DER TÄGLICHE „CALL-ITZEK“ VON DER VOLLEYBALL-EM

  • Lorenz Karlitzek hält die Verbindung zu Bruder Moritz und zum DVV-Team
  • Nationalmannschaft startet heute mit drei United-Spielern gegen Italien
EM-Debütant Moritz Karlitzek mit Bundestrainer Andrea Giani und Sportdirektor Christian Dünnes (Foto: DVV)

Sie telefonieren täglich, halten sich wechselseitig auf dem Laufenden: Während der 18-jährige Lorenz Karlitzek schon regelmäßig bei den United Volleys in der Sporthalle und im Kraftraum schwitzt, steht sein drei Jahre älterer Bruder und zukünftiger Teamkollege Moritz vor dem größten Erlebnis seiner jungen Volleyballkarriere. Mit einer Nominierung für die Europameisterschaft im Nachbarland Polen hatte er dabei gar nicht mehr gerechnet, obwohl er im Sommer bei der World League in Frankfurt sein Nationalmannschaftsdebüt gegeben hatte. „Nach zwei Wochen hat er im Frankreich-Urlaub dann doch mal wieder sein Handy eingeschaltet und war plötzlich nur noch am Telefonieren“, erzählt sein Bruder.

Youngsters Krick und Zenger komplettieren das United-Trio

Der Grund: Mit dem Ex-United-Spieler Moritz Reichert und dem Berliner Egor Bogachev fielen gleich zwei gesetzte Kräfte verletzt aus. Noch vor den letzten Test-Länderspielen gegen Belgien in Bremen stieß Karlitzek deshalb wieder zum DVV-Team. In dem sind die Uniteds damit gleich mit drei Spielern vertreten, so viele stellt kein anderer Club. Sein erstes großes Turnier bei den Erwachsenen absolviert der 18-jährige 2,11-Meter-Mittelblocker Tobias Krick. Wie wertvoll er für die Mannschaft sein kann, stellte der Bingener gerade erst gegen die starken Belgier unter Beweis, als er stolze 12 Punkte zum deutschen 3:1-Sieg beisteuerte.

Während Krick sich im Wettbewerb mit drei weiteren Mittelblockern im Kader durchaus gute Einsatzchancen ausrechnen kann, hat ein anderer United Volleys-Spieler seinen Stammplatz bei der EM quasi sicher. Neuzugang Julian Zenger, der am morgigen Samstag seinen 20. Geburtstag feiert, ist als einziger gelernter Libero mit nach Polen gereist. Bundestrainer Andrea Giani setzt inzwischen voll auf den zukünftigen Annahme- und Abwehrchef des Rhein-Main-Erfolgsteams, der sich – so die italienische Volleyball-Legende – in den zurückliegenden Wochen und Monaten noch einmal enorm gesteigert habe.

Rekordkulisse von 65.000 Zuschauern weckt Vorfreude

Ihre erste Bewährungsprobe muss die junge deutsche Truppe heute Abend um 20.30 Uhr (Übertragung bei Sport1+) ausgerechnet gegen das Heimatland ihres Coaches bestehen. Die Italiener, Bronzemedaillengewinner bei der Europameisterschaft 2015, dürften zugleich der härteste Vorrundengegner für die DVV-Auswahl sein, bei der gleich sechs Spieler ihre erste internationale Meisterschaft bestreiten. Am Spielort Stettin, unweit der deutschen Grenze, geht es anschließend noch gegen Tschechien (Sonntag) und die Slowakei  (Montag). „Die Jungs sind gut drauf und fiebern ihrem ersten Auftritt entgegen“, hat Lorenz Karlitzek bei den telefonischen Schilderungen seines Bruders mitbekommen.

Die Vorfreude noch einmal gesteigert haben dürften die Bilder vom gestrigen Eröffnungsspiel der Gastgeber gegen Serbien (0:3). 65.000 Fans feuerten im Warschauer Nationalstadion ihre Mannschaft an und sorgten nach der WM 2014 im volleyballverrückten Polen für eine erneute Rekordkulisse. Die familienfreundliche Spitzensportart wird dort seit langem intensiv gefördert und vom Fernsehen mit großem Aufwand übertragen. Vor drei Jahren nahmen die Deutschen in diesem begeisterten Umfeld am Ende die Bronzemedaille in Empfang. Diesmal wäre das nicht nur eine echte Überraschung, sondern zugleich das beste Abschneiden überhaupt nach zwei  Mal Platz vier in den 90er Jahren.

 

 

 

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