Zum zweiten Deutschen Meistertitel geweht

  • United Volleys-Quartett siegt bei Snow-Volleyball-DM in Willingen
  • Becker/Schröder und die Wolf-Brüder trotzen stürmischen Bedingungen
Auch in neuer Besetzung konnten die United Volleys-Beacher den Sieg bei der Snow-Volleyball-DM bejubeln. (Foto: Conny Kurth)

Die alten sind auch die neuen Deutschen Meister im Snow-Volleyball: Waren Paul Becker und Jonas Schröder von den United Volleys Frankfurt bei der Premiere des Wettbewerbs im vergangenen Jahr noch zu zweit siegreich, so verteidigten sie ihren Titel am Wochenende im nordhessischen Willingen verstärkt durch das Brüder-Duo Peter und Georg Wolf. Nach den neuen Regeln des Weltverbands FIVB, der die noch junge Sportart nach der vielbeachteten Präsentation in Pyeongchang möglichst bald olympisch machen will, sind inzwischen drei Feld- sowie ein Auswechselspieler vorgesehen. Mehr zu schaffen als der geänderte Modus machte dem United-Quartett allerdings das Wetter.

Bei ordentlichen Bedingungen waren sie am Samstag noch relativ locker durch die Gruppenphase marschiert und mit zwei deutlichen 2:0-Erfolgen direkt ins Halbfinale eingezogen. Dort trafen sie am Sonntagvormittag auf das Nord-Team Hauschild/Heldt/Kröger/Wolf, das ebenfalls in zwei Sätzen bezwungen wurde. Die mussten allerdings schon verkürzt werden, da Regen und Wind der Veranstaltung arg zusetzen. Das Finale wurde dann wieder in voller Länge ausgespielt, war allerdings – ebenso wie das Endspiel der Frauen – als Reaktion auf die ausgegebene Unwetterwarnung vorgezogen worden. Bei stürmischen Bedingungen mussten die vier Uniteds gegen die Rheinland-Pfälzer Delinsky/Korbach/Krippes/Wagler den einzigen Satz des Turniers abgeben, hielten sich jedoch im entscheidenden dritten Durchgang schadlos und gewannen mit 2:1 (15:11, 9:15, 15:8).

„Wir sind sehr zufrieden mit Turnierverlauf, auch wenn es am Sonntag schon ein hartes Stück Arbeit war“, freute sich Paul Becker. „Die anderen Teams haben sich richtig stark gewehrt, aber vor allem war das Wetter wirklich brutal, das hat uns nicht unbedingt in die Karten gespielt“, so seine Bilanz. Im Finale habe man dann auch ein wenig Glück gehabt, im Tiebreak auf der besseren Windseite anfangen und sich gleich entscheidend absetzen zu können. Auf jeden Fall „haben wir im Team sehr gut harmoniert. Ich kann mir absolut vorstellen, dass es diese Vierer-Kombination noch das eine oder andere Mal geben wird“, so Becker vor der Heimfahrt mit Medaillen und Siegertrophäe im Gepäck.