HOFFNUNGSTRÄGER QUIROGA MUSS LÄNGER WARTEN

  • Argentinischer Neuzugang nach positivem Flughafen-Test in Quarantäne
  • Positive Bilanz nach erster Hygienekonzept-Veranstaltung beim Supercup
Genießen im Außenangriff das volle Vertrauen von Verein und Trainer: Ben Bierwisch und Tim Grozer (Foto: Marcel Lorenz)

Nach dem ordentlichen Saisonstart beim Heim-Supercup gegen den alten und neuen Titelträger Berlin müssen die United Volleys Frankfurt eine unerfreuliche Nachricht verdauen: Der Corona-Test, den Neuzugang Rodrigo Quiroga unmittelbar nach seiner Ankunft am Flughafen absolvierte, fiel positiv aus. Eine sicherheitshalber durchgeführte zweite Probe brachte dasselbe Ergebnis. Der langjährige Kapitän der argentinischen Nationalmannschaft hatte sich vorschriftsgemäß ohnehin direkt in häusliche Quarantäne begeben, wird dort nun aber länger als geplant verbleiben müssen, kann also vorerst nicht ins Training einsteigen. Ein noch vor dem Abflug in seinem Heimatland durchgeführter Test war noch negativ gewesen, Quiroga dürfte sich also erst unmittelbar vor seiner Abreise infiziert haben.

Mindestens zehn Tage bis zum Trainingseinstieg

„Zum Glück weist er bisher keine ausgeprägten Krankheitssymptome auf. Hoffen wir, dass es so bleibt,“ berichtet United-Cheftrainer Juan Manuel Serramalera, für den die Vorbereitung auf das erste Bundesliga-Heimspiel am Samstagabend gegen die SVG Lüneburg dadurch nicht einfacher werden. Ursprünglich sollte sein Landsmann Quiroga ab Dienstag mit in der Halle stehen und dem mit vielen Nachwuchstalenten ergänzen Frankfurter Kader mit seiner Routine und internationalen Erfahrung weiterhelfen. Die United Volleys hatten ihn für diese Rolle als Ersatzmann für den langfristig verletzten holländischen Topspieler Floris van Rekom verpflichtet. „Unsere beiden jungen Außenangreifer Tim Grozer und Ben Bierwisch haben gegen Berlin aber gezeigt, dass sie die Herausforderung auf diesem Niveau annehmen, und genießen unser vollstes Vertrauen“, betont Serramalera.

Der 18-jährige Bierwisch war von den Zuschauern in einer bundesweiten Online-Abstimmung sogar zum „Most Valuable Player“ des Supercups gewählt worden. Der Kapitän der Internats­mannschaft Volley Juniors Frankfurt ist nach seinem Europacup-Debüt im Januar in dieser Saison fester Bestandteil des United-Erstligakaders. Die weitere Behandlung und Betreuung von Rodrigo Quiroga erfolgt in enger Abstimmung mit Mannschaftsarzt Dr. Christian Hesse vom Klinikum Höchst. Die häusliche Isolation bleibt bestehen, bis die Gefahr einer Weiterverbreitung des Virus ausgeschlossen werden kann, mindestens aber für zehn Tage ab dem positiven Test. Danach dürfte es für den 33-jährigen erst einmal darum gehen, möglichst schnell den entstandenen Trainingsrückstand auszugleichen.

Ticketverkauf für Samstag-Spiel online

Erfreulicher fiel hingegen die Bilanz der ersten mit einem strikten Hygienekonzept durchgeführten Veranstaltung in der Fraport Arena aus. „Die Maßnahmen haben alle gegriffen und sich bewährt“, erklärt United Volleys-Geschäftsstellenleiterin Nicole Tonn. So sei es gelungen, die rund 400 Besucher beim Supercup vom Parkplatz bis auf den Sitzplatz getrennt zu leiten und durch separate Ein- und Ausgänge sowie klar festgelegte Laufwege jegliche Gruppenbildung auszuschließen. „Alle haben sich sehr kooperativ und diszipliniert verhalten, die vorgeschriebenen Abstände auf der Tribüne wurden durchweg eingehalten“, lobt Nicole Tonn. Auch bei einer größeren Zuschauerzahl bis hin zu den vom Gesundheitsamt genehmigten maximal 1.100 Personen gebe es angesichts von über 5.000 Sitzplätzen in der Arena und einer hohen Anzahl von Desinfektionsmittelspendern ausreichend Spielraum.

So gelten nach derzeitigem Stand auch für das Bundesligaspiel gegen Lüneburg am Samstag um 19.30 Uhr die gleichen Voraussetzungen. Einzeltickets für diese und die am 31. Oktober gegen Herrsching und am 8. November gegen Unterhaching anstehenden Partien in der Fraport Arena können ausschließlich online über unitedvolleys.reservix.de reserviert werden. Dabei gelten die Corona-Bestimmungen des Landes Hessen. Zwischen den einzelnen Besuchergruppen, deren Mitglieder aus maximal zwei Haushalten stammen dürfen, werden automatisch drei freie Sitzplätze eingebucht. Für Samstag sollen auch noch einmal zusätzliche Info-Banner auf dem Gelände aufgestellt werden. Individuelle Fragen in Sachen Ticket-Bestellung und Heimspiel-Besuch werden unter tickets@unitedvolleys.de beantwortet.