CHAMPIONS LEAGUE-PREMIERE IN WEISSRUSSLAND

  • Uniteds in der Königsklasse gegen Soligorsk / Heimspiel 16. oder 17. Oktober
  • Bundesligasaison beginnt in Lüneburg und zuhause gegen Rottenburg
Kapitän Sebastian Schwarz und seine Kollegen freuen sich auf die europäische Königsklasse. (Foto: Gregor Biskup)

Kein leichtes Programm hat die Auslosung für die Champions League-Saison 2018/19 den United Volleys beschert. Die Hessen – nach zwei Jahren im CEV Pokal als erneuter Dritter der Deutschen Meisterschaft erstmals für die Königsklasse startberechtigt  – wurden heute am Sitz des europäischen Verbandes CEV in Luxemburg gegen den weißrussischen Vertreter Shaktior Soligorsk gezogen. Los geht es am 9. oder 10. Oktober auswärts, das Rückspiel in der Fraport Arena findet eine Woche später statt. Im Falle des Weiterkommens warten in den nächsten Runden voraussichtlich Topclubs aus den Niederlanden, Österreich, Griechenland oder der Türkei. „Das wird ein ganz harter Weg, viel unangenehmer hätte es für uns nicht kommen können“, schätzt United-Geschäftsführer Henning Wegter.

Schon 2017 möglicher Europacup-Gegner

Anders als der Deutsche Meister Berlin Recycling und Vize VfB Friedrichshafen sind die Uniteds nicht automatisch für die Gruppenphase gesetzt. Zusammen mit 15 anderen Teams müssen sie um gerade einmal zwei freie Plätze kämpfen. Der Auftaktgegner ist dabei kurioserweise kein gänzlich Unbekannter. Schon einmal musste man sich im Rhein-Main-Gebiet mit der Mannschaft aus der 100.000-Einwohner-Stadt im Süden Weißrusslands beschäftigen. Bei einem Sieg gegen Montpellier in der zurückliegenden CEV Cup-Saison hätten die Uniteds nämlich damals schon gegen Shaktior rangemusst. Die „Bergarbeiter“ hatten zuvor die Finnen aus Loimaa besiegt und zogen sich anschließend auch gegen die Franzosen achtbar aus der Affäre. Alles andere als ein einfaches Los also schon zum Auftakt der Champions League-Premiere.

„Das wird unter der Woche auf jeden Fall ein ganz ordentliches Reiseprogramm. Aber wenn man die Chance bekommt, in der Champions League dabei zu sein, dann kann man sich so oder so glücklich schätzen“, betont der international erfahrene United Volleys-Kapitän Sebastian Schwarz. Dank einer Überarbeitung des Wettbewerbs-Modus‘ durch die CEV hatte die deutsche Volleyball Bundesliga unverhofft einen zusätzlichen Startplatz bekommen, auf den die United Volleys als Bronzemedaillengewinner das erste Zugriffsrecht hatten. Schafft man es, sich in Hin- und Rückspiel gegen die wohl ausschließlich mit einheimischen Spielern besetzte Auswahl aus Soligorsk, in der Landessprache Salihorsk, durchzusetzen, ginge es in der zweiten Runde zunächst in näherliegende Gefilde.

Weitere Neuzugänge im Anmarsch

Abiant Lycurgus Groningen aus den Niederlanden oder das Champions League-erprobte Team von Aich/Dob aus dem österreichisch-slowenischen Grenzgebiet wären dann die möglichen Kontrahenten. Im abermaligen Erfolgsfall wären (voraussichtlich) mit Thessaloniki (Griechenland) oder Istanbul  (Türkei) die letzten und wahrscheinlich höchsten Hürden vor der Gruppenphase zu überwinden. So weit will Manager Wegter allerdings noch lange nicht vorausschauen: „Als Neuling wollen wir einfach jedes Spiel genießen und uns darüber freuen, unseren Fans schon in unserem vierten Erstligajahr dieses besondere Erlebnis in Frankfurt bieten zu können.“

In den kommenden Wochen wollen die United Volleys weitere Neuzugänge für den Kader des frisch verpflichteten kanadischen Cheftrainers Stelio DeRocco bekanntgeben. Veröffentlich wurde heute auch der Spielplan für die Bundesligasaison 2018/19. Die Hessen starten diesmal mit einem Auswärtsspiel am 13. Oktober – also just zwischen den beiden ersten Champions League-Partien – in Lüneburg. Eine Woche später empfangen sie zuhause in der Fraport Arena den TV Rottenburg – Ex-Verein von Neu-Mittelblocker Paul Henning und neuer Arbeitgeber des bisherigen zweiten United-Zuspielers Jannis Hopt. Saison-Dauerkarten für sämtliche Spiele und Wettbewerbe (im Pokal-Achtelfinale treten die United Volleys zuerst beim Regionalsieger aus West oder Nordost an) können online auf www.unitedvolleys.de/tickets bestellt werden.