“MAD BAX” BLEIBT IN FRANKFURT

  • Nationalspieler Noah Baxpöhler verlängert bei den United Volleys
  • Am 28. Mai gegen Australien Start in die FIVB Nations League

 

Pokalsieger und Nationalspieler Noah Baxpöhler bleibt den United Volleys erhalten. (Foto: Corinna Seibert)

Am kommenden Montag wird United Volleys-Mittelblocker Noah Baxpöhler einer von 16 „Bubble Boys“ sein, die mit der deutschen Nationalmannschaft zur FIVB Nations League ins italienische Rimini reisen.  Anstatt den Sommer über kreuz und quer durch die Welt zu fliegen, treffen die Teams aus 16 Top-Nationen in diesem Jahr coronabedingt in einer vierwöchigen Event-Blase aufeinander. Zum Auftakt spielt die DVV-Auswahl am 28. Mai gegen Australien. Wohin die weitere Reise geht, steht für den 27-jährigen Münsterländer ebenfalls schon fest: „Baxe“ wird auch in der kommenden Spielzeit das rot-blau-weiße Äpplerrauten-Trikot der Frankfurter tragen. „Am Ende der Saison hat man gespürt, wie viel noch in der Mannschaft steckte, und ich hatte das Gefühl, dass wir nicht alles zeigen konnten“, hat er sich einiges vorgenommen.

Achten will „Anführer auf dem Court“

Zusammen mit Jochen Schöps, Daniel Malescha und Linus Hüger ist er bereits der vierte Spieler aus der Pokalsieger-Mannschaft, mit dem die Fans ein Wiedersehen erleben werden – ab Herbst dann hoffentlich auch wieder live vor den eigenen Zuschauern in der Fraport Arena. „Die Fans fehlen dem Sport unheimlich“, findet Baxpöhler. Sein Ziel ist es, „möglichst viele Spiele zu gewinnen. Ich bin überzeugt, dass wir ein starkes Team haben werden.“ Auf das vergangene Jahr blickt er trotz des historischen Titelgewinns Ende Februar „mit gemischten Gefühlen“ zurück: „So ein unglaubliches Verletzungspech habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt. Immer wieder mussten wir spontan umstellen. Ich hoffe, dass wir davon jetzt erst einmal verschont bleiben und jedes Mal mit voller Kapelle angreifen können.“

Für die Zukunft erwartet auch der neue United-Cheftrainer Christophe Achten noch einiges von seinem Leistungsträger. „Noah hat mit seiner Erfahrung als Nationalspieler einen besonderen Status, ist schon gegen die Besten der Welt aufgelaufen. Ich glaube, sein Potenzial ist noch viel größer, als er es zuletzt zeigen konnte. Ich will ihn in der neuen Saison wieder als echten Anführer auf dem Court sehen“, erwartet der Belgier. Rund um seinen Wunschkandidaten wird er den „Mainblock“ neu aufbauen. Der Argentinier Facundo Imhoff folgt seinem Coach und Landsmann Juan Manuel Serramalera in die Schweiz nach Amriswil. Jakob Günthör wagt ebenfalls den Sprung ins Ausland, während der junge Melf Urban vom benachbarten Volleyballinternat – wo einst auch Noah Baxpöhler durchstartete – beim Ligakonkurrenten Düren seine Chance bekommt.

Gespannt auf die weiteren Neuen

Ihn hätte sich Achten auch in seinem Kader vorstellen können, „aber als möglichem viertem Mittelblocker konnten wir ihm kein vergleichbares Angebot machen.“ So dürfen die Frankfurter Anhänger noch ein wenig darauf gespannt sein, welche neuen oder bekannten Gesichter künftig neben „Mad Bax“ die gegnerischen Angriffe abblocken sollen. Noah Baxpöhler, der bei den Uniteds fast immer von Anfang bis Ende auf dem Spielfeld stand, wird zunächst um möglichst lange Einsatzzeiten in der Nations League kämpfen. Neben ihm schlugen noch fünf weitere aktuelle DVV-Spieler bereits für die Uniteds auf. Alle wollen sich auch für die Europameisterschaft im September empfehlen. Spätestens danach geht es für den 2,09-Meter-Hünen, der schon für Moers, Coburg, Bühl, Lüneburg und Toulouse in Frankreich ans Netz ging, zurück an den Main.