UNITEDS BRAUCHEN DREI SATZGEWINNE – ODER VIER

  • United Volleys wollen Revanche gegen Königs Wusterhausen
  • Brandenburger nach Siegesserie mit ordentlich Selbstbewusstsein
In Izmir hoffen die United Volleys auf die nächste Auswärts-Überraschung im CEV Cup. (Foto: Corinna Seibert)

„Spielt’s noch einmal“, lautet der Wunsch an die Mannschaft der United Volleys, die bereits am frühen Dienstagmorgen zum Europapokal-Rückspiel in der Türkei aufgebrochen ist. Am Mittwoch um 17 Uhr deutscher Zeit (live auf eurovolley.tv) müssen Tobias Krick & Co. gegen Arkas Izmir noch einmal das gleiche Kunststück vollbringen, das ihnen schon eine Runde zuvor gelungen war: Eine 2:3-Heim­niederlage aus dem Hinspiel umzudrehen, um doch noch den Einzug ins Viertelfinale des CEV Cups zu schaffen. „Das ist eine schwere Aufgabe. Izmir hat uns im Hinspiel zwei Sätze lang vielleicht etwas unterschätzt, dann aber seine internationale Klasse gezeigt. So wird ihnen das sicherlich nicht noch einmal passieren“, erwartet United-Cheftrainer Juan Manuel Serramalera einen heimstarken Gegner.

Izmir mit siegreicher Vergangenheit im CEV Cup

Immerhin rangiert der zweimalige türkische Meister und Pokalsieger aktuell nicht ohne Grund auf Platz zwei im nationalen Titelrennen, konnte zuletzt neben Galatasaray auch den Champions League-Teilnehmer Halkbank Ankara, vergangene Saison Gruppengegner der Uniteds, bezwingen. Im CEV Cup hat Arkas sogar schon einmal erreicht, was alle der aktuell noch 16 im Wettbewerb befindlichen Team anstreben: 2009 holte man den Pokal in die Millionenstadt an der ägäischen Küste. Um den Männern des kanadischen Trainers Glenn Hoag diesen Traum für die laufende Saison zu nehmen, müssen die United Volleys von Anfang an Druck machen. Nur so können sie verhindern, dass Hoags Landsmann Jay Blankenau sein variantenreiches Zuspiel aufzieht, welches in der ersten Begegnung die Wende brachte.

In der Annahme kann Izmir erneut auf den brasilianischen Weltmeister Joao Paulo Bravo setzen. In punkto Aufschlag und Angriff muss die Frankfurter Defensive vor allem den 2,10 Meter großen Diagonalen Adis Lagumdzija in den Griff bekommen. Demgegenüber können die United Volleys im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen einiges mehr an Routine auf das Spielfeld bringen: Internats-Youngster Ben Bierwisch kann nach seiner bravourösen Leistung diesmal nicht dabei sein, muss stattdessen die Schulbank drücken. Dafür steht der australische Nationalspieler Luke Smith wieder im Aufgebot. Ob der frühere Champions League-Gewinner Jochen Schöps nach seinen ersten Kurzeinsätzen gegen Königs Wusterhausen diesmal noch mehr Spielanteile bekommt und der Mannschaft mit seiner enormen internationalen Erfahrung helfen kann, wird sich zeigen.

„Die kleinste Chance nutzen“

Nicht mitgeflogen sind plangemäß die beiden Niederländer Ewoud Gommans und Floris van Rekom. Ersterer ist im Europacup bekanntlich nicht spielberechtigt, der Zweite soll nach seiner Ellenbogenverletzung noch für die großen Herausforderungen der kommenden Wochen geschont werden. Immerhin führt mehr als nur ein Weg für die Hessen ins Viertelfinale. Der eine über ein 3:0 oder 3:1. Damit wäre man nach der knappen Tiebreak-Niederlage vor zwei Wochen direkt weiter. Schaffen die United Volleys hingegen ebenfalls einen Erfolg im fünften Satz, dann müsste ein zusätzlicher „Golden Set“ über den Gesamtsieger des Duells entscheiden. „Der Druck ist auf Seiten von Arkas Izmir. Sie müssen hier vor eigenem Publikum die Erwartungen erfüllen“, findet Juan Manuel Serramalera. „Wenn ihnen das gelingt, müssen wir das akzeptieren. Wenn sie uns aber die kleinste Chance bieten, wollen wir die nutzen.“