„MAKSIMALE“ AUSBEUTE GEGEN DIE NETZHOPPERS

  • United Volleys siegen 3:0 gegen Königs Wusterhausen
  • Mit Erfolgserlebnis ins Champions League-Heimspiel am Dienstag
Für den serbischen Nationalzuspieler Maksim Buculjevic war es in Frankfurt das erste Spiel von Beginn an. (Foto: Corinna Seibert)

Maksim Buculjevic konnte voll und ganz mit sich zufrieden sein: Zum ersten Mal von Beginn an und fast die kompletten drei Sätze auf dem Feld gestanden, ein Ass und einen Blockpunkt erzielt und am Ende auch noch die goldene „MVP“-Medaille für den besten Spieler abgeräumt – Beim 3:0 (25:19, 25:17, 25:22)-Heimsieg gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen war der serbische Zuspieler der absolute Matchwinner. Dabei war er erst im Dezember an den Main gewechselt, als Ersatz für den langzeit-verletzten Leistungsträger Patrick Steuerwald. Bislang hatte er eher Kurzeinsätze auf dem Court absolviert. „Wie ein Quarterback im American Football“, so sein Cheftrainer Stelio DeRocco, benötige auch der Spielgestalter im Volleyball eben einige Zeit, um sich mit den Teamkollegen richtig abzustimmen.

Auch Syftestad gibt Starting 6-Debüt

„Natürlich will man als Sportler immer aktiv seinen Teil zum Erfolg beitragen. Da war es in den zurückliegenden Wochen nicht einfach, meistens nur von draußen zuzuschauen“, räumte der 27-jährige selbst ein. „Aber ich glaube, ich habe gezeigt, dass es immer besser bei mir läuft, je mehr ich mit der Mannschaft arbeiten kann. Ich hoffe, dass ich den United Volleys auch in den kommenden großen Spielen noch richtig helfen kann.“ Zunächst einmal war aber auch er erleichtert, nach der Auftaktniederlage gegen Düren die ersten Punkte des Jahres 2019 eingefahren zu haben. Zumindest phasenweise konnte der EM-Bronzemedaillengewinner dabei seine herausragenden Qualitäten unter Beweis stellen. Etwa wenn er mit schnellen Bällen die Mittelblocker Lucas Van Berkel und Georg Escher bediente, letzterer mit vier Blocks und insgesamt elf Punkten erneut einer der herausragenden Akteure.

Neben Buculjevic bekam mit dem Kalifornier Tanner Syftestad ein weiterer United-Neuzugang, der zuvor nur als Auswechselspieler eingesetzt worden war, die Chance in der Startformation. Auch der 23-jährige aus Sacramento, bis dato nur mit Erfahrung in der heimischen College-Liga, konnte aufzeigen, welches Potenzial noch in ihm schlummert. Spektakuläre Angriffsaktionen und der omnipräsente „Mainblock“ sorgten dafür, dass die Sätze eins und zwei relativ frühzeitig entschieden waren. Nur im dritten Durchgang war Coach DeRocco vorübergehend nicht ganz zufrieden mit der Konsequenz seiner Männer, die den Gästen bis kurz vor Schluss eine Zwei-Punkte-Führung erlaubten. „Da haben wir unnötig den Fuß vom Gas genommen und dadurch den Gegner ins Spiel kommen lassen. So etwas kann schnell bestraft werden.“

„Glaube an sich selbst“ führt zum Sieg

Aber: „Aber am Ende hatten wir dann wieder ein paar wirklich starke Szenen, und darum geht es eben – gerade dann, wenn der Druck größer ist, den unbedingten Willen zu haben und die entscheidenden Punkte zu machen.“ Dementsprechend sieht der frühere kanadische und australische Nationaltrainer auch dem Champions League-Topspiel am kommenden Dienstag (20 Uhr) in der Fraport Arena optimistisch entgegen: „Die größte Stärke meiner Mannschaft ist der Glaube an sich selbst. Deshalb erwarte ich auch gegen Roeselare wieder ein großes Spiel, auch wenn die Belgier als erfahrenes Team in der Königsklasse schon ein anderes Kaliber sind als die Netzhoppers.“ Die Begegnung wird live auf Eurosport übertragen. Tickets gibt es hier.