GUTE NACHRICHTEN VOR DEM METROPOLEN-DUELL

  • United Volleys empfangen am Donnerstagabend Meister Berlin
  • Vertragsverlängerung mit DeRocco und Murckiewicz ist fix
Stelio „The Rock“ DeRocco wird auch im kommenden Jahr der „Fels“ an der Frankfurter Seitenlinie sein. (Foto: Marcel Lorenz)

Vor dem Auftakt zu ihrem Februar-Feuerwerk mit den drei Kracher-Heimspielen gegen Berlin, Kazan und Friedrichshafen in der Fraport Arena haben die United Volleys Frankfurt schon einmal ein Zeichen gesetzt und den Vertrag mit dem kanadischen Cheftrainer Stelio DeRocco und seinem polnischen Assistenten Rafal Murczkiewicz um ein Jahr verlängert. „Wir wollten damit frühzeitig Planungssicherheit schaffen und dafür sorgen, dass die gemeinsame erfolgreiche Arbeit in der Bundesliga wie in den internationalen Wettbewerben nahtlos fortgesetzt werden kann“, erklärte der Sportliche Leiter Klaus Jürgen Weber. „Jetzt müssen sich aber alle erst einmal voll und ganz darauf konzentrieren, am Donnerstag ihr Bestes zu zeigen“, blickte DeRocco bereits auf die Begegnung mit dem amtierenden Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys, die um 18.30 Uhr auch live auf SPORT1 zu sehen sein wird.

„Ganz besonderer Spannungsbogen“

Wenn im Duell „Mainhattan“ gegen die Bundeshauptstadt zum 15. Mal die beiden Metropolen-Clubs der Volleyball Bundesliga aufeinandertreffen, sind vielfältige Erinnerungen im Spiel. Sowohl positive, vor allem an den grandiosen 3:0-Auswärtssieg der United Volleys in der Hinrunde, aber auch negative, wie an den bis dato letzten Auftritt der Berliner in Frankfurt. Im April hatten die Gastgeber ohne ihren zuvor verletzten Regisseur Patrick Steuerwald das zweite Playoff-Halbfinale sang- und klanglos verloren geben müssen. Seitdem haben sich einige Vorzeichen geändert – nicht nur, weil für den nach wie vor rekonvaleszenten Steuerwald mittlerweile Adam Kocian und Maksim Buculjevic erfolgreich die Bälle verteilen. Die BR Volleys, nach dem Weiterkommen gegen die Uniteds seinerzeit zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister geworden, haben in dieser Saison keinen leichten Stand.

Vier Partien gingen bislang verloren, für das Erfolgsteam von der Spree alles andere als der Normalfall. Mit einem absolvierten Spiel und einem Punkt mehr auf dem Konto rangieren die BR Volleys dennoch in der Tabelle knapp vor den United Volleys und werden diesen Vorsprung mit aller Macht ausbauen wollen. Schließlich kann davon im Hinblick auf die Playoffs einiges abhängen. „Die Bundesliga hat in dieser Saison außergewöhnliche Qualität und viele Mannschaften auf Spitzenniveau. Das sorgt in der Rückrunde für einen ganz besonderen Spannungsbogen, wenn jedes Ergebnis von Bedeutung ist und fast alle Matches so oder so ausgehen können“, findet Stelio DeRocco und sieht die drei anstehenden Heimspiel-Highlights während der nächsten 14 Tage als „großartiges Erlebnis für die Mannschaft und die Fans.“

Olympiasieger Grankin als Top-Verstärkung

Respekt vor Berlin hat „The Rock“ nicht zuletzt aufgrund zweier grandioser Comebacks, die den Hauptstädtern in den zurückliegenden Wochen gelangen.  Gegen die direkten Konkurrenten Lüneburg und Düren wurde jeweils ein 0:2-Rückstand noch gedreht. Gehörigen Anteil hatte daran Ex-United-Spieler Moritz Reichert. Zusammen mit seinem früheren Frankfurter Kollegen Jan Zimmermann vor der Saison zu den BR Volleys gewechselt und zunächst lange verletzt, ist er auch dort mittlerweile eine feste Größe. Als neueste Verstärkung haben die Berliner gerade noch den russischen Olympiasieger Sergei Grankin verpflichtet, der als Zuspieler von Weltformat zusätzliche Qualität in den ohnehin schon durchweg hochklassig besetzten Kader bringt.

„Wir wissen aber auch, wie gut wir selbst sein können, wenn wir mit unbedingter Hingabe und Entschlossenheit spielen und uns weniger auf unseren Gegner als auf unseren eigenen Plan konzentrieren“, betont der Frankfurter Cheftrainer. Zur Vorfreude auf die Herausforderung gegen Berlin kommt für ihn die Gewissheit, weiter mit dem Club und der Mannschaft arbeiten zu können: „Die Abstimmung mit dem Management und der gesamten Organisation läuft hervorragend, ebenso wie mit den Spielern. Wir haben noch einige Ideen, wie wir in der Zukunft national und international die etablierten Teams weiter herausfordern können, auch wenn die United Volleys finanziell natürlich noch deutlich von Clubs wie Berlin oder Friedrichshafen und Lichtjahre von Kazan, Belchatow oder Perugia entfernt sind.“