Nach der Niederlage im ersten Playoff-Viertelfinale gegen die SVG Lüneburg und dem 0:2-Satzrückstand vor eigenem Publikum in der Fraport Arena habe seine Mannschaft am Mittwoch „mit dem Rücken zur Wand“ gestanden. Mit einer „unglaublichen Einstellung“ hätten die Frankfurter Spieler jedoch „nicht aufgegeben und ein fantastisches Comeback abgeliefert.“ Durch den umjubelten Tiebreak-Erfolg holten sie sich den Ausgleich in der „Best of three“-Serie.

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UNITED VOLLEYS MIT PLAYOFF-WIEDERAUFERSTEHUNG

  • Frankfurter drehen 0:2-Satzrückstand zum Tiebreak-Sieg gegen Lüneburg
  • Ausgleich in der „best of three“-Serie und Entscheidungsspiel in Hamburg
Angeführt vom starken „MVP“ Buculjevic (Mitte) schafften die United Volleys die Wende gegen Lüneburg. (Foto: Corinna Seibert)

Als United Volleys-Cheftrainer Stelio DeRocco nach der 1:3-Niederlage im ersten Playoff-Viertelfinale gegen die SVG Lüneburg am Samstag von den Comeback-Qualitäten seiner Männer sprach, ahnte er wohl selbst nicht, wie sehr er dabei noch untertrieben hatte. Im zweiten Duell mit den „LüneHünen“ schafften es die Frankfurter Erstligavolleyballer am Mittwochabend nämlich, einen 0:2-Satzrückstand zu einem 3:2 (22:25, 23:25, 25:19, 25:21, 15:13)-Tiebreak-Sieg zu drehen. Statt dem vorzeitigen Aus im Kampf um die Deutsche Meisterschaft bescherte dieses vorösterliche Wiederauferstehungs-Wunder in der Fraport Arena den Uniteds ein drittes, entscheidendes Spiel, welches am Sonntagabend wiederum auswärts in Hamburg stattfinden wird.

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FÜR FRANKFURT GEHT ES JETZT UM ALLES

  • Showdown am Mittwochabend: Heimsieg oder Playoff-Aus
  • United Volleys wollen gegen Lüneburg in die Verlängerung
Wie im bislang letzten Heimspiel gegen Lüneburg, wollen die Uniteds auch diesmal das bessere Ende für sich haben. (Foto: Corinna Seibert)

Was die United Volleys in den zurückliegenden drei Jahren stets positiv am eigenen Leib erfuhren, hat sich (leider) auch in dieser Saison wieder einmal bewahrheitet: Der Heimvorteil spielt in den Playoffs um die Deutsche Meisterschaft eine durchaus bedeutsame Rolle. Waren es dabei bislang stets die Frankfurter selbst, die mit einem Sieg im ersten Match vorlegen konnten, so hat diesmal die SVG Lüneburg ihre Chance genutzt und am Samstag in Hamburg mit 3:1 gewonnen. Deshalb muss für die Uniteds am Mittwoch um 19 Uhr in der Fraport Arena unbedingt ein Erfolg her, wenn es nach dem Modus „Best of three“ in die Verlängerung gehen soll. Andernfalls wäre die Saison für das Hessen-Team erstmals frühzeitig beendet. „Do or die“ – „Hopp oder top“, lautet also die Devise.

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GEFRAGT: KONSTANZ STATT KURZ-COMEBACKS

  • United Volleys verlieren erstes Playoff-Spiel gegen Lüneburg
  • Am Mittwoch heißt es in der Fraport Arena nun „Do or die“
„Nein, hier ist noch nicht Schluss!“, scheinen die United-Spieler nach dem ersten Playoff-Viertelfinale zu betonen. (Foto: Corinna Seibert)

Schon der erste Ballwechsel im Playoff-Viertelfinalspiel der United Volleys bei der SVG Lüneburg machte deutlich, dass das am Samstagabend in der Hamburger CU Arena eine ganz harte Nummer werden sollte: Eine lange Rally mit leidenschaftlichem Frankfurter Abwehreinsatz, an deren Ende dennoch der Block gegen Lucas Van Berkel und damit der erste Punkt für die „LüneHünen“ stand. So sollte es noch öfter in dieser Begegnung laufen, die nach knapp zwei Stunden mit einer 1:3 (21:25, 25:21, 18:25, 21:25)-Niederlage für die Hessen endeten. Zum ersten Mal mussten diese im vierten Bundesligajahr den Auftakt zu den Playoffs in der Fremde bestreiten, und zum ersten Mal müssen sie vor dem zweiten Aufeinandertreffen am Mittwoch um 19 Uhr in der Fraport Arena darauf hoffen, sich noch ein drittes, entscheidendes Spiel erkämpfen zu können.

