GUIDO HEERSTRASS NEUER UNITED-GESCHÄFTSFÜHRER

  • Über Großwallstadt und Friedrichshafen zurück nach Hessen
  • Gesellschafter Jörg Krick freut sich auf „optimale Arbeitsteilung“
Gründer und GesellschafterJörg Krick begrüßt den neuen Geschäftsführer Guido Heerstraß vor der United Volleys-Geschäftsstelle in der Wintersporthalle am Stadion.

Als United Volleys-Gründer und -Gesellschafter Jörg Krick am Dienstag seinen Rückzug aus dem Tagesgeschäft des Volleyball-Erstligisten verkündete, hatte er seine Nachfolge bereits so gut wie geregelt. Nach abschließenden Gesprächen und letzten Formalitäten kann nun schon der neue Geschäftsführer vorgestellt werden: Zum 1. August übernimmt Guido Heerstraß das Ruder beim dreimaligen Bronzemedaillengewinner der Volleyball Bundesliga in Frankfurt. Der 53-jährige war zuvor in gleicher Funktion beim Deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen tätig und kehrt von dort aus jetzt auch beruflich in seine hessische Heimat zurück, wo der zweifache Familienvater in Fränkisch-Crumbach lebt und in Darmstadt lange Inhaber einer Marketing-Agentur war. „Mit ihm haben wir jemanden gefunden, der den Profisport und die Volleyballszene gut kennt und uns nach außen gegenüber Verbänden, Politik und Wirtschaft kompetent und prägnant vertreten wird“, freut sich Krick, der dem Verein seinerseits als Gesellschafter erhalten bleibt.

Wirtschaftspotenzial für die „Weltsportart Volleyball“ nutzen

Guido Heerstraß war als Handballer einst selbst Profi beim traditionsreichen TV Großwallstadt, nur 50 Kilometer von Frankfurt entfernt. In den 90-er Jahren absolvierte der Rückraumspieler rund 300 Bundesligapartien. Nach seinem Karriereende sammelte der gelernte Bankkaufmann und studierte Betriebswirt Vertriebs- und Marketingerfahrung in mehreren internationalen Unternehmen, bevor er 2010 als Geschäftsführer ins Management des siebenfachen Deutschen Titelträgers einstieg. 2018 kam dann der Wechsel zum Volleyball, wo Heerstraß abseits der unterschiedlichen Regeln auf dem Spielfeld sofort Parallelen entdecken konnte: „Es sind beides Mannschaftssportarten, bei denen es auf Teamgeist und Zusammenhalt ankommt. Deshalb habe ich mich im Volleyball auch gleich wohlgefühlt.“ In der Ägide von Cheftrainer Vital Heynen war Heerstraß 2018 direkt beim Gewinn des Supercups und 2019 beim Erfolg im DVV-Pokalfinale dabei.

Bei den United Volleys will er sich mit Schwerpunkt in den Bereichen Administration und Vertrieb engagieren. „Ich möchte die sehr gute Aufbauarbeit von Jörg Krick fortsetzen und gemeinsam mit ihm und dem gesamten Team das Ziel eines Volleyball-Spitzen- und Nachwuchsstandorts Frankfurt weiterverfolgen“, so Heerstraß. Dazu gelte es vor allem, eine noch breitere Sponsoren- und Partnerbasis aufzubauen, das vorhandene Wirtschaftspotenzial der Rhein-Main-Region zu nutzen und Überzeugungsarbeit bei den Unternehmen zu leisten. Auch die Stadt Frankfurt müsse dabei stärker als bisher ins Boot, findet der Profisport-Kenner: „Man sieht an anderen Standorten, wie davon alle Beteiligten profitieren. Volleyball ist die meistgespielte Sportart weltweit, wird von Schülern, Studenten und Senioren gleichermaßen betrieben, als Hallen-Event ebenso wie in Urlaubs­atmosphäre am Strand – und spricht dazu eine besonders interessante Zielgruppe an.“

Dank für zweijähriges Engagement an Michael Elm

„Hier sehe ich eine große Chance für Frankfurt. Eine solche internationale Metropole kann gar nicht genug Top-Sportereignisse haben, das beweist das Beispiel Berlin, wo die verschiedenen erfolgreichen Bundesligavereine sich und den Charakter der Sportstadt wechselseitig befruchten“, erklärt Heerstraß. Der neue Geschäftsführer übernimmt dabei auch die Aufgaben von Michael Elm, der 2018 neben Jörg Krick in die Geschäftsleitung der United Volleys eingetreten war. „Michael hat in den zwei Jahren zahlreiche neue Verbindungen für uns geschaffen und unser Netzwerk verbreitert. Dafür schulden wir ihm großen Dank und freuen uns besonders über seine Bereitschaft, die Uniteds gegebenenfalls auch in anderer Rolle zu unterstützen“, betont Krick und erläutert: „Ich muss mich im Interesse des Clubs auf die wichtigen Aufgaben als Gesellschafter konzentrieren. Mit einem erfahrenen Allrounder wie Guido als Geschäftsführer haben wir dafür eine optimale Arbeitsteilung.“