ARBEITSSIEG MIT „JUNGEN WILDEN“

  • Cheftrainer Warm gibt im Pokal gegen Karlsruhe den Talenten den Vorzug
  • Nach 3:1-Erfolg nun im Viertelfinale gegen Solingen
In Karlsruhe war Mittelblocker Lukas Bauer meist der einzige United-Routinier auf dem Spielfeld. (Foto: Gregor Biskup)

„So ist das halt im Pokal gegen einen Zweitligisten: Die Halle ist klein, der Gegner und das Publikum sind mega-motiviert. Wir haben etwas Zeit gebraucht, um uns an diese Umgebung und die Atmosphäre zu gewöhnen“, erklärte der erfahrene Mittelblocker Lukas Bauer, warum sich seine United Volleys am Mittwochabend im Achtelfinale des DVV-Pokals beim Zweitliga-Aufsteiger SSC Karlsruhe schwertaten. Vier Sätze benötigten sie vor ausverkauftem Haus bis zum 3:1 (25:27, 25:15, 28:26, 25:23)-Arbeitssieg. „Wir haben natürlich auch mit einer ganz anderen Mannschaft gespielt als sonst“, so Bauer. In der Tat war der 28-jährige der einzige Routinier, der durchweg auf dem Feld stand. Mit Zuspieler Jannis Hopt (21), Angriffshoffnung Lorenz Karlitzek (18) oder dem japanischen Diagonalspieler Issei Otake (21) gab Cheftrainer Michael Warm einigen Talenten den Vorzug, die in der Bundesliga bislang noch wenig Einsatzzeit erhalten hatten.

„Esche“ steht wie ein Baum

„Wir haben in den zurückliegenden Wochen viel und intensiv gearbeitet. Deshalb wollte ich ganz bewusst den jungen Spielern die Erfahrung ermöglichen,  mit dem Druck in einer solchen Halle mit einer solchen emotionaler Stimmung umzugehen. Da ist es normal, dass dann auch unnötige Fehler passieren“, analysierte Warm unaufgeregt. Dennoch habe er nun in wenigen wichtigen Situationen die „Leader“ Patrick Steuerwald und Sebastian Schwarz sowie den urgewaltigen Australier Lincoln Williams bringen müssen. Im ersten Satz verzichtete der Coach noch komplett auf Wechsel – am Ende reichte es trotz einer Aufholjagd von 16:21 auf 25:25 nicht, um mit 1:0 in Führung zu gehen. Umso weniger wollten die Uniteds in Durchgang zwei anbrennen lassen. Insbesondere Georg Escher machte jetzt seinem Spitznamen „Esche“ alle Ehre, stand in der Mitte wie ein Baum und sorgte immer wieder für Punkte.

Mit dem 17:10 leitete er zudem eine ganze Serie von Assen ein, an der sich auch Zuspieler Hopt und Adrian Aciobanitei beteiligten. Wenig später war der Satzausgleich geschafft. Die Gastgeber ließen dennoch auch weiterhin nicht locker, wehrten aufopferungsvoll ab und präsentierten sich auch im Block von Trainer Diego Ronconi taktisch gut eingestellt. Zudem landeten abgewehrte Bälle von United-Libero Julian Zenger und seinen Nebenleuten immer wieder an der ungewohnt niedrigen Hallendecke. Beim Stand vom 22:23 kam zum ersten Mal Regisseur Steuerwald aufs Feld und führte sich direkt mit einem Zauberpass ein. Der ebenfalls eingewechselte Lincoln Williams sorgte kurz darauf erst für den 26:26-Ausgleich und machte anschließend mit zwei Assen alles klar.

Blick auf Solingen und Berlin

Satz vier – wieder in der ursprünglichen Aufstellung – schien nach souveränem Beginn in geordneten Bahnen zu verlaufen, bis der afghanische SCC-Neuzugang Seyar Rahmani mit einer Aufschlagserie mal eben einen Rückstand der Hausherren in eine 15:10-Führung verwandelte. „Er hat im Sommer einige Male bei uns mittrainiert. Das hat sich offensichtlich gelohnt“, stellte Michael Warm mit einem Augenzwinkern fest. Beim 20:20 waren die Uniteds aber schon wieder dran, mit einem Hinterfeld-Angriff durfte Ady Aciobanitei schließlich den Schlusspunkt hinter ein für die Zuschauer mehr als unterhaltsames Match setzen. Im Pokal-Viertelfinale geht es in gut zwei Wochen nun zum Liga-Konkurrenten Bergische Volleys nach Solingen. „Wir fahren natürlich lieber dorthin als nach Berlin“, war der Cheftrainer mit dem Los zufrieden.

„Aber man hat heute gesehen, dass es auswärts nicht einfach ist. Auch Solingen ist zuhause auf jeden Fall stärker einzuschätzen – Die Chance, noch eine Runde weiterzukommen, ist aber da“, so Michael Warm. Die United Volleys freuen sich jetzt erst einmal auf zwei spielfreie Wochenenden. Am Mittwoch, dem 22. November, kommt es dann in der Fraport Arena zum Duell mit den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys, zugleich die erste Begegnung der Männer-Bundesliga die vom Sender SPORT1 bundesweit live im Free-TV übertragen wird. Tickets können online reserviert werden. „Der Vorverkauf läuft schon richtig gut“, berichtet Manager Henning Wegter.

 

 

 

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