„WEIHNACHTS-HESSEN“ SERVIEREN DRITTEN SIEG IN SERIE

  • United Volleys Frankfurt bezwingen den Tabellenführer 3:0
  • Siegesserie der Hypo Tirol AlpenVolleys endet in Frankfurt
Mit dem 3:0 gegen Tabellenführer Haching krönten die United Volleys ihren „Adventspurt“. (Foto: Gregor Biskup)

Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen. Und so gab Chefcoach Stelio DeRocco nach dem überraschend deutlichen 3:0 (30:28, 25:19, 25:22)-Erfolg seiner United Volleys gegen die Hypo Tirol AlpenVolleys Haching zur Begeisterung der gut 2.700 Zuschauer in der Fraport Arena einige Zeilen seines Lieblings-Weihnachtslieds „White Christmas“ zum Besten. Die Freude des als Spieler wie als Trainer gleichermaßen erfolgsverwöhnten Kanadiers war allzu verständlich. Immerhin hatten seine Frankfurter Jungs soeben dem bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer, der zuhause sowohl gegen Rekordmeister VfB Friedrichshafen als auch gegen den amtierenden Titelträger Berlin triumphiert hatte, seine erste Niederlage der Saison beigebracht.

DeRocco freut sich über Saison-Rekordkulisse

Die AlpenVolleys verbleiben damit zwar vorerst weiter auf der Spitzenposition, das „Team der Stunde“ in der Volleyball Bundesliga sind aktuell jedoch die Uniteds, die nach ihrem Champions League-Sensation gegen Halkbank Ankara den nächsten Favoriten stürzten und zusammen mit dem Heimsieg gegen Herrsching eine perfekte Vorweihnachtswoche hinlegten. „Die Beharrlichkeit und der Siegeswille, die meine Spieler auch heute wieder gezeigt haben, waren für mich absolut überwältigend. Mit dieser Einstellung hat es jeder Gegner schwer gegen uns“, zeigte sich „The Rock“ rundum zufrieden und sparte in Festtagsstimmung auch nicht mit Lob für die Fans: „Dass wir eine solche Partie mit diesem Ergebnis vor einer neuen Saison-Rekordkulisse zeigen durften, ist für mich das schönste Geschenk. Ich hoffe, alle kommen im neuen Jahr direkt wieder.“

Speziell der erste Satz gegen Haching sollte dafür gesorgt haben, dass sich viele Zuschauer die nächsten Termine sofort notiert haben dürften. Lange marschierten beide Mannschaften gleich auf, Beleg der starken Verfassung, in welcher sicher die Gastgeber aus Hessen ebenso wie ihre bayerisch- österreichischen Kontrahenten in den zurückliegenden Wochen präsentiert hatten. Moritz Karlitzek mit einem Hinterfeld-Kracher und die neue United-Aufschlagwaffe Georg Escher mit einem Ass setzten erste Ausrufezeichen. Meist waren es die Hausherren, die knapp führten, kurz vor Schluss setzte sich jedoch der Liga-Primus auf 21:23 ab. Ein geschickt durch den Block gemogelter Ball von Kapitän Sebastian Schwarz sicherte den Ausgleich, einen Satzball der Tiroler wehrte Karlitzek unwiderstehlich ab.

Kurze Auszeit, volles Programm im Januar

Nach hartem Kampf war es schließlich der „Mainblock“, der im fünften Anlauf das 1:0 besorgte und damit wohl den „Knackpunkt“ des gesamten Matches erzielte. In den Durchgängen zwei und drei konnten sich die United Volleys gegen sichtlich beeindruckte AlpenVolleys nun jeweils frühzeitig absetzen. Nach Lucas Van Berkels Monster-Einerblock zum 14:10 in Satz drei wurde es gegen Ende zwar noch einmal richtig eng. Doch ein Strahl des serbischen Topscorers Milija Mrdak, von Zuspieler Adam Kocian ein ums andere Mal effektvoll in Szene gesetzt, schlug präzise ganz hinten im Eck ein und ein anschließender Hachinger Übertritt besiegelte das umjubelte United-„Weihnachtswunder“. Die „MVP“-Auszeichnung holte sich Kapitän Schwarz, der mit seinen Flugeinlagen aus dem Hinterfeld diesmal sogar Moritz „Air“ Karlitzek übertrumpfte.

Trainer DeRocco und seine siegreichen „Weihnachts-Hessen“ dürfen sich nun über die Feiertage tatsächlich eine kleine Auszeit können. Zwischen den Jahren steht diesmal kein Pflichtspiel an. Trainiert wird freilich dennoch schon vor Silvester wieder, denn der Januar hat es für die Frankfurter wirklich in sich. Schon am 6.1. kommt mit den Powervolleys Düren der nächste starke Gegner in die Mainmetropole, nur drei Tage später reisen die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen an. Und dann gilt es, am 15.1. gegen die erfahrenen Belgier von Knack Roeselare Tabellenplatz zwei in Pool A der Champions League zu verteidigen (Spielbeginn wegen der Live-Übertragung bei Eurosport um 20 Uhr). Tickets für alle Partien sowie die Rückrunden-„Dauerkarte reloaded“ inklusive aller Playoff- und Königsklassen-Matches gibt es hier.