ENDE EINER ERFAHRUNGSREICHEN REISE

  • United Volleys zum Champions League-Abschluss 1:3 in Belgien
  • Am Samstag folgt wichtiges Bundesliga-Auswärtsspiel in Düren
Auf zwei kämpferischen Sätzen in der Champions League wollen die United Volleys gegen Düren aufbauen. (Foto: Corinna Seibert)

Nichts Zählbares konnten die United Volleys am Mittwochabend aus ihrem letzten Auftritt der laufenden Champions League-Saison mitnehmen und beenden die Gruppenphase nach dem 1:3 (22:25, 15:25, 25:22, 15:25) im belgischen Roeselare auf dem vierten Rang. Insgesamt kann sich die Bilanz der Frankfurter in der europäischen Königsklasse dafür durchaus sehen lassen: Bei der ersten Teilnahme direkt über insgesamt sechs Qualifikationsspiele in den Kreis der 20 besten Teams eingezogen, dort noch einmal einen Sieg und vier Punkte mitgenommen, und das gegen Kontrahenten, die allesamt bereits über langjährige Erfahrung auf diesem hohen internationalen Niveau verfügen. „Heute geht eine lange und harte Reise zu Ende, die uns viele großartige Erfahrungen und Erlebnisse gebracht hat“, blickte Cheftrainer Stelio DeRocco zurück.

Schwarz mit spektakulärer Fuß-Abwehr

Zwei Sätze lang habe sein Team den Gastgebern von Knack Roeselare einen großen Kampf geliefert, und das ohne den erkrankten Topscorer Moritz Karlitzek, der auf der Außenposition schmerzlich vermisst wurde. Ohnehin nutzte DeRocco die Gelegenheit, reichlich durchzuwechseln, Kräfte zu sparen und allen seinen Männern vor dem sportlich ungleich bedeutsameren Match am Samstag in Düren Einsatzzeit zu geben. So teilten sich im Zuspiel diesmal Adam Kocian und Maksim Buculjevic die zentrale Rolle. Mit Sebastian Schwarz, Andreas Fragkos und Milija Mrdak auf den Angriffspositionen begannen die Uniteds stark, gerieten dann jedoch durch zwei Asse des Belgiers Ruben van Hintum ins Hintertreffen. Mit aufopferungsvoller Abwehrarbeit schafften sie den Ausgleich und blieben bis zum 19:19 auf Augenhöhe.

Immer wieder konnten die rund 1.800 Zuschauer dabei spektakuläre und dramatische Rallys feiern, etwa als Kapitän Schwarz per Fuß mit einem halben Fallrückzieher rettete. Sorgenkind auf Seiten der United Volleys war bis dahin allein die Annahme. Den Satz entschied schließlich eine Video-Challenge, die einen Frankfurter Angriffsball ohne Gegner-Berührung im Aus sah. Durchgang zwei begann mit zwei kurz gelegten Service-Winnern von Lucas Van Berkel. Da die Uniteds weiterhin in der Abwehr ackerten und der Knack-Block sicher stand, blieben lange Ballwechsel an der Tagesordnung. Allerdings schaffte es Knacks australischer Zuspieler Brett Walsh wie schon im Hinspiel immer wieder, seine Offensivleute optimal in Szene zu setzen, so dass es – nach einer erneuten Challenge – 0:2 hieß.

Entschlossener Escher sichert Satz drei

Auch im vierten Satz lagen die Hessen, jetzt mit Tanner Syftestad und Vasilis Kostopoulos, schon mit 7:13 zurück. Gleich mehrere „Monsterblocks“ brachten aber den 16:16-Ausgleich. Zudem punktete nun vor allem US-Boy Syftestad, und als es zum Ende hin noch einmal eng zu werden drohte, setzte die „Berliner Mauer“ Georg Escher einen entschlossenen Schlusspunkt. Die Frankfurter Hoffnung, wie im ersten Aufeinandertreffen in der Fraport Arena nach einem 0:2 noch den Tiebreak zu erreichen, machten die Hausherren dann jedoch schnell zunichte. Mehrere unglückliche United-Aktionen bescherte ihnen schnell einen Vorsprung, immer häufiger waren Angriffe aus ungünstiger Position eine leichte Beute für den belgischen Block. Zudem nutzte Roeselare fleißig die Gelegenheit, das eigene Ass-Konto aufzustocken.

„Ab jetzt gilt unsere Konzentration endgültig nur noch der Bundesliga, und wir haben 72 Stunden, um die positiven Momente aus diesem Match für Samstag mitzunehmen“, betonte Stelio DeRocco. Vor allem müsse seine Mannschaft „in einigen Bereichen noch beständiger und effizienter werden. Aber so oder so fahren wir mit voller Energie nach Düren und werden alles gegeben, um gegen den direkten Tabellennachbarn zu gewinnen.“ Zwischendurch werden die United Volleys noch einen Trainingstag in Aachen, in der Halle des Frauen-Erstligisten „Ladies in Black“, einlegen. Die Partie gegen die SWD Powervolleys wird am Samstagabend wie gewohnt live auf sporttotal.tv zu sehen sein.