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VOLLZÄHLIG UND „HERVORRAGEND DRAUF“

  • Am Samstagabend erstes Playoff-Viertelfinale in Hamburg
  • DeRocco erwartet spannendes Duell gegen SVG Lüneburg
Im ersten Playoff-Spiel der Saison wollen die United Volleys „alles aufs Feld werfen“. (Foto: Corinna Seibert)

Playoff-Viertelfinale einmal andersherum, heißt es am Samstagabend für die United Volleys. Hatten die Frankfurter in ihren bisherigen drei Erstligajahren als Tabellendritter der Hauptrunde jeweils zu Beginn das Heimrecht, müssen sie diesmal zunächst auswärts ran: In der Hamburger CU Arena geht es (live auf sporttotal.tv) gegen die SVG Lüneburg. Cheftrainer Stelio DeRocco sieht das allerdings nicht als entscheidenden Nachteil. „In den Playoffs muss man jeden Gegner und jede Situation so nehmen, wie sie kommt“, freut er sich „auf den zweiten Teil einer wirklich langen Saison, in dem uns erfreulicherweise noch alle Chancen offenstehen.“ Für beide Teams gehe es jetzt wieder bei null los, ist der international erfahrene Coach und einstige Weltklassespieler auf ein enges und ausgeglichenes „Hopp oder top“-Duell zwischen den Tabellennachbarn vorbereitet.

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DANK MILIJA UND MORITZ IN DREI SÄTZEN DURCH

  • United Volleys verteidigen vor dem Playoff-Start Platz fünf
  • Am 30.3. auswärts und am 3.4. zuhause gegen Lüneburg
Mit 21 Punkten lieferte Moritz Karlitzek gegen KW erneut eine Spitzenleistung ab. (Foto: Corinna Seibert)

„Das war heute schon wie ein Playoff-Spiel“, war Cheftrainer Stelio DeRocco nach dem 3:0 (25:16, 26:24, 31:29)-Auswärtserfolg seiner United Volleys am Samstagabend bei den Netzhoppers SolWo Königspark KW rundum zufrieden mit einer „großartigen“ Frankfurter Teamleistung. Die Uniteds waren vor der letzten Hauptrundenbegegnung in Brandenburg tatsächlich zum Siegen verdammt, wollten sie ihren vor einer Woche erkämpften fünften Platz in der Tabelle verteidigen und sich damit die bestmögliche Ausgangsposition für die jetzt anstehenden Matches um die Deutsche Meisterschaft sichern. Nun müssen sie im Viertelfinale in einer Woche zunächst auswärts gegen die SVG Lüneburg antreten, das wichtige zweite Spiel in der heimischen Fraport Arena findet am 3. April um 19 Uhr statt.

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MIT EINEM ERFOLGSERLEBNIS INS „NÄCHSTE ABENTEUER“

  • United Volleys zum Hauptrundenabschluss bei den Netzhoppers
  • Mit Sieg in Königs Wusterhausen sicher auf Tabellenplatz fünf
„Ur-nited“ Georg Escher trifft zum Hauptrundenabschluss in KW auf seinen ehemaligen Club. (Foto: Corinna Seibert)

Selten herrschte am letzten Hauptrunden-Spieltag der Volleyball Bundesliga noch so viel Spannung wie in diesem Jahr. Das gilt nicht nur für die United Volleys, die am Samstagabend mit einem Auswärtssieg in Königs Wusterhausen ihren fünften Tabellenplatz verteidigen wollen. Lediglich die acht Teilnehmer für die Playoffs sowie der TV Rottenburg als (zumindest sportlicher) Absteiger stehen fest. Ansonsten haben fast alle Teams noch Ambitionen, ihre Ausgangsposition für die bevorstehenden Duelle um den Einzug ins Meisterschafts-Finale zu verbessern. Während das Spitzentrio Friedrichshafen, Unterhaching und Berlin um die Top-Platzierung kämpft, geht es für die dahinter rangierenden Mannschaften darum, diesen Dreien im ab Ende März nach dem Modus „best of three“ ausgespielten Viertelfinale möglichst aus dem Weg zu gehen.

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IM EXPRESS-TEMPO AUF RANG FÜNF

  • Ungefährdeter 3:0-Heimerfolg gegen VC Olympia Berlin
  • Jetzt noch ein weiterer Sieg in Königs Wusterhausen nötig
Den Sprung auf Platz fünf konnten Andreas Fragkos und seine United-Kollegen dank einer souveränen Leistung feiern. (Foto: Corinna Seibert)

Die United Volleys Frankfurt haben sich am Samstagabend keine Blöße gegeben und in der Fraport Arena gegen die Stützpunkt-Talente vom VC Olympia Berlin in gerade einmal 69 Minuten den angestrebten 3:0 (25:15, 25:16, 25:15)-Sieg eingefahren. Belohnt wurde dieser mit dem Sprung auf Tabellenplatz fünf, da der direkte Konkurrent Düren zeitgleich mit 2:3 gegen die AlpenVolleys das Nachsehen hatte. Gewinnen die Uniteds am kommenden Samstag bei den Netzhoppers in Königs Wusterhausen auch das vierte Spiel in Serie, bekommen sie es im Playoff-Viertelfinale endgültig mit der einen Rang besser stehenden SVG Lüneburg zu tun und müssen am 30. März zunächst auswärts in Hamburg und dann am 3. April zuhause darum kämpfen, wie in allen drei bisherigen Erstligajahren auch diesmal den Einzug ins Halbfinale zu schaffen.

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