LIVE IM TV, HEISS IN DER HALLE

  • United Volleys empfangen am Dienstag Knack Roeselare aus Belgien
  • Erste Free-TV-Übertragung bei Eurosport ab 19.50 Uhr
Die United Volleys wollen am Dienstag eine weitere Galavorstellung in der Champions League abliefern. (Foto: Corinna Seibert)

Es ist erst das zweite Heimspiel in der Fraport Arena, welches die United Volleys Frankfurt am Dienstagabend gegen Knack Roeselare aus Belgien in der Champions League-Gruppenphase bestreiten. Aber die Erwartungen sind – zumindest bei vielen Außenstehenden – schon jetzt spürbar gestiegen. Immerhin besteht für die Hessen nach dem Sensationssieg gegen Halkbank Ankara Mitte Dezember sogar eine Chance, als einer der besten Gruppenzweiten ins Viertelfinale einzuziehen. Gleich in der Premierensaison in der Königsklasse würde das die bisherigen Erfolge in der noch jungen United-Geschichte am Main noch einmal toppen.

Gegner mit elf Meistertiteln und über 100 CL-Spielen

„Wir müssen uns aber bewusst sein, dass es hier wirklich jedes Mal gegen absolute Spitzenmannschaften geht“, warnt Cheftrainer Stelio DeRocco vor der Begegnungen mit Roeselare. Die Männer aus Westflanden sind im diesjährigen Champions League-Wettbewerb noch sieglos, mussten sich Ankara auswärts knapp mit 2:3 und Zenit Kazan zuhause mit 1:3 geschlagen geben. Das sind allerdings auch die einzigen beiden internationalen Matches, die Knack bisher absolviert hat. Anders als die Uniteds, die schon die ersten drei Runden überstehen mussten, sind sie erst in der Gruppenphase eingestiegen. Allein daran wird deutlich, wie stark der Club und die belgische Liga insgesamt einzuschätzen sind.

Die EuroMillions Volley League hat, genau wie die deutsche Bundesliga, zwei feste Startplätze für die Top 20 und einen weiteren für Runde 1. Roeselare – 1964 als Studentenmannschaft „The Jets“ gegründet – rangiert mit seiner sportlichen Bilanz dabei sogar noch vor dem nationalen Dauerrivalen Maaseik. In der europäischen Eliteklasse ist das Team aus Westflandern schon seit zwei Jahrzehnten gewissermaßen Stammgast. Der elfmalige belgische Meister und Pokalsieger bringt es inzwischen auf rund 15 Teilnahmen und mehr als 100 Spiele, hinzu kommen die Meriten aus anderen CEV-Wettbewerben, allen voran der Gewinn des Top Teams Cup 2002.

Weitere Live-Übertragung bei Eurosport in Aussicht

Mit Angreifer Matthijs Verhanneman hat Roeselare einen Spieler im Kader, der in der Statistik der bisherigen Champions League-Hauptrunde sowohl bei den Topscorern als auch bei den Blockern im Vorderfeld rangiert. Aufhorchen dürften Volleyball-Kenner zudem beim Namen von Annahme/Außen Samuel Holt. Der Amerikaner ist der jüngere Bruder von Weltmeister und Olympia-Bronzegewinner Max Holt, der zurzeit im italienischen Modena unter Vertrag ist. Nimmt man allerdings alle Runden der laufenden CL-Saison zusammen, dann stehen in der Liste der punktbesten Akteure zwei United Volleys-Namen auf den ersten beiden Plätzen: Moritz Karlitzek (113 Punkte, 9 Spiele) und Milija Mrdak (107, 9).

Und schließlich hat man Frankfurt gerade erst begonnen, ein eigenes Kapitel zur internationalen Volleyballhistorie beizusteuern, das hoffentlich noch lange fortgeschrieben wird. Schon jetzt werden die Auftritte der Uniteds weit über die deutschen Grenzen hinaus aufmerksam verfolgt. Einen Meilenstein ist dabei am Dienstag die erste Live-Übertragung bei Eurosport, dem neuen Medienpartner der CEV Champions League. Auch die Heimpartie gegen die „Außerirdischen“ von Zenit Kazan am 14. Februar wird voraussichtlich dort laufen. Entsprechend heiß sind Kapitän Sebastian Schwarz, einziger Königsklassen-Gewinner im United-Team, und seine Kollegen auf eine erneute Galavorstellung, zumal als nächste Herausforderung in der Königsklasse Ende des Monats das schwere Rematch in Ankara wartet.