AUF DEM „HENNING-WAY“ ZURÜCK NACH FRANKFURT

  • Paul Henning blockt wieder für die United Volleys
  • Neuer Erstliga-Kader umfasst bereits zehn Spieler
Nach einem Jahr wieder da: Paul Henning kehrt zu den United Volleys Frankfurt zurück. (Foto: Corinna Seibert)

Zu fünf Spielern aus der „goldenen“ Pokalsieger-Saison 2020/21, die bereits ihre Verträge bei den United Volleys verlängert haben, kommt ein weiteres bekanntes Gesicht: Nach nur einjähriger Abstinenz kehrt Mittelblocker Paul Henning zurück an den Main. Der inzwischen 23-jährige schlug bereits von 2018 bis 2020 für Frankfurt auf, nach er zuvor schon das hiesige Volleyball-Internat besucht hatte. Zwischenzeitlich war er zum Ligakonkurrenten Volleyball Bisons Bühl gewechselt, der seine Mannschaft allerdings vor einigen Wochen zurückziehen musste. Paul Henning konnte in der einen Spielzeit bei den Badenern allerdings erreichen, was er sich vorgenommen hatte: „Ich wollte vor allem mehr Spielpraxis sammeln und mich dadurch verbessern. Das hat gut geklappt, auch wenn ich mich in Zukunft natürlich noch weiter steigern will.“

„Gesunder Konkurrenzkampf“ in der Mitte

„Das Jahr in Bühl hat Paul gutgetan“, findet auch sein neuer Cheftrainer Christophe Achten, „er konnte als Stammspieler zeigen, dass er seinem Team auch emotional viel geben kann.“ Mit dem Australier James Weir, dem deutschen Nationalspieler Noah Baxpöhler und Henning, der ebenfalls schon einmal vom DVV eingeladen war, erwartet er „einen gesunden Konkurrenzkampf in der Mitte.“ Dem will sich der gebürtige Erfurter, der schon im Alter von 16 Jahren an den hessischen Nachwuchsstützpunkt gekommen war, stellen: „Mit den Bisons haben wir eine gute Saison gespielt, auch in den beiden engen Playoff-Matches gegen Friedrichshafen konnte ich noch einmal mein Potenzial zeigen. Ich denke, damit habe ich mich wieder empfohlen“, so Paul Henning.

Auch abseits des Sports freut sich der 2,04-Meter-Mann auf die Rückkehr: „Frankfurt ist meine zweite Heimat. Hier fühle ich mich wohl, das sind immer die besten Voraussetzungen, um auch auf dem Feld stark auftreten zu können.“ Ausschlaggebend für die Entscheidung, für zunächst ein Jahr erneut an seiner früheren Wirkungsstätte zu unterschreiben, sei die Zusammensetzung des Teams unter dem neuen Coach Achten gewesen. „Ich denke, wir werden eine richtig gute Mannschaft haben, können im Supercup sogar gleich um den nächsten Titel kämpfen. Auch der CEV-Pokal ist eine tolle Möglichkeit, um sich zu zeigen und noch mehr Erfahrung zu sammeln“, findet der ehemalige Junioren-Auswahlspieler. Er selbst war einst schon bei den ersten Auftritten der United Volleys auf der ganz großen europäischen Bühne dabei.

Schon 2018 im Champions League-Einsatz

Das war 2018 und 2019 in der Champions League, als es die Frankfurter bis in die Gruppenphase schafften und sich dort mit „Giganten“ wie der Weltauswahl von Zenit Kazan messen durften. Als absoluter Youngster kam Paul Henning bereits damals auf ordentliche Einsatzzeiten im schwarz-goldenen Euro-Trikot. Auch zwischendurch war er regelmäßig bei vielen alten Freunden und Bekannten in der Mainmetropole zu Besuch und sieht den neuen Herausforderungen optimistisch entgegen: „Ich bin mental stärker geworden und habe körperlich einen Schritt nach vorn gemacht. Daran werde ich den Sommer über weiter hart arbeiten, um für die Fans aus dem Rhein-Main-Gebiet vom ersten Wiedersehen an in Topform zu sein.“

Zum Kader der United Volleys Frankfurt gehören damit inzwischen schon zehn Spieler: Karli Allik (EST/Außenangriff), Robin Baghdady (GER/Außenangriff), Noah Baxpöhler (GER/Mittelblock), Leon Dervisaj (GER/Zuspiel), Paul Henning (GER/Mittelblock), Linus Hüger (GER/Außenangriff), Viktor Lindberg (SWE/Außenangriff), Daniel Malescha (GER/Diagonal), Jochen Schöps (GER/Diagonal), James Weir (AUS/Mittelblock).