ELF MANN ERFOLGREICH GEGEN ELTMANN

  • United Volleys Frankfurt siegen zum Saisonstart 3:1
  • Am Mittwoch Heimpremiere gegen Bisons Bühl
Der holländische Neuzugang Floris van Rekom lieferte mit 64 Prozent Angriffs-Erfolgsquote eine überzeugende Premierenvorstellung ab.. (Foto: Manfred Neumann)

Noch einiges entfernt vom perfekten Auftritt, aber mit einem 3:1 (25:17, 18:25, 25:18, 25:21)-Sieg die angestrebten drei Punkte eingefahren: Ähnlich wie die Top-Teams Berlin, Friedrichshafen und Unterhaching mussten auch die United Volleys Frankfurt in ihrer ersten Bundesligapartie der Saison 2019/20 beim Aufsteiger HEITEC Volleys Eltmann der unzureichenden Vorbereitung Tribut zollen. Bedingt durch Nations League, Europameisterschaft und zuletzt den World Cup konnte Cheftrainer Stelio DeRocco in den zurückliegenden Monaten nie mit dem kompletten Kader trainieren. Meist fehlten gleich mehrere Neuzugänge gleichzeitig. Neuzugang Masahiro Yanagida wird sogar erst am frühen Samstagmorgen in der Mainmetropole erwartet. Dementsprechend zufrieden war DeRocco, dass seine elf einsatzbereiten Männer (Ersatz-Libero Thorben Stahmer musste beruflich bedingt passen) die ersten 106 Spielminuten unbeschadet überstanden.

Zeitweise Jetlag statt Jet-Pack

„Das war für uns ein guter Start“, fand „The Rock“. „Ein Sieg ist ein Sieg. Vor allem hat man gesehen, welche großes Potenzial unser Team besitzt. Aber das bedeutet natürlich auch, dass bei uns derzeit noch viel ‚work in progress‘ ist.“ Wenn nun endlich alle an Bord seien, „werden wir sehr schnell besser werden.“ Als positivsten Eindruck nahm der einstige Weltklasse-Spieler und frühere Coach der kanadischen und australischen Nationalmannschaft mit, „dass es heute die Erfahrung und Gelassenheit unseres neuen Kaders war, die letztendlich den Ausschlag zu unseren Gunsten gegeben hat.“ Gerade zu Beginn der Begegnung in der Bamberger brose ARENA überzeugten Kapitän Milija Mrdak & Co. zudem mit wuchtigen und stabilen Aufschlägen, die die Eltmanner Annahme um Faustball-Weltmeister Fabian Sagstetter auf der Liberoposition ein ums andere Mal in Verlegenheit brachten.

„Il Krickatore“ Tobias Krick steuerte zudem mehrere krachende Schnellangriffe bei. Ein kleines Zwischenhoch der Gastgeber konterten der niederländische Neuzugang Floris von Rekom mit einem humorlosen Hinterfeld-Hammer und Punkte-„Milijadär“ Mrdak mit einem Aufschlag-Ass. Dem ungefährdeten Satzgewinn folgte allerdings der Einbruch in Durchgang zwei. Als sich die Uniteds zu viele Eigenfehler leisteten und zugleich die HEITEC Volleys aufdrehten, zeigten sich die mangelnden Alternativen, vor allem auf der Außenposition. Trotz einer kleinen Aufholjagd zum Schluss gab es in der auf den 1:1-Satzausgleich folgenden Zehn-Minuten-Pause einiges zu besprechen. Das sollte Wirkung zeigen. Vor allem der Australier Luke „Smiddy“ Smith – nur zwei Tage nach seiner Rückkehr vom World Cup in Australien zwischenzeitlich noch mehr mit Jetlag als mit Jet-Pack unterwegs – kam nun besser ins Match.

Valkiers macht endgültig alles klar

Auch der amtierende französische Meister van Rekom fand zurück zur Form des ersten Satzes und glänzte am Ende mit einer beeindruckenden Angriffs-Erfolgsquote von 64 Prozent. Zudem harmonierte nun endlich auch der „Mainblock“ und setzte den monstermäßigen Schlusspunkt zum 25:18. Auch in Durchgang vier legten die Frankfurter schnell vor und mussten nur beim zwischenzeitlichen Ausgleich zum 13:13 noch einmal kurz zittern. Dabei hatten sie diesen Punkt gar nicht auf dem Spielfeld, sondern durch eine Rote Karte für Stelio DeRocco kassiert, der sich zuvor über eine Entscheidung des Schiedsgerichts echauffiert hatte. Kurz darauf blockte allerdings schon wieder Krick staubtrocken einen Eltmanner Schnellangriff und setzte wenig später ein Ass hinterher.

Spätestens als der belgische Nationalzuspieler Matthias Valkiers, der seine Nebenleute immer wieder effektvoll in Szene zu setzen musste, im Anschluss an eine zu lang geratene United-Annahme den Angriffsversuch der fränkischen Hausherren im Alleingang zum 24:21 zunichtemachte, war klar, dass sich das Hessen-Team nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen würde. Nun soll am kommenden Mittwoch in gleicher Manier auch die Heimpremiere in der Fraport Arena gelingen. Dort werden ab 19.30 Uhr die Volleyball Bisons Bühl zu Gast sein. „Wir durften ja schon wieder einige Male in der Arena trainieren und freuen uns, erneut vor dieser Kulisse mit so vielen schönen Erinnerungen aus der Bundesliga und der Champions League aufschlagen zu dürfen“, blickt DeRocco voraus. Tickets sind hier erhältlich.

 

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