LEISTUNGSSTEIGERUNG FÜR „MISSION MANNHEIM“

  • United Volleys vor bislang wichtigstem Saisonspiel
  • Am Mittwoch DVV-Pokal-Viertelfinale in Düren
Im Pokal gegen Düren wollen die Uniteds am Mittwoch zu gewohnter mentaler Stärke zurückfinden. (Foto: Corinna Seibert)

Nach zwei Niederlagen in Folge in der Volleyball Bundesliga wollen sich die United Volleys Frankfurt im DVV-Pokal-Viertelfinale rehabilitieren. Am Mittwochabend um 19 Uhr treffen sie auswärts mit den SWD Powervolleys Düren allerdings auf einen Gegner der richtig unangenehmen Sorte. „Das sind zwei Teams die nur ein Ziel haben: Die nächste Runde und den möglichen Einzug ins Pokalfinale in der Mannheimer SAP Arena“, verweist Cheftrainer Stelio DeRocco auf die gänzlich anderen Voraussetzungen als beim überraschenden 3:0-Heimsieg der Uniteds gegen Düren vor wenigen Wochen. Damals hatten die Frankfurter genau jene Qualitäten gezeigt, an denen es ihnen zuletzt eher mangelte: unbedingte Konsequenz und Kaltschnäuzigkeit in den entscheidenden Spielphasen.

Spannende Ausgangslage

Sogar einen deutlichen Rückstand in Satz zwei konnten sie dank einer Aufschlagserie des französischen Vize-Europameisters Jean-Philippe Sol in der „Crunchtime“ noch zu ihren Gunsten drehen. Genau dieses Selbstbewusstsein will Coach DeRocco seinen Männern für Mittwoch erneut einimpfen, denn: „Auch diesmal werden wieder viele Kleinigkeiten den Ausschlag geben. Wer die besser hinbekommt und diszipliniert bei seiner Linie bleibt, wird am Ende weiterkommen.“ Schließlich hatten auch die Dürener zuletzt zu kämpfen, verloren (ähnlich unerwartet wie die Uniteds) zuhause gegen Herrsching und anschließend (weniger überraschend) beim Serien-Meister Berlin Recycling Volleys. Beim Duell in der Hauptstadt schonte Trainer Stefan Falter am Samstag einige seiner Stammkräfte.

Neben dem erst gar nicht mitgereisten chilenischen Diagonalspieler Sebastian Gevert bekamen auch Zuspieler Tomas Kocian und Routinier Björn Andrae ihre Auszeiten. Dafür durften unter anderem der langjährige Rüsselsheimer Zweitligaangreifer Philipp Schumann und kurz vor Schluss auch der Ex-Mainzer Tobias Brand ran. „Düren will genauso sehr ins Halbfinale wie wir und wird vor eigenem Publikum alles geben, um zu beweisen, dass die Mannschaft eigentlich zu den Top-Teams der Liga zählt“, steht für Stelio DeRocco außer Zweifel. „Wir müssen endlich wieder unser volles Leistungspotenzial abrufen und dem schnellen Kombinationsspiel und der starken Mitte der Powervolleys unsere eigenen Stärken entgegensetzen.“ Profitieren sollten von der spannenden Ausgangslage in jedem Fall die Zuschauer in der Arena Kreis Düren. „Ich erwarte ein richtig hartes Match auf dem hohen Niveau, das wir genauso wie Düren draufhaben“, so „The Rock“.

Mannheim wäre „schönstes Weihnachtsgeschenk“

Inwieweit er auf eine Rückkehr des am Knie verletzten Außenangreifers Floris van Rekom zählen darf, bleibt vorerst ungewiss. Die Ärzte haben dem holländischen Überflieger noch Schonung verordnet, eine positive Entscheidung dürfte deshalb allenfalls kurzfristig fallen. „Wir hatten in den vergangenen Jahren so viel Pech bei der Auslosung, dass wir uns das Finale als Belohnung für die starken Leistungen in über alle Wettbewerbe hinweg eigentlich verdient hätten“, findet United Volleys-Gründer Jörg Krick. Richtig hold war das Glück seinen Frankfurtern, die sich natürlich ein Heimspiel gewünscht hätten, auch diesmal nicht. „Aber das ist eben der Modus, das macht es ja so unberechenbar und interessant. Trotzdem wäre es wohl das schönste Weihnachtsgeschenk für unsere Fans und die Rhein-Main-Region, wenn wir es als Quasi-Lokalmatadoren diesmal nach Mannheim schaffen würden“, hofft Krick.