MASAHIRO YANAGIDA „FOR THE WIN“

  • United Volleys nehmen mit 3:0 Revanche gegen die Netzhoppers
  • Frankfurter feiern fünften Drei-Punkte-Erfolg hintereinander
Mit sechs Blockpunkten krönte sich „Pèj“ Sol zum „Block-König“ gegen KW. (Foto: Corinna Seibert)

Vom Orkantief „Sabine“ war am Samstagabend im Osten der Republik noch wenig zu spüren, und auch das befürchtete „Aufschlaggewitter“ in der Landkost-Arena Bestensee blieb weitgehend aus. Dass die United Volleys ihr Auswärtsspiel bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen klar und deutlich mit 3:0 (25:18, 25:18, 25:23) gewannen, lag aber vor allem an einer hochkonzentrierten Mannschafts­leistung der Frankfurter. „Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis, denn es war nicht einfach, heute hier zu spielen“, freute sich Cheftrainer Juan Manuel Serramalera. Man habe gespürt, dass die Gastgeber mit ihrem jüngsten Erfolg in Friedrichshafen im Rücken Lust auf den nächsten Coup gegen einen Gegner aus der vorderen Tabellenhälfte gehabt hätten: „Die waren enorm selbstbewusst, aber auch wir sind von Anfang an mit der Überzeugung angetreten, das bessere Team zu sein.“

Erster Kurz-Auftritt von Neuzugang Schöps

In der „Grünen Hölle“ in der Gemeinde Bestensee begannen die Uniteds mit dem Australier Luke Smith anstelle von Japan-Superstar Masahiro Yanagida, der geschont wurde. „Allen bei uns merkt man momentan an, wie viele Matches sie aus den zurückliegenden Wochen in den Beinen haben“, erklärte Serramalera, „aber wir sind damit hervorragend umgegangen und haben das mental kompensiert.“ Vor allem Kapitän Milija Mrdak knüpfte nahtlos an seine Top-Leistungen gegen Friedrichshafen und Lüneburg an und packte in Aufschlag und Angriff von Beginn an den Hammer aus. 5:1 hieß es nach einem Ass des Punkte-„Milijardärs“. Eine weitere Angaben-Serie des Serben endete mit dem 15:8 durch Jean-Philippe Sol, der mit außergewöhnlichen sechs Block-Erfolgen an diesem Tag vom „Sonnenkönig“ zum „Block-König“ wurde.

Als KW den Rückstand durch den ersten Service-Winner von Theo Timmermann leicht verkürzte, sorgte der gewohnt zuverlässige Niederländer Ewoud Gommans mit einem Abwehrhecht dafür, dass der beruhigende Vorsprung erhalten blieb. Wenig später machte er zum Aufschlag Platz für United-Neuzugang Jochen Schöps. Die Zuschauer in Brandenburg kamen damit zu dem Vergnügen, den ersten Bundesliga-Auftritt des langjährigen Nationalmannschaftskapitäns, Champions League-Gewinners und WM-Dritten seit zwölf Jahren miterleben zu dürfen. Der konnte in Satz zwei wieder von draußen verfolgen, wie seine Frankfurter Kollegen erneut vorlegten. „Smiddy“ Smith nutzen mehrfach seine beeindruckende Abschlaghöhe, so dass er zeitweise fast auf Augenhöhe mit dem Publikum auf der Balkon-Seite der Arena zu schweben schien.

Nächstes Heimspiel erst am 22. Februar

Beim Stand von 24:17 blieb dem australischen Nationalspieler das Ass, das er und seine Mitspieler gesehen hatten, versagt, so dass erst nach der nächsten Rally ein weiterer „Mainblock“ den Deckel draufmachte. „Diese beiden Sätze haben wir sehr gut gespielt, im dritten war es dann etwas schwieriger. Aber wir haben gezeigt, dass wir immer zurückkommen können“, fasste Coach Serramalera das folgende Geschehen zusammen. Eine anfängliche 8:4-Führung wurde durch Aufschlagpunkte des KW-Kanadiers Casey Schouten zum 12:15 gedreht. Die Hausherren agierten nun nach dem Motto „Alles oder Nichts“, wagten speziell durch Routinier Dirk Westphal immer wieder auch unkonventionelle Spielzüge. Bei 18:18 waren die Uniteds jedoch wieder dran und nach einem lupenreinen Mrdak-Ass mit 21:20 vorn.

Es folgte ein Monsterblock“ von „Pèj“ Sol, aber die Netzhoppers kämpften weiter und wendeten noch einmal das Blatt zum 22:23. Ein glücklicher Touch bescherte den Gästen den Ausgleich, woraufhin der Cheftrainer Masahiro Yanagida „for the win“ an die Aufschlaglinie schickte. Der Japaner servierte nicht nur gewohnt stark, sondern stand beim Matchball auch in der Abwehr goldrichtig, so dass „MVP“ Milija Mrdak den Schlusspunkt setzen konnte. Mit drei weiteren Zählern für die Tabellen bleiben die United Volleys auch nach diesem Spieltag auf Platz drei, vor Rekordmeister VfB Friedrichshafen. Wegen des Pokal-Wochenendes steigt die nächste Volleyball Bundesliga-Partie gegen Giesen erst am 22. Februar in der Fraport Arena. Wie gegen KW wollen sich die Frankfurter dann erneut für eine Hinspiel-Niederlage revanchieren. Gleiches gilt für die schwere Auswärtsaufgabe im CEV Cup gegen Izmir am 12. Februar. Heimspiel-Tickets gibt es hier.