„NIPPON-NACHMITTAG“ BEI DEN UNITED VOLLEYS

  • Am Sonntag zuhause gegen die HEITEC Volleys Eltmann
  • Große japanische Kulisse in der Fraport Arena erwartet
Masahiro Yanagida kann sich gegen Eltmann auf zahlreiche Landsleute auf den Rängen freuen. (Foto: Corinna Seibert)

Eines steht fest: Beim Heimspiel der United Volleys am Sonntag um 16 Uhr in der Fraport Arena werden so viele Japaner auf dem Spielfeld stehen wie noch nie in dieser Saison. Neben Frankfurt-Star Masahiro Yanagida, nach dem Ausfall fast aller seiner Nebenleute auf der Außenposition endgültig einer der Schlüsselspieler im United-Kader, bringen die Gäste von den HEITEC Volleys Eltmann mit ihrem Libero Shunsuke Watanabe einen weiteren Mann aus dem „Land des Lächelns“ mit in die Mainmetropole. Viel entscheidender dürfte allerdings sein, was auf den Tribünen in Sachen japanischer Unterstützung zu erwarten ist. Zum ersten Mal fliegt nämlich der „Masa Supporters Club“ aus Nippon ein. Fast 100 Teilnehmer haben das viertägige Programm inklusive Trainingsbesuch am Samstag und „Meet & Greet“ am Montag gebucht.

„Hoffen auf mehrere hundert japanische Besucher“

Aus diesem Grund werden darüber hinaus gegen Eltmann zahlreiche weitere japanische Gäste in der Halle erwartet. Sowohl die Organisatoren des großen alljährlichen „Main Matsuri“-Festivals als auch das Konsulat und andere haben kräftig die Trommel gerührt, um auf das besondere Ereignis hinzuweisen. Groß war das Interesse vor allem auch bei der Japanischen Internationalen Schule in Frankfurt, beziehungsweise deren Lehrern, Schülern und Eltern. „Wir hoffen, dass es am Ende vielleicht sogar einige hundert Besucher aus der japanischen Community in der Region werden, die bei der Begegnung am Sonntag zu einer außergewöhnlichen Kulisse beitragen“, erklärt der PR-Verantwortliche Jan Wüntscher aus der Geschäftsleitung der United Volleys.

Mit ein wenig Glück könnten sogar Eintracht-Idol Makoto Hasebe, den Masahiro Yanagida schon im privaten Rahmen getroffen und zu den Uniteds eingeladen hat, oder einer der anderen japanischen Spitzensportler aus der Umgebung darunter sein. Die Hausherren wollen dann auch unbedingt ihren ersten Sieg des Jahres 2020 landen, an dem sie nach einer 2:0-Führung am Mittwoch in Düren ganz knapp vorbeigeschrammt waren. Mit dem „letzten Aufgebot“ hatten die Frankfurter dort die entscheidenden beiden Sätze bestritten, nachdem nach Floris van Rekom und Luke Smith auch noch der als hochkarätiger Ersatz geholte Holländer Ewoud Gommans mit einem Magen-Darm-Virus die Segel hatte streichen müssen. Während die beiden Erstgenannten definitiv noch länger ausfallen, besteht bei Gommans immerhin Hoffnung auf einen Einsatz gegen die HEITEC Volleys.

Ein besonders gefährlicher Gegner

„Wir er sich in seinem schwer angeschlagenen Zustand in Düren bis zum bitteren Ende von Satz drei für die Mannschaft reingehängt hat, zeigt, was für einen großartigen Volleyballer und Charakter wir mit ihm dazubekommen haben“, lobt Cheftrainer Stelio DeRocco. Auch seinen übrigen Spielern bescheinigt der Coach, „unter unglaublich harten Bedingungen mit den ganzen Ausfällen bis zum Schluss gekämpft“ zu haben. Das dürfte auch gegen Eltmann vonnöten sein. Die Aufsteiger aus Franken schlagen sich derzeit mit ganz anderen Problemen herum. Ende 2020 musste ihre Spielbetriebsgesellschaft Insolvenz anmelden. Zumindest für die ersten Partien im Januar wurde ihnen von der Volleyball Bundesliga dennoch die Genehmigung erteilt, eine Entscheidung über den Verbleib in der Liga bis zum Saisonende soll in Kürze fallen.

„Das bedeutet sportlich jedoch gar nichts“, betont DeRocco: „Die Spieler werden sich in dieser Situation erst recht beweisen wollen, und der Kader ist auf jeden Fall in der Lage, mit den anderen Teams mitzuhalten.“ Trotz der prekären Lage hatte Eltmann kurz vor Weihnachten noch die Bisons aus Bühl mit 3:0 düpiert. Die United Volleys müssen also auf einen besonders gefährlichen Gegner gefasst sein, der eigentlich nichts mehr zu verlieren hat. Mit der richtigen Mischung aus fernöstlicher Gelassenheit und der gewohnten Leidenschaft auf und neben dem Spielfeld sollen die Punkte dennoch in der Fraport Arena bleiben. Tickets gibt es außer an der Hallenkasse vorab auch hier.