„ALTMEISTER“ SIEGT GEGEN NACHWUCHSTALENTE

  • United Volleys mit Dreisatz-Erfolg gegen VCO Berlin
  • Insgesamt vier Punkte als Wochenend-Ausbeute
Gegen den VCO Berlin hatte Zuspiel-Neuzugang Leon Dervisaj seinen ersten Einsatz über drei Sätze. (Foto: Corinna Seibert)

„Wir wussten, dass das ein hartes Wochenende werden würde“, war United Volleys-Cheftrainer Juan Manuel Serramalera am Sonntagnachmittag durchaus zufrieden mit den vier Punkten, die seine Männer in zwei Heimspielen zum Jahresauftakt eingefahren hatten. Auf die knappe 2:3-Niederlage gegen die Netzhoppers KW-Bestensee ließen die Frankfurter Erstligavolleyballer ein 3:0 (25:23, 25:20, 25:12) gegen die „jungen Wilden“ des VC Olympia Berlin folgen. Dabei gönnte Serramalera mehreren seiner Spieler, die sich am Vortag beim umkämpften Fünfsatz-Krimi gegen die Brandenburger verausgabt hatten, eine Pause und gab anderen Akteuren die Chance, die zuvor auf geringere Einsatzzeiten gekommen waren.

Lob für Schmidgall und Dervisaj

Am Schluss stand gegen die Talente der deutschen Juniorennationalmannschaft mit Libero Satoshi „Ide“ Tsuiki gar nur noch einer der Stammspieler auf dem Feld, der sich am Samstagabend zusammen mit den anderen Uniteds bis zuletzt gegen die Niederlage gewehrt hatte. Dafür kamen die Berliner Youngster, wie schon in der Hinrunde, in den Genuss, sich mit „Altmeister“ und Ex-DVV-Kapitän Jochen Schöps messen zu dürfen. Der legendäre Diagonalangreifer hatte angesichts der bestechenden Form seines Positionskollegen Daniel Malescha während der zurückliegenden Wochen nur selten eingreifen müssen. Nun avancierte der Champions League-Gewinner von 2007 mit 14 Punkten direkt zum Topscorer der Partie.

Im Zuspiel kam Neuzugang Leon Dervisaj über die volle Distanz zum Zuge. „Nach dem Ausfall von Matthias Valkiers, bei dessen Rückenproblemen wir kein Risiko eingehen wollen, hat Mario Schmidgall auch gegen die Netzhoppers die Verantwortung übernommen und gezeigt, dass er ihr gewachsen ist“, lobte Juan Manuel Serramalera. Das gleiche attestierte er Dervisaj, „der uns in den nächsten Monaten noch sehr helfen wird.“ Der Ausfall eines international erfahrenen Routiniers lasse sich allerdings nicht komplett kompensieren, „angesichts dessen haben wir uns auch im Hinblick auf das noch anstehende Pokal-Finalduell gegen KW gut verkauft und hätten das Match genauso gut für uns entscheiden können.“

Premiere für Jonas Reinhardt

Seine Premiere erlebte gegen den VC Olympia zudem Jonas Reinhardt. Der zweitligaerprobte Bad Kreuznacher war Ende 2020 als zusätzliche Option auf Außen in den Frankfurter Kader geholt worden und führte sich mit mehreren unerschrockenen Angriffsaktionen gut ein. Seine ersten Punkte nach überstandener Corona-Quarantäne steuerte in der Mitte Nationalspieler Jakob Günthör bei. Er wurde im dritten Satz für den Argentinier Facundo Imhoff eingewechselt, der bis dahin mit 11 Punkten in Block und Schnellangriff und einer Erfolgsquote von knapp 80 Prozent seine bisher beste Vorstellung im United-Trikot abgeliefert hatte.

Dass man gegen die VCO-Junioren nichts geschenkt bekommen würde, war klar. Immerhin hatten die deutschen Nachwuchshoffnungen nun schon einige Monate Gelegenheit, sich an das Niveau der höchsten Spielklasse zu gewöhnen. Vor allem Kapitän Erik Röhrs und Diagonalangreifer Filip John, beide Mitglieder der U18-Europameistermannschaft von 2018, sorgten dafür, dass es lange spannend blieb. Genau wie Juniorennationaltrainer Dan Ilott auf der anderen Seite setzt auch United-Coach Serramalera darauf, „die Entwicklung eines jeden einzelnen Spielers über einen längeren Zeitraum zu betrachten und zu unterstützen.“ Nach einem trainingsfreien Tag geht es deshalb in der kommenden Woche unmittelbar weiter mit der Vorbereitung auf die schwere Auswärtspartie im bayerischen Herrsching.