POKALSIEGER GEGEN REKORDMEISTER

  • United Volleys erwarten Mittwochabend den VfB Friedrichshafen
  • Serramalera: „Da spielt keiner mit angezogener Handbremse“
Ex-Häfler Daniel Malescha besticht in Frankfurt durch konstant starke Leistungen. (Foto: Corinna Seibert)

16 Pokalsiege und 13 Meisterschaften in der Volleyball Bundesliga – Mit diesen Zahlen ist der nächste Gegner der United Volleys nach wie vor unangefochtenes Maß aller Dinge im deutschen  Volleyball. Wenn der VfB Friedrichshafen am Mittwochabend um 19:30 Uhr (live auf sporttotal.tv) als Tabellenführer in der Fraport Arena aufläuft, können die Frankfurter Hausherren allerdings zum ersten Mal mit zumindest einem eigenen Titel dagegenhalten. Für die Gäste steht bereits fest, dass sie als Spitzenreiter in die Playoffs gehen. Auch die United Volleys sind seit dem Wochenende sicher qualifiziert, allerdings ist für sie zwischen Platz fünf und acht noch alles möglich.

Topspiel „powered by Süwag“

„Eine Woche bevor es in die Entscheidungsspiele um die Deutsche Meisterschaft geht, wird kein Team mit angezogener Handbremse spielen“, rechnet Cheftrainer Juan Manuel Serramalera mit einem voll besetzten und motivierten Gegner. Zum jüngsten Auswärtsmatch in Lüneburg war Friedrichshafen – kurz nach überstandener Quarantäne aufgrund mehrerer Corona-Fällen im Kader – zwar nur mit acht Spielern angereist, aber dennoch mit 3:1 souveräner Sieger geblieben. Die Partie bei den Uniteds war zuvor verschoben worden und wird nun nachgeholt. Besondere Brisanz bekommt sie dadurch, dass es ausgerechnet der Halbfinalerfolg über die Häfler war, der den Uniteds den Weg ins siegreiche Pokalfinale ebnete.

Zwei Tage nach dem Tiebreak-Krimi im Dezember unterlagen sie dem VfB zwar im Ligaspiel klar mit 0:3, konnten dieses Ergebnis aber gut verschmerzen. Zumal Juan Manuel Serramalera in jenem Match weitgehend auf Matthias Valkiers und Tim Grozer verzichten musste. Für Valkiers war die Saison nach seinem Bandscheibenvorfall anschließend beendet. Grozer würde der Friedrichshafener Annahme im Rückspiel allzu gern wieder das eine oder andere Ass servieren. Fragezeichen stehen hingegen noch hinter einem Einsatz von Routinier Rodrigo Quiroga. Das Spiel in der Fraport Arena wird präsentiert vom „Sponsor of the Day“ Süwag Energie AG. Mit Daniel Malescha, Jakob Günthör und Jochen Schöps freuen sich drei Ex-VfBler im United-Kader auf das dritte Wiedersehen mit ihrem früheren Arbeitgeber.

Erste Trophäe ohne Warm

„Malle“ war im Pokalfinale erneut Topscorer und zählt auch in der Liga-Statistik zu den besten Angreifern. „Ich kann in Frankfurt das zeigen, was ich draufhabe, darf viel Verantwortung übernehmen und genieße das volle Vertrauen von Club, Trainer und Mannschaftskollegen“, begründet er seine konstant starken Leistungen. Auf Häfler Seite kehrt Coach Michael Warm zum zweiten Mal zurück an seine alte Wirkungsstätte und will diesmal mehr mitnehmen als beim 1:3 im Februar 2020. Immerhin wurden alle bisherigen Trophäen der United Volleys unter seiner Ägide errungen – etwa die Auszeichnung als Hessens „Mannschaft des Jahres 2017“ und die drei Bronzemedaillen in der Meisterschaft. Erst seit dieser Woche werden sie etwas überstrahlt vom frisch gewonnenen DVV-Pokal, der seinen Besitzer hoffentlich auch am Mittwoch und in den weiteren Partien Auftrieb gibt.