DER „KÖNIG VON MANNHEIM“ BLEIBT IN FRANKFURT

  • Belgier Christophe Achten wird neuer Cheftrainer in Frankfurt
  • Juan Manuel Serramalera wechselt in die Schweizer Nationalliga
Mit Daniel Malescha bleibt ein weiterer Held der „goldenen“ Saison 2020/21 den Frankfurter Volleyballfans erhalten. (Foto: Corinna Seibert)

Die Saison 2020/21 ist gerade erst beendet, da können die United Volleys auf einer absoluten Schlüsselposition bereits Vollzug für die nächste Spielzeit vermelden: Nach „Legende“ Jochen Schöps hat auch Topscorer Daniel Malescha seinen Vertrag verlängert und bleibt für ein weiteres Jahr in Frankfurt. „Dass wir ihn halten, stand ganz oben auf meiner Wunschliste. Mit seiner Reife und Zuverlässigkeit wird er einer der wichtigen Führungsspieler in unserer zukünftigen Struktur sein“, freut sich der neue Cheftrainer Christophe Achten. Der Diagonalangriff der Uniteds bleibt damit herausragend besetzt, zumal die Kaderplanung vorsieht, dass Malescha ab Oktober wieder fest in seiner angestammten Rolle zu sehen sein wird. Bedingt durch die vielen Ausfälle im Team hatte er fast die komplette Rückrunde in der Außenannahme aushelfen musste.

Vierfacher Pokalsieger mit Vorbildfunktion

Dass er trotzdem mit insgesamt fast 300 Zählern zu den erfolgreichsten Vollstreckern im Liga-Ranking gehörte, beweist seine Qualität. Fünf Mal wurde er zum „Most Valuable Player“ gekürt und erzielte 16 Aufschlag-Asse, nicht wenige davon in entscheidenden Spielsituationen. Großen Anteil hatte er am ersten Titelgewinn der United Volleys: Auch im Pokalfinale gegen Christophe Achtens Netzhoppers KW-Bestensee war er mit 15 Punkten Topscorer. Dass er die Frankfurter mit zum Sieg führte, kam allerdings kaum überraschend. Seit 2016 wird das DVV-Pokalendspiel in der Mannheimer SAP Arena ausgetragen, seitdem stand „Malle“ vier Mal im Finale und verlor kein einziges davon. Nannte man zu Zeiten des Gerry-Weber-Stadions noch Hachings Max Günthör den „König von Halle/Westfalen“, so darf sich der Münchener Malescha spätestens seit diesem Jahr wohl mit Fug und Recht als „König von Mannheim“ bezeichnen lassen.

Vor dem Titelmatch hatte der versierte Klavierspieler im Teamhotel noch eine kleine musikalische Einlage gegeben, um dann auf dem Spielfeld wieder ganz andere Töne anzuschlagen. Nicht unbedingt als Lautsprecher, aber als einer, der vor allem den jüngeren Mitspielern um sich herum die nötige Sicherheit und Abgeklärtheit vermittelt, die es zum Erfolg braucht. So wie es in den Anfangsjahren der Frankfurter Erstligavolleyballer schon die „United-Ikone“ Christian Dünnes verstanden hat. „Außergewöhnliche einheimische Nachwuchstalente auf ihrem Weg an die Spitze in ihrer Entwicklung zu unterstützen, ist und bleibt ein zentrales Ziel unseres Clubs. Jeder Trainer, der dabei auf Persönlichkeiten wie Jochen Schöps und Daniel Malescha bauen kann, darf sich glücklich schätzen“, betont Christophe Achten die Vorbildfunktion seines Diagonal-Duos auf und neben dem Spielfeld.

Im Angriff wieder breiter aufgestellt

„Die United Volleys haben mir in der vergangenen Saison die Möglichkeit gegeben, zu zeigen, was ich draufhabe“, so Daniel Malescha. „Juan Manual Serramalera hat mir als Coach ebenso, wie der gesamte Verein und die Teamkollegen viel Vertrauen geschenkt und Verantwortung gegeben. Das gleiche habe ich vom ersten Gespräch an auch bei Christophe gespürt. Ich fühle mich sehr wohl in der Stadt, die ich hoffentlich nach Corona bald noch besser kennenlernen kann, und will das weiter mit guten Leistungen zurückzahlen“, begründet das heute auf den Tag genau 27 Jahre alte „Geburtstagskind“, warum er sich trotz guter Angebote aus dem In- und Ausland für einen Verbleib am Main entschieden hat. Dazu beigetragen hat sicher auch, dass die Uniteds in der kommenden Saison im Angriff wieder breiter und stabiler aufgestellt sein wollen. Mehr dazu gibt es schon bald zu verkünden.