HEIMSPIEL-TROMMELFEUER IM JANUAR

  • United Volleys starten am Sonntag gegen Düren ins neue Jahr
  • Insgesamt fünf Frankfurter Heimspiele im ersten Monat 2019
Adam Kocian ist bereit für das Duell gegen Düren und seinen Bruder Tomas. (Foto: Corinna Seibert)

Das neue Jahr 2019 beginnt für die United Volleys Frankfurt nicht mit einem Paukenschlag, sondern gleich mit einem ganzen Trommelfeuer an Heimspielen in der Fraport Arena. Ganze fünf Mal – inklusive der Champions League-Partie am 15.1. gegen Knack Roeselare aus Belgien – dürfen die Erstligavolleyballer im Januar vor eigenem Publikum ran. Um das hinzubekommen, müssen sie einen echten Frühstart hinlegen. Während es für die Konkurrenz erst am 11. Januar losgeht, stehen die Männer von Stelio DeRocco bereits vier Tage nach Neujahr wieder auf dem Feld. Am Sonntag um 16 Uhr sind die SWD Powervolleys aus Düren zu Gast. „Trotzdem hatten wir immerhin zwei Wochen kein Spiel und konnten etwas ausruhen und den Kopf freibekommen für die nächsten Aufgaben“, so der Chefcoach.

Chance auf großen Sprung nach vorn

Er selbst zieht nach dem Jahreswechsel ein erstes kleines Hinrunden-Fazit, welches überaus positiv ausfällt: „Wir sind nur in einem Bundesligaspiel ohne Punkte geblieben, und das gleich zu Beginn. Das zeigt, wie beständig die Mannschaft in relativ kurzer Zeit geworden ist.“ Nun besteht zudem die Chance, auch in der Tabelle einiges an Boden gutzumachen. Der aktuelle Rang fünf spiegelt schließlich nur ein verzerrtes Bild wieder. Alle besser platzierten Teams haben schon zwei Partien mehr absolviert als die Uniteds. Gerade einmal acht Sätze haben die Frankfurter bislang in ebenso vielen Matches abgegeben, weniger als jedes andere Team der Liga. Theoretisch könnten sie sogar auf die zweite Position vorrücken, mit nur einem Punkt Abstand zu den AlpenVolleys, denen man einen Tag vor Heiligabend die erste Saisonniederlage beibrachte.

Dazu müsste jedoch ein perfekter Jahresauftakt gegen Düren und drei Tage später gegen Königs Wusterhausen gelingen. Und gerade mit den Powervolleys aus der Nordeifel wartet dabei ein echter Prüfstein. Immerhin konnten die, genau wie die Uniteds, schon auswärts bei Meister Berlin gewinnen. Auch gegen Spitzenreiter Unterhaching verkauften sie sich kurz vor Silvester gut und sind damit vor allem noch optimal im Rhythmus. „Wie immer gehört Düren zu den härtesten Konkurrenten um die vorderen Plätze. Sie haben gezeigt, dass sie für jeden Gegner gefährlich sind“, betont Stelio de Rocco. Stärkste Waffe des etablierten Erstliga-Clubs war dabei in dieser Spielzeit Außenangreifer Sebastian Gevert aus Chile. Mit bislang 177 Punkten führt er die Topscorerliste der Volleyball Bundesliga an.

Mit Rückenwind aus dem Advent

Dazu haben sich die Dürener gerade noch einmal zusätzliche prominente Verstärkung gesichert. Als Ersatz für den längerfristig ausgefallenen Kanadier Lucas Coleman wurde der 280-fache deutsche Nationalspieler Björn Andrae nachverpflichtet. Stark ist zudem die Dürener Mitte mit den ebenfalls international erfahrenen Michael Andrei und Tim Broshog. Zu einem spannenden Familienduell kommt es derweil im Zuspiel. United-Senkrechtstarter Adam Kocian trifft hier auf seinen sieben Jahre älteren Bruder Tomas, der im Sommer aus Friedrichshafen nach NRW wechselte. Die Gastgeber sollten also möglichst viel Rückenwind aus ihrem „Goldenen Advent“ mitnehmen, um ihre weiße Heimweste in der laufenden Bundesligasaison zu behalten.

In der Fraport Arena wurden schließlich alle drei Spiele in der Vorweihnachtszeit glatt mit 3:0 gewonnen, darunter der Sensationserfolg in der Champions League gegen Halkbank Ankara. „Unser Ziel ist natürlich, daran im neuen Jahr anzuknüpfen“, hofft der einstige Weltklasse-Spieler DeRocco und verweist noch auf einen anderen wichtigen Faktor: „Der Zuschauerzuspruch war zuletzt phänomenal. Ich würde mich freuen, wenn uns die Fans weiter so zahlreich unterstützen und damit zu noch mehr Siegen beitragen. Für die Mannschaft bedeutet das einen enormen Schub.“ Egal ob mit oder ohne Satzverlust: Wenn die United Volleys 2019 genauso beginnen wie sie 2018 abgeschlossen haben, dann würde das für die kommenden Monate mit der entscheidenden Phase in Bundesliga und Champions League einiges verheißen.