GEGEN DIE POWERVOLLEYS VOLL UNTER STROM

  • Mit Düren kommt eine echte Herausforderung in die Fraport Arena
  • Frankfurter erwarten ein Bundesliga-Duell auf Augenhöhe
Regisseur Matthias Valkiers (links) will die United Volleys zum dritten Sieg in Folge führen. (Foto: Corinna Seibert)

Viel besser hätte die Saison 2019/20 für die United Volleys Frankfurt nicht beginnen können: zwei Spiele, zwei Siege und sechs Punkte auf der Habenseite. In der vergangenen Woche konnten auch die Fans in der Fraport Arena gegen Bühl erstmals erleben, was die namhaften Neuzugänge um den mit herausragenden 20 Punkten zum „MVP“ gekürten Niederländer Floris van Rekom oder den gewieften „Zuspiel-Professor“ Matthias Valkiers aus Belgien alles draufhaben. An gleicher Stelle wartet nun am kommenden Mittwoch wiederum um 19.30 Uhr mit den SWD Powervolleys Düren die bislang größte Herausforderung.

„Jedes Spiel eine neue Prüfung“

Gegen das Team aus der Nordeifel verloren die Uniteds in der vergangenen Spielzeit gleich zwei Mal deutlich, holten lediglich zuhause einen Satz. Dennoch konnten sie sich im Abschlussranking vor den Schützlingen von Trainer Stefan Falter platzieren. Deren wuchtiger Chilene Sebastian Gevert gehört seit Jahren zu den dominierenden Angreifern und Aufschlägern der 1. Bundesliga, Zuspieler Tomas Kocian wurde mit sieben gesammelten Goldmedaillen sogar zum „Saison-MVP“ 2018/19 gekürt. Mit dem deutschen Nationalspieler Egor Bogachev von den Berlin Recycling Volleys und dem zuletzt noch verletzten Libero-Rückkehrer Blair Bann aus Kanada haben sich die Gäste noch einmal deutlich verstärkt.

„Düren ist eines der erfahrensten Teams. Wenn sie letztes Jahr schon gut waren, dann sind sie jetzt noch besser“, äußert United-Chefcoach Stelio DeRocco „großen Respekt für das, was dort geleistet wird.“ Die überraschende Auswärtspleite der Powervolleys in Giesen zeigt für ihn, „wie unberechenbar die Liga in diesem Jahr ist. Wirklich jedes Spiel ist eine neue Prüfung, und man darf keinen Gegner unterschätzen – Das ist großartig für den Volleyball, die Zuschauer und die Teams in Deutschland.“ Die United Volleys müssen also optimal vorbereitet in das Match am Mittwoch gehen. Während sie am Wochenende spielfrei hatten, war Düren am Sonntag noch einmal gegen die AlpenVolleys gefordert und siegte 3:1. „Wir werden uns genau anschauen, welche Schlüsse sie aus der Niederlage zuvor gezogen haben“, kündigt „The Rock“ an.

Uniteds wollen sich oben festsetzen

Neu im SWD-Kader sind mit Diagonalangreifer Philipp Schumann und Außen Tobias Brand auch zwei Spieler aus der Rhein-Main-Region, die zuvor für Rüsselsheim und Mainz in der 2. Liga ans Netz gingen und während dieser Zeit auch mehrfach im Training bei den Uniteds aushalfen. Vor vielen Freunden und ehemaligen Mitspielern im Publikum dürften sie besonders motiviert sein. Die Frankfurter Hausherren müssen also ihrerseits von Anfang an voll unter Strom stehen, wenn sie den Powervolleys diesmal den Stecker ziehen wollen. In ihren ersten beiden Erstligajahren war ihnen das gleich vier Mal in Folge gelungen. „Jetzt, da wir endlich mit dem kompletten Kader trainieren können, wachsen wir täglich besser zusammen und sind noch lange nicht am Ende unserer sportlichen Entwicklung“, erwartet Stelio DeRocco eine weitere Leistungssteigerung von seinen Männern.

Obwohl sie bislang zwei Matches weniger absolviert haben als ein Großteil der Konkurrenz, könnten sich die United Volleys mit einem Sieg vorerst oben in der Tabelle festsetzen. Dazu gilt es vor allem, in der Annahme stabil zu stehen und mit den eigenen Aufschlägen Düren so unter Druck zu setzen, dass Kocian & Co. möglichst selten ihr schnelles Kombinationsspiel aufziehen können. In der Mitte müssen „Il Krickatore“ Tobi Krick und seine Nebenleute auf die mit allen internationalen Wassern gewaschenen Ex-Nationalspieler Tim Broshog und Michael Andrei aufpassen, im Außenangriff kommt mit Björn Andrae ein vielfacher deutscher „Volleyballer des Jahres“ hinzu. Die Besucher in der Fraport Arena erwartet also ein spannendes Spiel auf Augenhöhe, wie man es sich als Volleyballfan nur wünschen kann. Tickets gibt es hier.