DAS „GROSSARTIGE ERLEBNIS“ NOCH EINMAL AUSKOSTEN

  • United Volleys reisen zum letzten Champions League-Gruppenspiel
  • Gegen Knack Roeselare geht es maximal noch um Platz drei
Noch einmal ohne besonderen Druck angreifen wollen die United Volleys bei ihrem letzten Auftritt in der laufenden Champions League-Runde. (Foto: Corinna Seibert)

Noch ein letztes Mal in dieser Saison gehen die United Volleys an diesem Mittwoch in der europäischen Königsklasse an den Start. Im belgischen Roeselare würden sie ihrer bisherigen Bilanz mit vier Punkten in der Gruppenphase gern noch etwas Zählbares hinzufügen. „So oder so war dieser Wettbewerb ein großartiges Erlebnis“, findet Cheftrainer Stelio DeRocco, „für die Mannschaft, für den Club und vor allem für die Frankfurter Volleyballfans, die zuletzt gegen die Weltstars von Zenit Kazan noch einmal ein absolutes Highlight erleben konnten.“ Zum allerersten Mal hatte sich sein Team in diesem Jahr als Dritter der Deutschen Meisterschaft für die Champions League qualifiziert, überraschend souverän alle drei Vorrunden gemeistert und es auf Anhieb in den elitären Kreis der 20 Top-Clubs Europas geschafft.

„Konzentrieren uns auf die Bundesliga“

Aktuell belegen die Uniteds noch Rang drei in ihrer Gruppe, brauchen sich mit ihrer bisherigen Ausbeute auch im Vergleich mit den anderen beiden deutschen Teilnehmern aus Berlin und Friedrichshafen nicht zu verstecken. Der Einzug ins Viertelfinale, der nach dem Sensationssieg gegen die international erfahrenen Vertreter aus Ankara im Dezember noch möglich schien, ist allerdings längst nicht mehr zu schaffen. Der sportlich bedeutungslosen Abschlussplatzierung in der Gruppe können DeRocco und seine Männer nicht nur deshalb keine allzu hohe Priorität einräumen: „Die Bundesliga ist das, worauf wir uns jetzt konzentrieren und wo wir noch möglichst viel erreichen wollen. Die vielen Spiele der vergangenen Monate haben einiges an Kraft und auch Punkten gekostet. Umso mehr müssen wir jetzt und in den Playoffs voll da sein.“

Mit Blick auf die wichtigere Begegnung mit dem direkten Rivalen SWD Powervolleys Düren am Samstag dürften in Roeselare deshalb auch wieder Kräfte aus der zweiten Reihe die Chance bekommen, sich zu präsentieren. Wie man eine solche nutzt, stellte zuletzt US-Boy Tanner Syftestad mit seinem starken Auftritt gegen Kazan unter Beweis. Einer wird den United Volleys in Westflandern auf jeden Fall fehlen: Topscorer Moritz Karlitzek kann die Reise aufgrund einer Erkrankung nicht mitmachen. Für sein Mannschaftskollegen geht es nach dem Roeselare-Match übrigens direkt weiter nach Düren, mit Zwischenstopp in Aachen, wo dankenswerterweise die Halle des Frauen-Bundesligisten „Ladies in Black“ zum Training genutzt werden kann. In Frankfurt wird das Team somit erst in der Nacht zum Sonntag wieder eintreffen.

Fast 40 Fans kommen mit

Nicht ganz solange werden die Fans der Hessen unterwegs sein. Knapp 40 von ihnen haben sich für die Auswärtsfahrt zur letzten Begegnung der Champions League-Saison angemeldet. „2017 haben wir das beim CEV Cup-Viertelfinale in Aalst in ähnlicher Form angeboten. Das war ein wirklich unvergessliches Erlebnis, das wir unseren Anhänger auch diesmal zumindest bei einer Partie ermöglichen wollten“, berichtet Aljoscha Grabowski, Ticketing-Verantwortlicher der Uniteds. Auf ein unterhaltsames Spiel können sich die Schlachtenbummler in jedem Fall freuen. Schon beim ersten Aufeinandertreffen in Frankfurt stellten die Belgier unter ihrem überragenden Kapitän Hendrik Tuerlinckx ihre außerordentliche Qualität unter Beweis.

Vor den Playoffs haben sie sich inzwischen Platz zwei in der „EuroMillions Volley League“ gesichert, nur knapp hinter dem anderen Königsklassen-Vertreter aus Maaseik. Zudem nehmen sie ein ganz besonderes Erfolgserlebnis mit in die Begegnung mit den United Volleys: Zum insgesamt 13. Mal sicherten sich Roeselare vor zwei Wochen im Duell mit Lindemans Aalst den belgischen Pokal. Auf einen solchen Titel warten ihre Gäste vom Main nach wie vor, wollen von den Vergleichen mit den internationalen Top-Teams aber zumindest langfristig profitieren. In der Bundesliga-Hauptrunde geht es nach Düren in den kommenden Wochen noch nach Unterhaching, Bühl und Königs Wusterhausen. Das einzige verbleibende Heimspiel steigt am 16. März gegen den VCO Berlin, danach geht es ab Anfang April in den Playoffs weiter.