DEZIMIERT – UNBEIRRT

  • Grippegeplagte United Volleys auswärts 3:0 gegen Rottenburg
  • Nur noch ein einziger Sieg fehlt für Playoff-Platz drei
Mit ihrer Treffsicherheit machten Lincoln Williams und seine Angriffskollegen beim 3:0 gegen Rottenburg den Unterschied. (Foto: Gregor Biskup)

Sie waren gewarnt: „Ohne Drei“ mussten die United Volleys am Wochenende zum letzten Auswärtsspiel der Volleyball Bundesliga-Hauptrunde aufbrechen. Neben Topscorer Moritz Karlitzek und seinem Bruder Lorenz hatte auch Ersatz-Zuspieler Jannis Hopt die Reise nach Schwaben grippebedingt nicht mitmachen können. Weitere Spieler hatten zudem unter der Woche mit dem Training aussetzen müssen. Sicherheitshalber war Diagonalangreifer Philipp Schumann aus der 2. Mannschaft für die Begegnung mit dem TV Rottenburg am Samstagabend nachnominiert worden. Umso zufriedener zeigte sich Cheftrainer Michael Warm nach nur 77 Minuten reiner Spielzeit über einen glatten 3:0 (25:18, 25:23, 25:19)-„Start-Ziel-Sieg“.

Steuerwald legt vor

Dabei hatte auch die Atmosphäre in der Tübinger Paul Horn-Arena die Erwartungen der Gäste erfüllt. Über 2.000 Zuschauer waren zur letzten Saisonpartie ihres TVR erschienen und sorgten für die gewohnt emotionale Stimmung. Von der ließen sich die Uniteds jedoch nicht beeindrucken. Allen voran der erfahrene Regisseur Patrick Steuerwald, der zu Beginn aller drei Sätze direkt Druck im Aufschlag machte. „Wir waren diesmal von der ersten Minute an voll da“, lobte Michael Warm. Und das, obwohl noch nicht einmal am Morgen vor dem Spiele alle Akteure des Abschlusstraining mitmachen konnten. Trotzdem erwiesen sich vor allem die nach Verletzungspausen in die Startsechs zurückgekehrten Routiniers Lukas Bauer und Kapitän Sebastian Schwarz als solide Stützen.

Mit zwei Blocks hintereinander konnte zudem der junge Adrian Aciobanitei ein frühes Zeichen setzen. Dank konsequenter Block-Feldabwehr brannte auch danach nichts mehr an. Lediglich im zweiten Durchgang ließen die Hessen die eine oder andere Chance zu viel liegen. Erst eine Auszeit von Warm beim Stand von 22:23 und das anschließende Ass des eingewechselten Youngsters Tobias Krick sorgten für die Trendwende. „Ansonsten hatten wir das aber gut im Griff“, freute sich Warm, der im weiteren Spielverlauf vor allem auf die Erfolgsquote seines australischen Angriffs-„Brechers“ Lincoln Williams bauen konnte. Starke 64 Prozent seiner Versuche brachte der Linkshänder durch, wurde nach Spielende dementsprechend als goldener „Sports&Travel MVP“ ausgezeichnet.

Mit der „Eiskönigin“ gegen die AlpenVolleys

Auch den Schlusspunkt durfte Williams setzen. 21:12 hatten die Uniteds in Satz drei bereits geführt, bevor die erwartet kämpferisch eingestellten Rottenburger durch eine Aufschlagserie von Friederich Nagel noch einmal ein wenig auf 24:19 herangekommen waren. Mit den drei Auswärtspunkten rangieren die United Volleys weiterhin auf Tabellenplatz drei, können schon am kommenden Sonntag beim Heimspiel gegen die AlpenVolleys aus Tirol alles für den Heimvorteil im Playoff-Viertelfinale klar machen. Die Begegnung findet, ebenso wie der darauffolgende Hauptrundenabschluss gegen Königs Wusterhausen, in der Rüsselsheimer Großsporthalle statt. Mit Spieltagspartner Stadtwerke Rüsselsheim präsentieren die Gastgeber ein buntes Programm für die ganze Familie, zu dem unter anderem als „Stargast“ – und passend zum alpinen Gegner – die „Eiskönigin Elsa“ erwartet wird.