„MIT HERZ“ ZUM HEIMSPIEL-HATTRICK

  • United Volleys erwarten am Mittwochabend die Netzhoppers
  • Brandenburger mit Beach-Olympiateilnehmer Jonathan Erdmann
Die United Volleys wollen gegen KW ihre weiße Heim-Weste verteidigen. (Foto: Corinna Seibert)

„Immer wieder mittwochs“ – So lautet in dieser Hinrunde scheinbar das Motto der United Volleys. Der Spielplan bringt es mit sich, dass die Frankfurter auch an ihrem dritten Heimspieltag gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen-Bestensee wieder unter der Woche ans Netz müssen. Was erfahrungsgemäß nicht gerade förderlich für die Zuschauerzahlen ist, hat sich zumindest sportlich bislang keinesfalls negativ ausgewirkt. Gegen Bühl und Düren gab es in der Fraport Arena klare Siege und jeweils die volle Punktzahl. Überhaupt können die Uniteds mit dem Saisonstart zufrieden sein: Vier Mal gingen sie in den ersten fünf Begegnungen als Gewinner vom Feld, die einzige Niederlage gab es mit Verletzungspech beim 1:3 gegen den Rekordmeister VfB Friedrichshafen.

Netzhoppers mit vier Kanadiern

„Wir haben jedes Mal mit viel Herz gespielt. Ich konnte in den Augen der Spieler sehen, dass jeder einzelne, ob auf oder neben dem Court, alles für den Erfolg zu geben bereit war, und darauf kommt es an“, lobte Cheftrainer Stelio DeRocco nach der erfolgreichen Auswärts-Revanche für die Niederlagen in der zurückliegenden Hauptrunde und den Playoffs am Samstag gegen die SVG Lüneburg. Dabei stellten seine Männer erneut ihre Kämpferqualitäten und ihr gesundes Selbstbewusstsein unter Beweis. Immerhin ging es in dem hochdramatischen Match in drei von vier Sätzen in die Verlängerung. Mit den Netzhoppers Königs Wusterhausen-Bestensee kommt am Mittwoch um 19.30 Uhr nun eine Mannschaft in die Mainmetropole, die es den United Volleys in der Vergangenheit schon einige Mal schwergemacht hat oder sogar zum Stolperstein wurde.

Die Brandenburger zeigten in der laufenden Saison mehrfach das, was „The Rock“ nicht müde wird zu betonen: „Es gibt dieses Jahr keine leichten Gegner.“ Aus jeder Partie nahmen sie zumindest einen Satz mit, selbst gegen die Top-Clubs Berlin und Friedrichshafen. Gegen den VfB hatten die Netzhoppers am Samstag in Durchgang drei sogar die Chance auf mehr. Dabei fehlte noch der frisch eingetroffene chilenische Mittelblocker Simon Guerra, der gegen die Uniteds somit als große Unbekannte seine Premiere feiern dürfte. Ansonsten setzt man in Königs Wusterhausen auf Akteure aus Nordamerika. Der starke Diagonalangreifer Casey Schouten ist nur einer von vier Kanadiern im KW-Kader um Ex-Nationalspieler Dirk Westphal und Trainerfuchs Mirko Culic.

Uniteds wollen Polster ausbauen

Mit dem mehrfachen Deutschen Beachvolleyballmeister, WM-, EM- und Olympiateilnehmer Jonathan Erdmann steht im Mittelblock der Netzhoppers zudem ein echter „Promi“. Auf ihn dürfte sich vor allem United-Sandspezialist Paul Becker freuen, der am Mittwoch erneut vertretungsweise zum Mikrofon greifen wird, mit dem er als Hallensprecher der Bundesliga-Frauen des USC Münster bestens vertraut ist. Ansonsten wollen sich die Hausherren jedoch nicht von großen Namen beeindrucken lassen und mit Unterstützung ihrer Fans den nächsten Sieg feiern. Mit diesem würde der Tabellendritter sein kleines Polster auf die nachfolgenden Plätze weiter ausbauen. Schon am Samstag geht es danach auswärts in Giesen weiter, es folgen das wichtige Pokal-Viertelfinale in Düren und das SPORT1-Live-Match zuhause gegen die Alpenvolleys. Letzteres zur Abwechslung immerhin einmal an einem Donnerstag und schon um 19.10 Uhr…