DAS ZIEL STEHT FEST – NICHT NUR IM NAVI

  • United Volleys reisen nach nur einem Tag zum nächsten Auswärtsspiel
  • Gegen Giesen geht es erneut um wichtige Punkte im Playoff-Rennen
Mit so viel Vorbereitung wie möglich wollen die United Volleys gegen Giesen wieder jubeln. (Foto: Corinna Seibert)

Wie gern würden die United Volleys angesichts ihrer kurzen Regenerationsphase nach dem Lüneburg-Spiel vom Mittwoch heute bloß bis ins mittelhessische Gießen reisen. Dort, wo in den 80-er Jahren „Mister Volleyball“ Burkhard Sude drei Meistertitel mit dem heimischen USC feierte, wird allerdings schon längst kein Erstligavolleyball mehr gespielt. Stattdessen geht es für die Frankfurter ins noch einmal gut 250 Kilometer weiter entfernte Giesen (mit weichem „S“) bei Hildesheim. Dort schlagen seit ihrem Aufstieg 2018 die Helios Grizzlys in der höchsten deutschen Spielklasse auf – und das mit zunehmendem Erfolg. In der laufenden Saison sind sie nicht nur für die Uniteds ein ernsthafter Mitkonkurrent um die Playoff-Plätze geworden.

Aufpassen auf druckvolle Aufschläge

Aktuell rangieren sie zwar lediglich an acht in der Tabelle, haben aber gerade einmal vier Punkte und dazu noch ganze drei Spiele weniger auf dem Konto als die Männer von Juan Manuel Serramalera. „Das wird wieder eine harte Nummer, weil beide Teams unbedingt gewinnen müssen“, erwartet der United-Cheftrainer für das Match am Samstagabend. Gerade zuhause seien die Niedersachsen sehr stabil und machten vor allem im Aufschlag viel Druck – allen voran Kapitän Hauke Wagner und der niederländische Topscorer Stijn van Tilburg. In der kurzen Zeit, die dem Coach und seiner Mannschaft nach der Rückkehr am frühen Donnerstagmorgen aus Lüneburg verblieb, wurde deshalb alles, was möglich war, getan, um gemeinsam an den Schwächen in der Annahme und an anderen Stellen zu arbeiten.

Bereits am Donnerstagnachmittag empfing Serramalera seine Spieler wieder in der Halle. Auch unmittelbar vor dem obligatorischen Corona-Test und der Abreise wurde noch einmal trainiert. „Die Giesener haben es uns schon bei unserem 3:2-Sieg in der Fraport Arena ganz schwer gemacht und sich bei einem 1:2-Rückstand noch in den Tiebreak gekämpft“, erinnert sich der Coach. Gerade einmal zwei Wochen ist das her, weil die Partie vom ursprünglichen Termin kurz nach Neujahr verschoben werden musste. Beide Mannschaften dürften die Begegnung also noch bestens präsent haben und sich optimal auf den Gegner vorbereiten können. Die Uniteds können im Zuspiel, wie schon gegen Lüneburg, neben Leon Dervisaj wieder auf Mario Schmidgall zählen. Er hatte im Hinspiel mit Wadenproblemen pausieren müssen.

Altmeister oder „Mentalitäts-Monster“

Einen Glanzauftritt hatte damals der argentinische Außen Rodrigo Quiroga hingelegt, der mit seinem Muskelfaserriss weiterhin fehlen wird. Gespannt sein darf man deshalb einmal mehr auf die Aufstellung im Angriff. Juan Manuel Serramalera kann neben Tim Grozer entweder erneut auf einen der zwei Youngster Linus Hüger und Jonas Reinhardt setzen, die sich beim Sensationserfolg gegen der Berlin Recycling Volleys vor einer Woche als wahre „Mentalitäts-Monster“ erwiesen hatten. Oder er gibt der ebenfalls bereits erprobten Variante mit Daniel Malescha in der Annahme und Altmeister Jochen Schöps an dessen Stelle auf der Diagonalposition den Vorzug. Das Ziel lautet so oder so: „Wir wollen uns besser aufgestellt präsentieren, um diesmal Punkte mitzunehmen.“