FRANKFURTER SERIE HÄLT GEGEN ZÄHE GRIZZLYS

  • United Volleys nach sechstem Sieg in Folge auf Platz zwei
  • Kommendes Wochenende Verfolgerduell in Innsbruck
Die United Volleys feiern den nächsten Sieg und den nächsten Schritt nach oben in der Tabelle. (Foto: Corinna Seibert)

Das „Sixpack“ ist komplett: Mit dem 3:1 (25:18, 21:25, 25:19, 25:16) gegen die Helios Grizzlys Giesen fuhren die United Volleys am Samstagabend ihren sechsten Volleyball Bundesliga-Sieg in Serie ein. In der Fraport Arena sind die Frankfurter nunmehr bereits seit über drei Monaten ohne Niederlage. In der Tabelle könnte es damit einen Monat vor dem Hauptrundenfinale der Saison 2019/20 kaum spannender zugehen. Die Hessen sind mit dem Dreier gegen Giesen einen weiteren Platz nach oben geklettert und rangieren nun hinter dem ungeschlagenen Titelverteidiger Berlin an Position zwei – punktgleich mit den weiteren Verfolgern Unterhaching und Friedrichshafen.

Valkiers-Ass bringt 1:0

Bis dieser Erfolg gefeiert werden konnte, war allerdings ein gehöriges Stück Arbeit zu verrichten. „Die Grizzlys haben genau das gezeigt, was wir von Ihnen erwartet haben, und waren mit einer fantastischen Leistung vielleicht sogar der stärkste Gegner, den wir bislang in unserer Halle zu Gast hatten“, lobte United-Cheftrainer Juan Manuel Serramalera. In der Tat erwiesen sich die Niedersachsen auch beim vierten Aufeinandertreffen seit ihrem Aufstieg 2018 als zähe Kämpfer und taten alles, um ihre bisherige 2:1-Bilanz gegen die United Volleys weiter auszubauen. So verlief schon der erste Satz lange ausgeglichen. Erst eine von „Aufschlagmaschine“ Masahiro Yanagida überraschend eingestreute Angabe kurz hinter das Netz ermöglichte Paul Hennings Schnellangriff zur 18:16-Führung.

Letzterer stand diesmal von Anfang an auf dem Feld, da Jean-Philippe Sol mit Knieproblemen geschont wurde. Am Ende der gleichen Aufschlagserie von Yanagida war es Kapitän Milija Mrdak, der erst in der Abwehr rettete und dann perfekt freigespielt den Ball die Linie entlang zum 21:16 versenkte. Regisseur Matthias Valkiers wusste nicht nur in dieser Szene seine Mitspieler effektvoll einzusetzen, sondern verwandelte wenig später höchstpersönlich mit einem Ass gleich den ersten Satzball. Auch bei einem Drückduell zu Beginn des zweiten Durchgangs konnte er seine ganze Erfahrung aus der belgischen Nationalmannschaft ausspielen und auf 9:10 aus Sicht der Gastgeber verkürzen.

Sportlicher und mentaler Aufschwung

Danach war es allerdings mit der Herrlichkeit auf Seiten der Hausherren erst einmal vorbei. Giesen servierte gleich mehrere unannehmbare Aufschläge und zog auf bis zu sechs Zähler davon. Die hatten die Uniteds kurz vor Schluss fast wieder egalisiert, konnten die große Chance zum 22:23 dann allerdings nicht nutzen. Als dann auch noch Tobias Krick in der Mitte böse geblockt wurde, war der 1:1-Ausgleich perfekt. Die Gäste schienen auch weiterhin am Drücker, legten gleich wieder vor – bis die Frankfurter, gepusht von „Feierbiest“ Henning, einen Gang hochschalteten und ihrerseits davonzogen. Einmal noch konnte Giesen kontern, danach sorgten die nächste „MasaHero“-Serie und ein Monsterblock von „Il Krickatore“ für die Vorentscheidung.

Anschließend waren Souveränität und Selbstbewusstsein bei den United Volleys wieder auf gewohntem Level und Satz vier frühzeitig entschieden. Angeführt vom cleveren Strippenzieher Valkiers sowie „MVP“ und Topscorer Mrdak tüteten sie drei weitere Punkte im Rennen um die besten Playoff-Plätze ein. Da gleichzeitig Haching in Friedrichshafen verlor, bedeutete das den nächsten Schritt nach oben in der Tabelle. Vor dem Duell mit den deutsch-österreichischen AlpenVolleys am kommenden Samstag in Innsbruck sind beide Mannschaften nun punkt- und satzgleich. Lediglich aufgrund des besseren Ballquotienten haben die Uniteds die Nase vorn. Mit dieser grandiosen Ausgangslage war vor wenigen Wochen kaum zu rechnen – Dank des seitdem erlebten mentalen und sportlichen Aufschwungs ist zwischen Platz zwei und vier nun tatsächlich alles möglich.