GROSSE ZIELE AUCH IM POKAL

  • Frankfurter bekommen es mit zweifachem Pokalsieger Moers zu tun
  • Beim Zweitligisten darf am Sonntag kein Ausrutscher passieren
Gegen Moers wollen nicht nur die „jungen Wilden“ der Uniteds (Tanner Syftestad, Lorenz Karlitzek) nichts anbrennen lassen. (Foto: Gregor Biskup)

Von einem Pokalwettbewerb zum nächsten: Nach dem erfolgreichen Einzug in die dritte Runde der CEV Champions League geht es für die United Volleys Frankfurt am Wochenende im DVV-Pokal-Achtelfinale weiter. Nur ein kurzer Trainingsstopp wird nach der Rückkehr in der Heimat eingelegt, dann starten die Hessen bereits in Richtung Niederrhein, wo am Sonntagnachmittag mit dem Zweitligisten Moerser SC ein bekannter Name des deutschen Volleyballs wartet. Einen dürften in jedem Fall positive Erinnerungen dorthin begleiten: United-Cheftrainer Stelio DeRocco konnte 1992 im Moerser Sportzentrum Rheinkamp mit seinem italienischen Club Montechiari den Sieg im Europapokal der Pokalsieger feiern. Die Gastgeber belegten bei dem damaligen Vierer-Turnier den dritten Rang.

Vergangene Erfolge und bekannte Namen

Ihre größten Erfolge feierten die „Adler“ schon wenige Jahre nach der Vereinsgründung 1987. Zwei Mal holten sie zu Beginn der 90er Jahre den DVV-Pokal, je einmal den Supercup, den CEV Cup und die Deutsche Meisterschaft. „Das hat man auch nicht unbedingt alle Tage, dass man schon im Achtelfinale auf einen mehrfachen Pokalsieger trifft“, stellt United Volleys-Kapitän Sebastian Schwarz fest. Der Routinier ist einer von mehreren Spielern im Frankfurter Kader, die den Sportclub bis 2014 noch als Gegner in der 1. Volleyball Bundesliga erlebt haben. Aus finanziellen Gründen musste sich Moers danach in die Regionalliga zurückziehen. Nach zwei Aufstiegen ist man mittlerweile wieder in der 2. Bundesliga Nord angekommen.

Dort ist die Mannschaft durchaus zu den Aspiranten auf den Meistertitel zu zählen. Immerhin stehen gleich mehrere Spieler mit Erstligaerfahrung – darunter einige frühere Frankfurter Volleyball-Internatler – sowie bekannte Namen der Beachvolleyballszene im Team von Trainer Martin Schattenberg. Mit zwei Siegen aus fünf Spielen lief es bislang eher durchwachsen, dafür umso besser im Pokal, wo man sich mit einem 3:0 gegen Ligakonkurrent Lindow-Gransee für das Achtelfinale gegen die Uniteds qualifizierte. Die wollen sich im neu erbauten ENNI Sportpark ihrerseits keinen Ausrutscher leisten und sollten durch das enge 3:1 vor einem Jahr in Karlsruhe noch gewarnt sein. Nach zwei Halbfinal-Teilnahmen 2015 und 2017 gehört das Pokalfinale vor über 10.000 Zuschauern in der Mannheimer SAP Arena immer noch zu den ganz großen Zielen der United Volleys.

Weiter volles Programm in Bundesliga und Champions League

Sebastian Schwarz wird seine Kollegen vermutlich noch nicht aktiv auf dem Feld unterstützen können. Seine Entzündung in der Schultermuskulatur braucht noch ein paar Tage Ruhe. Somit könnten wieder die „jungen Wilden“ der Uniteds die Chance bekommen, Praxiserfahrung zu sammeln. Spieler wie Nachwuchshoffnung Lorenz Karlitzek, der Amerikaner Tanner Syftestad oder Vasilis Kostopoulos aus Griechenland, die zuletzt schon in der Champions League hereinkamen. „Das sind großartige Jungs, die riesiges Potenzial haben und genau solche Gelegenheiten benötigen, um sich zu beweisen und an das hohe Niveau in der Bundesliga und international heranzuarbeiten“, erklärt Coach DeRocco.

Allerdings will der Kanadier „noch mehr sehen, wie sie wirklich bei jedem Ballwechsel darauf brennen, sich für weitere Einsätze zu empfehlen“. Schließlich braucht er alle seine Männer in Bestform für die nächsten Herausforderungen. Schon am Mittwoch geht es in der Königsklasse bei PAOK Thessaloniki weiter. Das alles entscheidende Spiel gegen die top-besetzten Griechen um den Einzug in die begehrte Gruppenphase findet am 13. November um 19 Uhr in der Frankfurter Fraport Arena statt. Tickets gibt es hier.