ERSTER AUFTRITT VON „LEGENDE“ SCHÖPS

  • United Volleys erwarten Tabellennachbarn SVG Lüneburg
  • Wichtige Punkte im Kampf um die besten Playoff-Plätze
Außenangreifer Masahiro Yanagida steht den Uniteds nach seiner Fingerverletzung gegen Lüneburg zur Verfügung. (Foto: Marcel Lorenz)

Lange können sich die United Volleys Frankfurt nicht auf ihrem 3:1-Erfolg gegen den Deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen ausruhen. Bereits am Mittwochabend um 19.30 Uhr folgt das nächste Heimspiel in der Fraport Arena, das dritte innerhalb von acht Tagen. Zu Gast ist dann Tabellennachbar Lüneburg. Fünf Punkte hinter den Uniteds rangieren die Norddeutschen derzeit an Position fünf. Am Ende der Hauptrunde 2018/19 sah das noch anders aus. Damals war es die Spielgemeinschaft Volleyball Gellersen, die sich vor den Frankfurtern platzierte und in der anschließenden Playoff-Serie den daraus resultierenden Heimvorteil nutzte. Ganz knapp setzte sich die SVG im dritten und entscheidenden Spiel im Tiebreak durch und zog ins Halbfinale ein.

Besonderes Erlebnis für die Fans

Das ist in diesem Jahr auch wieder erklärtes Ziel der United Volleys, die deshalb Ende März von einer möglichst optimalen Ausgangsbasis aus in die Duelle um die Deutsche Meisterschaft starten wollen. Ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten Lüneburg, der nach der herben Heimniederlage gegen Herrsching auf Wiedergutmachung aus sein wird, könnte sie in diesem Bemühen einen großen Schritt voranbringen. „Dazu dürfen wir in unserer Konzentration und Entschlossenheit auf keinen Fall nachlassen“, fordert Cheftrainer Juan Manuel Serramalera. „Gegen Friedrichshafen haben wir eine fantastische Leistung gezeigt. Trotzdem müssen wir uns auch weiterhin jeden einzelnen Punkt hart erarbeiten – und zwar schon im Training.“ Dieses hat seit Montagmorgen einen Teilnehmer mehr. Da stand zum ersten Mal Last-Minute-Transfer Jochen Schöps mit seinen neuen Kollegen auf dem Feld.

Der 381-fache Nationalspieler und langjährige Kapitän der DVV-Auswahl war am Sonntagabend im Rhein-Main-Gebiet eingetroffen. Am Mittwoch wird er aller Voraussicht nach bereits zum Kader gehören, wenn auch wohl nicht gleich in der Startformation. „Allein schon, ihn dabei zu haben, sollte eine große zusätzliche Motivation für alle sein“, findet Coach Serramalera, der Schöps aus der gemeinsamen Zeit beim Deutschen Volleyball-Verband bestens kennt. Von der Erfahrung des Champions League-Gewinners, WM-Dritten und zweimaligen Olympiateilnehmers profitiere die gesamte Mannschaft. Und selbstverständlich dürfte es auch für die Fans aus der Region ein ganz besonderes Erlebnis sein, eine solche Volleyball-Legende einmal aus nächster Nähe in der Fraport Arena bewundern zu können.

„Wieder ein neues Spiel“

Neben ihm werden auch die Langzeitverletzten Floris van Rekom und Luke Smith zumindest im Aufgebot stehen. Das gleiche gilt für Japan-Star Masahiro Yanagida, dem sein ausgekugelter Finger am Samstag noch am Spielfeldrand von Mannschaftsarzt Dr. Christian Hesse wieder eingerenkt worden war. Auch er stand bereits am Montagmorgen wieder in der Halle. „Wir haben gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind und können diese Entwicklung hoffentlich ab sofort mit allen Spielern gemeinsam fortsetzen“, wünscht sich Juan Manuel Serramalera, der sein SVG-Pendant Stefan Hübner einst als Spieler in der deutschen Nationalmannschaft betreut hat. „Wenn wir mit der gleichen Intensität und Aggressivität ans Netz gehen, bin ich auch gegen Lüneburg sehr zuversichtlich. Aber wir dürfen nicht vergessen: Es ist wieder ein neues Spiel.“ Tickets gibt es hier.