IM EXPRESS-TEMPO AUF RANG FÜNF

  • Ungefährdeter 3:0-Heimerfolg gegen VC Olympia Berlin
  • Jetzt noch ein weiterer Sieg in Königs Wusterhausen nötig
Den Sprung auf Platz fünf konnten Andreas Fragkos und seine United-Kollegen dank einer souveränen Leistung feiern. (Foto: Corinna Seibert)

Die United Volleys Frankfurt haben sich am Samstagabend keine Blöße gegeben und in der Fraport Arena gegen die Stützpunkt-Talente vom VC Olympia Berlin in gerade einmal 69 Minuten den angestrebten 3:0 (25:15, 25:16, 25:15)-Sieg eingefahren. Belohnt wurde dieser mit dem Sprung auf Tabellenplatz fünf, da der direkte Konkurrent Düren zeitgleich mit 2:3 gegen die AlpenVolleys das Nachsehen hatte. Gewinnen die Uniteds am kommenden Samstag bei den Netzhoppers in Königs Wusterhausen auch das vierte Spiel in Serie, bekommen sie es im Playoff-Viertelfinale endgültig mit der einen Rang besser stehenden SVG Lüneburg zu tun und müssen am 30. März zunächst auswärts in Hamburg und dann am 3. April zuhause darum kämpfen, wie in allen drei bisherigen Erstligajahren auch diesmal den Einzug ins Halbfinale zu schaffen.

DeRocco nutzt Gelegenheit zum Wechseln

„Wir werden jetzt eine Woche lang gut und intensiv trainieren und dann am letzten Spieltag noch einmal das tun, was uns den nächsten Schritt voranbringt“, gab Cheftrainer Stelio DeRocco die Marschroute vor. Wichtig dabei aus Sicht des erfahrenen Coaches: „Wirklich alle Spieler müssen jederzeit in der Lage sein, ihre Bestform abzurufen. Wir brauchen jeden einzelnen bei einhundert Prozent, wenn ein anderer krank oder verletzt ausfällt.“ So war es am Samstag beim Amerikaner Tanner Syftestad der Fall, der sich mit Hüftproblemen herumschlug. Sein serbischer Kollege Milija Mrdak musste deshalb auf der Diagonalposition durchspielen, was ihm mit 14 Punkten den Titel des Topscorers und „Most Valuable Players“ einbrachte.

Ansonsten nutzte DeRocco jedoch fleißig die Gelegenheit zum Wechseln. Kapitän Sebastian Schwarz konnte sich den Start-Ziel-Sieg gegen die Jungs aus der Junioren-Nationalmannschaft entspannt von außen anschauen. Für ihn spielte der Grieche Andreas Fragkos. Moritz Karlitzek und Lucas van Berkel hatten nach zwei Sätzen Feierabend und konnten an Vasilis Kostopoulos und Georg Escher übergeben. Auch diese beiden fügten sich nahtlos ins Spiel ein und besserten vor allem die Blockbilanz der Hausherren noch einmal deutlich auf. Escher schaffte dabei mit drei Blocks am Ende nicht nur den Spitzenwert des Tages, sondern konnte mit dem Matchball zum 25:15 im dritten Satz zugleich den Schlusspunkt setzen. Spektakuläre Blockaktionen hatten schon im ersten Durchgang für die beruhigenden 8:4-Führung der United Volleys gesorgt.

„Nehmen jeden, den wir bekommen“

Gleich zwei Mal stellte dabei Maksim Buculjevic unter Beweis, dass sein spektakulärer Einerblock zum 2:2-Satzausgleich am vergangenen Samstag beim Sensationserfolg gegen Haching kein Zufallstreffer war. Ein weiteres Highlight lieferte der serbische Nationalspieler mit einem Zuspiel von der gegnerischen Feldseite, das sein Landsmann Mrdak blockfrei zur 16:10 verwerten konnte. Der „Maksimizer“ hatte erneut den Vorzug vor Adam Kocian bekommen. Der übernahm in der Schlussphase von Satz zwei, ohne dass dabei auch nur ein Quäntchen Qualität im souveränen Frankfurter Spiel verlorenging. „Wir haben jetzt das richtige Konkurrenzverhältnis zwischen zwei gleichwertigen Stellern. Ich weiß, dass ich mich auf jeden von beiden bedenkenlos verlassen kann“, freute sich Stelio DeRocco.

Ebenso angetan zeigte er sich davon, mit Louis Kunstmann einen der talentiertesten VCO-Akteure schon zu den Playoffs in den eigenen Reihen begrüßen zu können. „Er hat ein riesiges Potenzial“, so „The Rock“ über den 18-jährigen 2,03-Meter-Youngster aus Bad Soden, der diesmal von seinen künftigen Kollegen in der Mitte gut bewacht wurde. Dank der eigenen Express-Vorstellung konnten die Uniteds das Geschehen in den übrigen Hallen der Volleyball Bundesliga entspannt verfolgen. Zwischenzeitlich hätte es – angesichts einer Dürener 2:1-Führung in Innsbruck – sogar der „Lieblingsgegner“ Haching im Viertelfinale werden können. Aber, kündigte Stelio DeRocco an, „wir nehmen sowieso jeden, den wir bekommen, und werden unser Bestes geben, um es noch mindestens eine Runde weiter zu schaffen.“ Tickets für den „Showdown“ am 3. April sind bereits hier erhältlich.