„STRANDWÖLFE“ LANDEN AUF EM-PLATZ 9

  • Bei Europäischen Hochschulmeisterschaften etwas unter Wert geschlagen
  • Tolle Bedingungen, sympathische Gastgeber und deutsche Fans in Split/Kroatien
Peter und Georg Wolf im EM-Einsatz am Strand von Split/Kroatien. (Fotos: Beachteam Wolf2/Andreas Hill)

Das erwartet außergewöhnliche Erlebnis war für die Brüder Peter und Georg Wolf aus dem hessischen Bad Soden-Salmünster in der vergangenen Woche der Start bei den Europäischen Hochschulmeisterschaften im Beachvolleyball im kroatischen Split. Einzig das sportliche Abschneiden erfüllte nicht ganz die Erwartungen der amtierenden Deutschen Studentenmeister von der Frankfurter Goethe-Universität. „Dass wir nicht länger im Turnier geblieben sind, hat uns schon ziemlich geärgert, zumal wir eigentlich gut gespielt haben“, resümierte der 25-jährige Peter Wolf. „Aber das Glück war auch leider nicht unbedingt auf unserer Seite.“

Zwei Mal gegen polnische Top-Teams

Noch am ehesten zu verschmerzen war da, dass das „Beachteam Wolf2“ gleich im ersten Gruppenspiel am Mittwoch gegen die polnischen Favoriten und späteren Finalgewinner Piotr Ilewicz und Stanislaw Wawrzynczyk von der Universität Warschau antreten musste. Nach dem nicht unerwarteten 0:2 zum Auftakt konnten sich die Brüder allerdings am Folgetag mit zwei ebenso klaren Siegen gegen die Teams von der finnischen Hochschule in Tampere und der Universität Utrecht in den Niederlanden schadlos halten und zogen als Gruppenzweite in die K.O.-Phase ein. Dort unterlagen sie zunächst ebenso knapp wie ärgerlich gegen die Lokalmatadoren Niksa Dell’Orco und Mate Glaurdic von der Universität Split mit 1:2 (17:21, 21:17, 12:15).

Anschließend hatten sie das Pech, erneut auf eines der starken Teams aus der Volleyball-Nation Polen zu treffen. Gegen Radzikowski Kamil und Marcin Szczechowicz aus Posen holten sich Peter und Georg Wolf nach knapp verlorenem ersten (21:23) zwar noch den zweiten Durchgang (21:18), waren im Tiebreak aber chancenlos (8:15). „Dabei waren wir richtig gut und hätten das gewinnen können“, haderte Peter Wolf auch mit dem Schiedsrichter: „Im entscheidenden Satz haben uns die Gegner beim Aufschlag konsequent die Sicht verstellt, das ist einfach nicht regelkonform. Und statt das zu unterbinden, hat der Schiri dann noch uns eine Karte gezeigt.“ Neben dem unbefriedigenden Rang neun nimmt das hessische Team dennoch durchweg gute Eindrücke von der EM mit.

Schöne Erinnerungen mitgenommen

„Schon bei der Ankunft wurden wir von deutschen Urlaubern aus der Nähe von Rüsselsheim angesprochen. Die haben uns dann zusammen mit Eltern und Freunden bei jedem Match unterstützt, das war richtig toll“, erinnert sich der 23-jährige Georg Wolf. Hervorragend sei auch die Organisation durch die kroatischen Ausrichter gewesen. So wurden die Teams direkt am Flughafen abgeholt und zur Unterkunft auf dem Unigelände gebracht. Am ersten Abend konnten sie die feierliche Eröffnungszeremonie in der beeindruckenden Altstadt von Split verfolgen. Die nagelneue Beachvolleyballanlage am Strand von Znjan und das kristallklare Meer taten bei perfektem Beachvolleyballwetter ein Übriges. „Wir sind natürlich etwas traurig, fliegen aber  mit vielen schöne Erinnerungen zurück und sind stolz darauf, Deutschland vertreten zu haben“, fasst Peter Wolf zusammen.

Umso bedauerlicher ist es für die „Strandwölfe“, dass sie als zweifache Deutsche Hochschulmeister 2016 und 2017 nach aktuellem Stand leider nicht auf einen Start bei der Hochschul-WM im kommenden Jahr hoffen dürfen, die im eigenen Land in München stattfindet: „Nach dem zwischen dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband und dem Deutschen Volleyball-Verband vereinbarten Nominierungsverfahren werden dort wohl zwei DVV-Kaderteams dabei sein.“  In dieser Saison steht mit dem smart super cup in Hamburg Mitte August noch ein großes Turnier an. Aufgrund der durch die EM-Teilnahme verpassten Punktchancen auf der nationalen Tour müssten die Wolf-Brüder hier schon eine Riesenüberraschung schaffen, um sich zum zweiten Mal hintereinander für das DM-Finale am Timmendorfer Strand zu qualifizieren.

 

 

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