TROTZ WECKRUF HEISST ES AM ENDE 1:3

  • United Volleys unterliegen erstmals in dieser Saison und gegen Düren
  • Schwächen in Annahme und Aufschlag machen den Unterschied
Erstmals in dieser Saison gab es am Sonntag für die United Volleys keinen Grund zu jubeln. (Foto: Gregor Biskup)

Der Chefcoach hatte es vorausgesehen und von seinen United Volleys trotz zweier Siege zum Saisonauftakt mehr Konsequenz und Konzentration gefordert. Das konnten Michael Warms Spieler am Sonntagnachmittag jedoch allenfalls phasenweise umsetzen – eine 1:3 (16:25, 25:18, 18:25, 22:25)-Auswärtsniederlage bei den SWD Powervolleys Düren war die Folge. Für die Hessen nicht nur der erste Punktverlust in dieser Spielzeit, sondern überhaupt gegen den Vorjahresvierten aus der Nordeifel, der zuhause bereits den Deutschen Meister Berlin mit 3:0 besiegt hatte. Schon im ersten Satz schien es, als hätten die Gäste die nächtliche Zeitumstellung nicht verkraftet. Dabei hatten sie sich vormittags noch unter freiem Himmel und an der frischen Luft aufgelockert, nachdem keine passende Trainingszeit in der Halle zur Verfügung gestanden hatte.

Warm „nicht erschüttert“

„Wir haben von Anfang an nicht ins Spiel reingefunden und hatten mit unserer jungen Annahme-Achse richtig zu tun“, konstatierte Michael Warm. Die Hausherren machten nämlich das, was sie sich ebenso wie die Uniteds vorgenommen hatten: den Gegner direkt mit dem Aufschlag unter Druck zu setzen und gar nicht erst dazu kommen zu lassen, sein Spiel aufzuziehen. „Das haben wir heute umgekehrt nicht geschafft“, war der Rhein-Main-Trainer allerdings „gar nicht so erschüttert. Wir müssen uns darauf einstellen, dass so etwas mit einer neu formierten Mannschaft mit vielen unerfahrenen Talenten passieren kann.“ Speziell Dürens Nationalspieler Michael Andrei – zusammen mit Tobias Krick, Julian Zenger und Moritz Karlitzek im Sommer Vize-Europameister – schaffte es mit seinen Angaben ebenso wie der lettische Außenangreifer Romas Sauss immer wieder, einen geordneten Spielaufbau bei den United Volleys zu verhindern.

Konnten diese einen anfänglichen 4:8-Rückstand noch ausgleichen, so  war spätestens beim Stand von 14:19 der erste Durchgang weg. Auch im Block und mit ihren Schnellangriffen waren die Routiniers in der Dürener Mitte bis dahin deutlich erfolgreicher. Den erforderlichen Weckruf gab es in der Satzpause unter anderem von Kapitän Sebastian Schwarz. Und tatsächlich zeigten die „Newniteds“ in Satz zwei ein gänzlich anderes Gesicht, lagen nach einem von Lukas Bauer krachend abgeschlossenen Aufsteiger mit 7:2 in Front. Selbst Zuspieler Patrick Steuerwald konnte sich nun im Block auszeichnen, nach zwei Assen von Adrian Aciobanitei hieß es bald sogar 17:9. Dass an diesem Tag dennoch längst nicht alles rund lief, erwies sich in der Schlussphase, als Düren noch einmal gefährlich auf 18:22 herankam, zumindest den 1:1-Ausgleich allerdings nicht mehr verhindern konnte.

Karlitzek macht es noch einmal spannend

Dafür gaben die Gastgeber in den nächsten beiden Durchgängen gleich wieder den Ton an, zumal ihre Aufschläge jetzt wieder zuverlässig kamen. Die Uniteds brachten es in der Endabrechnung hingegen auf sage und schreibe 20 Angaben, die ins Netz oder ins Aus gingen – kein Wunder, dass hier der mit Abstand größte Statistik-Unterschied zwischen beiden Teams lag. Auch die zwischenzeitlichen Einwechslungen von Issei Otake für Lincoln Williams und Sebastian Schwarz für Ady Aciobanitei brachten keine Besserung. Hingegen hatte auf Dürener Seite Diagonalangreifer Marvin Prolingheuer (21 Punkte) einen Sahnetag erwischt und war kaum zu stoppen. Immer wieder wurde er vom cleveren Zuspieler Stijn D‘Hulst gesucht. Auch hier konnte allerdings bei den Uniteds mit Moritz Karlitzek einer mithalten, der auf 20 Zähler kam.

Ganz besonders ihm, der sich immer wieder spektakulär am Netz durchsetzte, war es zu verdanken, dass die Begegnung beim 21:22 im vierten Satz noch einmal spannend wurde. Was dann kam, war jedoch erneut symptomatisch: Auf einen United-Aufschlagfehler folgte das Ass von Dürens Sauss zum 25:22. „Die Powervolleys haben das heute sehr gut gemacht und verdient gewonnen“, erkannte auch Michael Warm an. Seine Männer haben jetzt eine knappe Woche Zeit, um sich auf das nächste unangenehme Duell vorzubereiten. Am Samstagabend kommt der TSV Herrsching zur Premiere in die Fraport Arena. Die Bayern konnten mit ihrem Sieg gegen die SVG Lüneburg, das andere zuvor ungeschlagene Team von der Tabellenspitze, ordentlich Selbstvertrauen tanken. Jetztmuss sie also wirklich kommen, die Steigerung, damit zumindest die Heim-Weste weiß bleibt. Tickets können online erworben werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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