BELGISCH-NIEDERLÄNDISCHE ACHSE BLEIBT ERHALTEN

  • Zuspieler Valkiers und Außenangreifer van Rekom weiter in Frankfurt
  • United-Regisseur erwartet „wieder ein sehr starkes United-Team“
Floris van Rekom und Matthias Valkiers jubeln weiterhin gemeinsam für die United Volleys Frankfurt. (Foto: Corinna Seibert)

Die United Volleys können auch in der nächsten Volleyball Bundesliga-Saison auf zwei wichtige Säulen bauen: Zuspieler Matthias Valkiers und Außenangreifer Floris van Rekom werden weiterhin das rot-blaue Rautentrikot der Frankfurter tragen. „Wir waren uns mit beiden schon während der Rückrunde einig, dass wir die erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen wollen“, erklärt United-Sprecher Jan Wüntscher. Die damals bereits getroffenen Vereinbarungen sind nun ungeachtet der ungewissen Lage für die Liga in der aktuellen Corona-Krise wie geplant in Kraft getreten, „weil wir unseren Fans auch in Zukunft Spitzensport auf allerhöchstem Niveau bieten wollen und dabei auf diese absoluten Leistungsträger setzen.“

Welchen Wert der Niederländer van Rekom für die United Volleys darstellt, wurde gerade noch einmal bei der Vorstellung des „Golden Teams“ der Volleyball Bundesliga deutlich. Mit sechs „MVP“-Medaillen, davon vier in Gold, schaffte der 28-jährige den Sprung in den Kreis der sieben wertvollsten Spieler der Saison. Das Besondere daran: Anders als die anderen „Most Valuable Player“ erwarb van Rekom alle seine Auszeichnungen innerhalb von gerade einmal zweieinhalb Monaten. Seit Weihnachten war er mit einer hartnäckigen Sehnenverletzung im Ellenbogen ausgefallen, ausgerechnet in einem Bereich, der bei jeder Annahme- und Abwehraktion im Spiel wie im Training belastet wird.

Corona verhindert „Playoff-Schub“

„Hätte er weiterspielen können, wäre er mit Sicherheit ein Top-Kandidat für den wertvollsten Spieler der Liga gewesen. Das haben natürlich auch andere gemerkt und ihr Interesse bekundet. Deshalb hat es uns umso mehr gefreut, dass Floris von Anfang an gesagt hat, dass er in Frankfurt bleiben will“, so Wüntscher. „Ich habe das Gefühl, dass ich hier noch eine unerledigte Aufgabe vor mir habe“, betont van Rekom, der schon in den Niederlanden und Frankreich Meistertitel und Pokalsiege feiern konnte. Inzwischen ist er wieder völlig genesen und hätte eigentlich schon für die Playoffs um die Deutsche Meisterschaft, in welche die United Volleys mit optimalen Aussichten zum ersten Mal als Zweitplatzierter der Hauptrunde starten wollten, wieder voll einsteigen und dem Team einen zusätzlichen Schub verleihen sollen.

Dem hatte allerdings der Saisonabbruch aufgrund der Corona-Pandemie einen Riegel vorgeschoben. „Jetzt kann ich es kaum erwarten, endlich zu zeigen, dass ich sogar noch mehr draufhabe“, verspricht der „Holland-Hammer“. Einen mindestens ebenso großen Anteil an der herausragenden United-Spielzeit 2019/20 mit acht Siegen in Serie zum Zeitpunkt des vorzeitigen Endes hatte der belgische Nationalzuspieler Matthias Valkiers. Mit seinen virtuosen Pässen und trickreichen Kombinationen konnte er zahlreiche Matches seinen Stempel aufdrücken und sie für das Publikum zum „Ride of the Valkiers“ – zum „Valkierenritt“ – machen. Nicht umsonst lag im Ranking der effizientesten Steller am Schluss mit Berlins Sergey Grankin nur ein einziger Stamm-Zuspieler und Vollzeit-Regisseur vor ihm.

„Professionelles Umfeld“ als Vorteil

„Für mich war schnell klar, dass ich bei den United Volleys weitermachen wollte“, bestätigt der mittlerweile 30-jährige, „das in jeder Hinsicht professionelle Umfeld in Frankfurt macht es einfacher für mich als Spieler, mich voll auf Volleyball zu fokussieren.“ Wegen der Coronakrise habe es mit der offiziellen Bekanntgabe nun etwas länger gedauert. Mitentscheidend sei auch der neue Cheftrainer gewesen: „Juan ist ein sehr guter Coach mit einem unglaublichen Auge für jedes Detail. Ich genieße es wirklich, mit ihm zu arbeiten“, unterstreicht Valkiers. Für die kommende Saison sieht er bei den Uniteds „wieder eine sehr starke Mannschaft, die ganz hohe Ziele anpeilen kann. Am liebsten würde ich sofort starten, aber leider werden wir alle noch etwas warten müssen.“ Das gilt auch für die Zuschauer, die sich online aber bereits Dauerkarten zu Frühbucher-Konditionen sichern können.