KOCIAN & CO. WOLLEN SIEGREICH BLEIBEN

  • United Volleys starten am Samstag in die Bundesligasaison
  • SVG Lüneburg als unangenehmer Auswärts-Auftaktgegner
United-Zuspieler Adam Kocian freut sich auf die Rückkehr in die Lüneburger Gellersenhalle. (Foto: CEV)

Sehr zufrieden aber mit wenig Schlaf sind die United Volleys gerade einmal einen halben Tag nach ihrem siegreichen Champions League-Debüt in Weißrussland bereits am nächsten Spielort angekommen. Mit dem Flieger ging es am frühen Morgen von Minsk aus über Frankfurt zunächst nach Hamburg und von dort per Bus weiter nach Lüneburg. Dort steht am Nachmittag erst einmal nur eine Krafteinheit auf dem Programm. Am Freitag und vor dem Match gegen die heimischen „Lünehünen“ am Samstag um 19 Uhr kann dann auch in der Halle trainiert werden. Die kennt einer aus dem United-Kader ganz besonders gut: Zuspieler Adam Kocian hat drei Jahre lang bei der SVG Lüneburg die Bälle verteilt, bevor er im Sommer nach Frankfurt zurückgekehrt ist. Am hiesigen Volleyball-Internat war er zuvor ausgebildet worden.

Kanadier-Treffen im Norden Deutschlands

„Das ist für mich schon etwas ganz Spezielles, wieder in der Gellersenhalle und vor dem Lüneburger Publikum aufzulaufen und mein Bestes zu geben“, freut sich der gebürtige Rheinland-Pfälzer auf das Wiedersehen. Immerhin sind die United Volleys dort noch unbesiegt und sollen das nach dem Willen von Kocian auch bleiben. Der 23-jährige muss nach dem Ausfall des erfahrenen Patrick Steuerwald direkt viel Verantwortung im Schaltzentrum des Frankfurter Spiels übernehmen und erfüllte diese Aufgabe gegen Shakhtior Soligorsk in den Augen seines Trainers hervorragend. „Die ganze Mannschaft ist mit einem guten Gefühl aus diesem Spiel herausgekommen“, stellt Stelio DeRocco fest: „Wir haben uns gut präsentiert und wollen am Samstag genauso weitermachen.“

Dass das gegen die starken Gastgeber, in den zurückliegenden Jahren stets ein Konkurrent um die vorderen Tabellenplätze, nicht einfach wird, ist ihm bewusst. „Aber wir sind vorbereitet und tun alles, um zu gewinnen. Diese Mentalität bestimmt alle unsere Handlungen, vom Training über die Videoanalyse bis zum Aufwärmen“, so der einstige Weltklassevolleyballer. Einiges gehört und gesehen hat er auch schon über die bekanntermaßen schwer zu spielende Heimspielstätte der Lüneburger: „So eine niedrige Halle mit entsprechend dichter Atmosphäre ist schon ungewohnt. Aber da müssen schließlich alle Teams durch.“  Mindestens genauso schwer dürfte es den Uniteds garantiert auch der eingespielte Kader der Niedersachsen machen. Die Kanadier im Frankfurter Team dürfen sich dabei gleich auf vier Landsleute freuen. Die Angreifer Ryan Sclater und Raymond Szeto gehörten ebenso wie der Amerikaner Cody Kessel schon 2017/18 zu den fleißigsten Punktesammlern der Liga.

Mit „Karlittack“ erneut Druck machen

Das gilt freilich auch für Frankfurts Moritz „Karlittack“ Karlitzek, der in Weißrussland eine ebenso starke Vorstellung ablieferte wie der neue Diagonalhammer Milija Mrdak. Dazu steht Kapitän Sebastian Schwarz mit seiner ganzen Routine diesmal, anders als in der verletzungsgeplagten vergangenen Saison, uneingeschränkt zur Verfügung. Aus einer guten Annahme heraus und mit druckvollen eigenen Aufschlägen den Gegner unter Druck setzen – Wenn das wieder so gut gelingt, kann es auch in der Volleyball Bundesliga mit einem gelungenen Auswärts-Auftakt klappen. Am kommenden Mittwoch kehren die United Volleys dann endlich heim in die Fraport Arena und wollen ab 19 Uhr gegen Soligorsk die nächste Champions League-Runde klarmachen. Das erste Bundesligaspiel an gleicher Stelle folgt bereits am 20. Oktober gegen Rottenburg. Tickets gibt es hier.