SELBSTBEWUSSTSEIN AUF BEIDEN SEITEN

  • United Volleys Frankfurt empfangen Samstagabend die Giesener Grizzlys
  • Ziel: Tabellenplatz drei vor Rekordmeister Friedrichshafen verteidigen
Auch nach dem Heimspiel gegen Giesen soll bei den United Volleys der Daumen nach oben zeigen. (Foto: Corinna Seibert)

Mehr als zwei Wochen ist es her, dass die United Volleys ihren bislang letzten Heimauftritt in der Fraport Arena hatten. Das 3:0 gegen Lüneburg war Anfang Februar der vierte Bundesliga-Sieg hintereinander mit voller Punktzahl. Inzwischen kam in Königs Wusterhausen noch ein weiterer hinzu. Die Frankfurter haben an diesem Samstag um 19.30 Uhr gegen die Helios Grizzlys Giesen also nicht nur ihren knapp eroberten dritten Tabellenplatz, sondern auch noch eine kleine, aber feine Erfolgsserie zu verteidigen.

Aufpassen auf Giesen

Dass das kein Selbstläufer ist, sondern immer wieder hart erarbeitet werden muss, erfuhren die Uniteds zehn Tage zuvor bei ihrer Auswärtsniederlage im CEV Cup in Izmir – da allerdings gegen einen internationalen Top-Gegner. Genauso wenig dürfen sie gegen Giesen eine Schwäche zeigen. „Das ist eine Mannschaft, die sich an guten Tagen in einen Rausch spielen kann und unter der Woche zuhause gegen Königs Wusterhausen noch einmal viel Selbstvertrauen getankt hat. Da müssen wir als Team voll dagegenhalten“, warnt Cheftrainer Juan Manuel Serramalera, der das 3:1 der Niedersachsen gegen die Netzhoppers live auf SPORT1 verfolgt hatte.

Mit dem gleichen Ergebnis unterlagen im November auch die United Volleys den angriffslustigen Grizzlys, sind also zusätzlich auf Revanche aus. Giesens Kapitän Hauke Wagner hatte damals wie am Mittwoch einen echten Lauf, dazu zeigte der Kongolese Magloire Mayaula, warum er aktuell nicht zum ersten Mal die Blocker-Wertung der Volleyball Bundesliga anführt. Mit einem 3:0 in Herrsching bewiesen er und seine Kollegen im Januar zudem, dass sie auch in fremder Halle gefährlich sind. Die Hausherren müssen in der Fraport Arena also von Anfang an zeigen, dass sie die spielfreien Tage gut genutzt haben, um technische und taktische Feinarbeit zu leisten.

Van Rekom weiter nicht dabei

Verzichten müssen sie weiterhin auf ihren „Holland-Hammer“ Floris van Rekom. Im Hinspiel hatte der mit Knieproblemen passen müssen. Nun ist es der Ellenbogen, der ihn nur von der Tribüne aus zuschauen lässt. „Ein Sehnenanriss an dieser Stelle ist für einen Volleyballer keine ganz simple Verletzung, weil der Bereich bei jeder Defensiv-Aktion beansprucht und überstreckt wird. Wichtig ist uns aber, dass Floris für die Playoffs wieder fit wird“, erklärt Juan Manuel Serramalera.

Um dann zu Höchstleistungen in der Lage zu sein und es tatsächlich einmal bis in die Endspiele um die Deutsche Meisterschaft zu schaffen, braucht seine Mannschaft allerdings noch etwas: eine möglichst gute Ausgangsposition. Als erstes Etappenziel gilt es dabei, Tabellenrang drei vor Rekordmeister Friedrichshafen, der im Spitzenspiel auf die zweitplatzierten AlpenVolleys Haching trifft – den Frankfurter Auswärts-Gegner der kommenden Woche, zu sichern. Und dafür braucht es am Wochenende die Heim-Punkte gegen Giesen.