AUF DER SUCHE NACH DEM DEZEMBER-RHYTHMUS

  • United Volleys Frankfurt unterliegen Düren zuhause 1:3
  • Schon am Mittwoch Chance zur Wiedergutmachung gegen KW
Auch als Topscorer konnte Kapitän „Bassi“ Schwarz die Heimniederlage seiner United Volleys nicht verhindern. (Foto: Corinna Seibert)

Keine Fortsetzung der grandiosen Erfolgsserie aus dem Advent: Die United Volleys Frankfurt sind mit einer Niederlage ins neue Jahr gestartet. In der heimischen Fraport Arena unterlagen sie den SWD powervolleys aus Düren mit 1:3 (20:25, 19:25, 25:21, 17:25). Für die Gäste aus der Nordeifel war es zugleich der erste Erfolg überhaupt an dieser Stelle. „Wir sind heute einfach nicht in unseren Rhythmus gekommen“, bedauerte Cheftrainer Stelio DeRocco. In der Tat zeigten sich die Uniteds in vielen Elementen deutlich weniger konstant als gewohnt, konnten beispielsweise mit dem Aufschlag nicht den gewohnten Druck aufbauen. „Aber Düren hat das auch fantastisch gemacht und war der harte Gegner, den wir erwartet haben“, konstatierte „The Rock“.

Mittelblocker und Zenger halten dagegen

Die Powervolleys waren – anders als die Hessen, die zwei Wochen spielfrei hatten – auch zwischen den Jahren im Spielbetrieb und präsentierten sich dementsprechend voll im Saft. Allein der chilenische Diagonalangreifer Sebastian Gevert, Topscorer der Volleyball Bundesliga, steuerte 23 Punkte bei. Dazu bot Düren von Beginn an den 280-fachen deutschen Nationalspieler Björn Andrae auf, der das Team erst vor wenigen Wochen verstärkt hatte und mit seiner Erfahrung und Übersicht immer wieder zum entscheidenden Faktor wurde. Ganz im Gegensatz dazu ließen die United-Offensivkräfte diesmal die gewohnte Durchschlagskraft vermissen – speziell Moritz Karlitzek konnte sich gegen den starken Dürener Block nicht wie gewohnt durchsetzen. Kapitän Sebastian Schwarz, mit 14 Zählern erfolgreichster Frankfurter, vermochte das allein nicht ausgleichen.

Dabei verlief der Start in die ersten beiden Sätze durchaus ordentlich. Allen voran die Mittelblocker Georg Escher und Lucas Van Berkel stemmten sich der Angriffswucht der Powervolleys entgegen, in der Abwehr nutzte Nationallibero Julian Zenger, später Silber-MVP, die komplette Hallenhöhe. Lange konnten sie ausgleichen, was die druckvollen Aufschläge von Gevert, Sauss, (Tomas) Kocian & Co. anrichteten. Erst in den Schlussphasen summierten sich die unglücklichen Aktionen, während Düren gerade in Durchgang zwei fast fehlerlos agierte. Einziger Lichtblick aus Sicht der Hausherren war Satz drei. Die Uniteds demonstrierten, dass sie sich keinesfalls in ihr Schicksal ergeben wollten. Im Zuspiel hatte Maksim Buculjevic Adam Kocian ersetzt, der im Duell mit seinem Bruder Tomas noch einer der besseren Frankfurter war. Mit zwei Blocks konnte der Serbe wesentlich zum 1:2 beitragen. „Er muss aber noch weiter mit der Mannschaft arbeiten. Einen Zuspieler integriert man genauso schwer wie einen Quarterback im Football“, erklärte Stelio DeRocco.

Mit einem Sieg wieder auf Rang vier

Zu Beginn von Satz vier waren dann aber leider die Unsicherheiten aus der ersten Hälfte des Matches zurück. „Düren ist auch in diesem Jahr wieder absolutes Top-Team mit vielen erfahrenen Spielern. Wenn man da nicht die volle Leistung bringt, verliert man“, bedauerte „Bassi“ Schwarz, blickte jedoch schon nach vorn: „Am Mittwochabend gegen die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen wollen wir es mit neuem Elan besser machen.“ Mit einem Sieg gegen die Brandenburger könnten die Uniteds in der Tabelle wieder an Düren vorbeiziehen und auf Platz vier Tuchfühlung zur Spitzengruppe aufnehmen. „Wir müssen das jetzt einfach abhaken und unsere Schlüsse daraus ziehen. Gewinnen ist immer einfach. Die Kunst ist, aus Niederlagen das Richtige zu machen“, unterstrich auch der Cheftrainer. Tickets für die nächsten Partien – drei weitere Heimspiele im Januar folgen – gibt es hier.