ANSTRENGENDE ACHTELFINAL-AUFGABE

  • United Volleys treten im Pokal bei der SVG Lüneburg II an
  • Am Sonntag in Niedersachsen, Dienstag in Friedrichshafen
Im Pokalspiel gegen Lüneburg II wollen sich Tobias Krick und seine Kollegen keine Blöße geben. (Foto: Corinna Seibert)

Vor dem Spitzenspiel der United Volleys Frankfurt am Dienstagabend beim Rekordmeister und aktuellen Tabellennachbarn VfB Friedrichshafen (live auf SPORT1) wartet noch eine kniffelige Pokal-Aufgabe auf die Hessen. Im Achtelfinale geht es am Sonntagnachmittag um 16 Uhr gegen die das Drittligateam der SVG Lüneburg II. An deren erster Vertretung waren die Uniteds im Frühjahr knapp in den Playoffs um die Deutsche Meisterschaft gescheitert. Die Reserve der Niedersachsen konnte 2018 und 2019 den Titelgewinn in der Dritten Liga West feiern, verzichtete jedoch jeweils auf einen Aufstieg in die 2. Bundesliga. Ein Gegner also, der organisatorisch wie sportlich eine ordentliche Herausforderung darstellt.

Erstligaerfahrene Kontrahenten

Zumindest der Spielort ist den Gästen von früheren Erstligaauftritten her bekannt. Die enge und niedrige Gellersenhalle dürfte auch beim Match gegen Lüneburgs „Zweite“ ihrem Ruf als Hexenkessel gerecht werden. Ein Training wird dort diesmal nicht möglich sein. Am Vortag absolviert hier nämlich nicht nur die SVG I ihr eigenes Pokalspiel gegen Düren, auch der Herausforderer der Uniteds muss erst noch einmal in der Liga ran. Als Tabellenführer steht man allerdings wohl vor einer eher leichten Aufgabe und kann bereits mit einem Auge auf den Kracher gegen die Frankfurter schielen. Die bekommen es bei Lüneburg II gleich mit mehreren bundesligaerfahrenen „LüneHünen“ zu tun.

Allen voran Außenangreifer Matthias Pompe, der in diesem Jahr noch selbst im DVV-Pokalfinale in der Mannheimer SAP Arena als Mannschaftskapitän auf dem Spielfeld stand. Auch seine Kollegen René Bahlburg und Beachspezialist Stefan Köhler schlugen bereits in der 1. Liga auf. Auf Seiten der United Volleys freut sich besonders der zweite Libero Thorben Stahmer auf die Reise gen Norden. Der gebürtige Hamburger gehörte 2014 zu jenen Akteuren, die mit der SVG den Aufstieg in die Bundesliga schafften. Inzwischen verrichtet er als Polizeibeamter im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen seinen Dienst, spielte mehrere Jahre für die TG 1862 Rüsselsheim in der 2. Liga und stellt seine Qualitäten in Annahme und Abwehr nun – soweit zeitlich möglich – den Uniteds zur Verfügung.

Strapaziöses Programm

Wie unangenehm es im Pokal gegen einen vermeintlich schwächeren Kontrahenten aus den unteren Spielklassen werden kann, mussten Tobias Krick & Co. schon in den zurückliegenden beiden Spielzeiten erfahren. Gegen Karlsruhe und Moers gaben sie jeweils einen Satz ab. Genauso dürften auch die Lüneburger in jedem Ballwechsel für die Sensation fighten und es mit viel individueller Klasse im Kader den Männern von Stelio DeRocco ordentlich schwer machen. „Solche Begegnungen mit einem Team, das begeistert und ohne jeden Druck frei aufspielen kann, sind immer schwierig. Da gilt es, voll fokussiert und konzentriert zu sein“, fordert der kanadische Cheftrainer. Die heimischen Fans können die Partie auf sporttotal.tv verfolgen.

Erst danach sollten die Uniteds wieder den Blick auf die Bundesliga und das anstehende Duell am Bodensee richten. Strapaziös wird dieses auf jeden Fall, schließlich geht es nach der Rückkehr aus Lüneburg und nur wenigen Stunden Schlaf im eigenen Bett schon direkt am Montagmorgen weiter nach Friedrichshafen, wo Ex-United-Coach Michael Warm und Ex-Zuspieler Patrick Steuerwald als neues Duo an der Seitenlinie warten. Das Programm für die kommenden Tage hat es also mehr als in sich. Wenn dabei der angestrebte Viertelfinaleinzug und der eine oder andere Punkt in der Liga herausspringen, sollte das jedoch im Nachhinein wohl niemanden mehr belasten.