VON SPIEL ZU SPIEL WACHSEN

  • Erstes Auswärtsspiel der Saison am Samstag bei den Netzhoppers
  • Weiterhin begrenzte Zuschauerzahl in der Fraport-Arena erlaubt
Tim Grozer und die anderen Uniteds wollen gegen KW eine Steigerung hinlegen. (Foto: Marcel Lorenz)

Die erste Auswärtsreise der United Volleys in der Saison 2020/21 ist gleich eine weite: Am Freitag geht es mit dem Bus nach Brandenburg, wo am Samstagabend die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen warten. Cheftrainer Juan Manuel Serramalera setzt bei seinem Team gegenüber dem verlorenen Heimauftakt gegen Lüneburg auf eine „Steigerung von Spiel zu Spiel“. Unter der Woche habe man „intensiv daran gearbeitet, die Elemente zu verbessern, in denen wir im letzten Match Defizite hatten.“ Vor allem waren das zu viele Fehler in der Annahme, mit denen man dem Gegner gleich reihenweise die Punkte schenkte. Ebenso hatten die Angreifer der Uniteds ihre Probleme, sich gegen den Block auf der anderen Seite durchzusetzen.

Quiroga will endlich ran

„Das sind alles Sachen, die sich eben nicht von einem Tag auf den anderen abstellen lassen“, weiß Serramalera, „entscheidend wird aber sein, dass wir in der wichtigsten Phase der Saison spielerisch da stehen, wo wir hin wollen.“ Seinen Teil dazu beitragen soll möglichst bald Neuzugang Rodrigo Quiroga, mit der internationalen Klasse und Erfahrung eines langjährigen argentinischen Nationalmannschaftskapitäns ausgestattet. Nach Ablauf seiner zehntägigen Quarantäne muss noch die Bestätigung in Form eines negativen Corona-Tests eingehen, bevor der Annahme/Außen-Spieler ins Training einsteigen kann. „Wir hoffen, ihn schnell fit und in unser System integriert zu bekommen, um endlichen mit einem kompletten Kader antreten zu können“, erklärt sein Coach und Landsmann.

Auch unter der Woche dürfte Routinier Quiroga für die jungen United-Talente eine enorme Hilfe und Verstärkung sein – wenn er denn endlich ran darf. Gegen die Netzhoppers geht es erst einmal darum, dass er im Idealfall zumindest vor Ort Präsenz zeigen kann. Aufpassen muss man gegen die Ostdeutschen auf jeden Fall. „Das ist eine Mannschaft, die einen Umbruch auf mehreren Positionen erlebt hat, sich unter dem neuen Trainer aber gut verstärken konnte“, findet Juan Manuel Serramalera. Gravierende Abgänge hatten die Netzhoppers vor allem im Zuspiel mit Luke Herr und auf Diagonal mit Casey Schouten zu verkraften. Die eingespielte kanadische Achse konnten sie jedoch kurzerhand durch zwei andere „Maple Leafs“ ersetzen: Byron Keturakis und James Jackson heißen die Neuen. Hinzu kommt im Angriff Johannes Mönnich, den der belgische Coach Christophe Achten aus Rottenburg mitbrachte.

Ticket-Reservierungen wieder möglich

Nach wie vor mit dabei in der „Grünen Hölle“ der Gemeinde Bestensee sind Ex-Nationalspieler Dirk Westphal, Libero Kamil Ratajczak und Aufschlag-Ass Theo Timmermann – alles Spieler, die den United Volleys schon in der Vergangenheit so manches Mal das Leben schwer gemacht haben. KW absolviert bereits sein zweites Match zuhause, nachdem am ersten Spieltag das Heimrecht mit dem VfB Friedrichshafen, der sich aktuell noch auf der Suche nach einer Spielstätte befindet, getauscht worden war. Nach der 0:3-Niederlage gegen den Bundesliga-Rekordmeister dürfte das Team umso mehr darauf brennen, sich vor den eigenen Fans zu rehabilitieren.

Auf diese freuen sich bei ihren künftigen Auftritte in der Fraport Arena auch die Frankfurter. Nachdem das eigene Hygienekonzept vom Gesundheitsamt jetzt nochmals ausdrücklich bestätigt wurde, konnte der Ticketverkauf für die Partien gegen Herrsching (31.10.) und Unterhaching (8.11.) wieder freigeschaltet werden. „Jetzt wollen wir in diesen verrückten Zeiten aber erst einmal keine bösen Überraschungen mehr erleben und am Samstag hoffentlich mit allen Spielern antreten“, wünscht sich der Cheftrainer.