ZWEI TALENTE SIND REIF FÜR AUSLANDSABENTEUER

  • Jan Zimmermann und Moritz Reichert wechseln nach Frankreich
  • United-Geschäftsführer Wegter: Nachfolger schon in den Startlöchern
Gemeinsam bei den Uniteds erfolgreich, jetzt auf getrennten Wegen unterwegs nach Frankreich: Moritz Reichert und Jan Zimmermann. (Foto: Gregor Biskup)

Als sie 2015 zum neu formierten Team der United Volleys stießen, hatten sie zwar schon ihre ersten Titel gesammelt, bei ihrem vorherigen Club VfB Friedrichshafen aber angesichts so geballter wie namhafter Konkurrenz kaum Einsatzzeiten bekommen. Zwei Jahre später verlassen Zuspieler Jan Zimmermann und Außenangreifer Moritz Reichert das Rhein-Main-Gebiet als stolze Europapokal-Halbfinalisten und doppelte Meisterschafts-Bronzegewinner – und viel wichtiger: als tragende Säulen auf dem Spielfeld. Beide wurden zudem erneut für die Nationalmannschaft nominiert, sollen in diesem Sommer mithelfen, die hochgesteckten Ziele des Deutschen Volleyball-Verbands (DVV) in der World League und der WM-Qualifikation zu erreichen.

Poitiers und Tours freuen sich auf Verstärkungen aus der deutschen Talentschmiede

Ihr künftiger sportlicher Weg führt sowohl Zimmermann als auch Reichert in die (finanz)starke  und sehr ausgeglichene französische Ligue A. Der Schwabe Zimmermann verstärkt dort den diesjährigen Playoff-Viertelfinalisten Stade Poitevin Poitiers. Reichert, gebürtig aus dem Saarland, konnte seine künftigen Kollegen bereits eindrucksvoll von seinen Annahmequalitäten und seiner Durchschlagskraft in Angriff und Aufschlag überzeugen. Er wechselt zu Tours VB, dem frischgebackenen CEV Cup-Gewinner, mit dem sich die Uniteds im Halbfinale des zweithöchsten europäischen Wettbewerbs ein spannendes und umkämpftes Duell geliefert hatten. „Dass unsere Spieler für solche Vereine interessant geworden sind, ist eine großartige Bestätigung für unser Talentförder-Konzept“, findet United-Geschäftsführer Henning Wegter.

Die größten deutschen Nachwuchshoffnungen mit einzelnen erfahrenen „Stars“ der Volleyball-Szene zusammenzubringen und unter professionellen Rahmenbedingungen zu kompletten Profis auszubilden, ist eines der Hauptziele der seit 2015 in der 1. Volleyball Bundesliga startenden United Volleys. „Wenn die Spieler einmal die deutsche Nationalmannschaft voranbringen sollen, brauchen sie vor allem Praxis und Vorbilder, an denen sie sich auf und neben dem Spielfeld orientieren können“, betont United-Cheftrainer Michael Warm. Dementsprechend stolz ist er darauf, die beiden Youngster – Zimmermann ist 24, Reichert gerade erst 22 Jahre alt – in kurzer Zeit so weit gebracht zu haben. „Dass sie jetzt den nächsten Schritt machen und sich in einem neuen Umfeld beweisen wollen, ist nur folgerichtig“, findet Warm. „Jan hat in dieser Saison immer wieder gezeigt, dass er in der Lage ist, eine Mannschaft zu führen. Moritz wurde schon 2016 zum ‚Aufsteiger des Jahres‘ gekürt. In der laufenden Spielzeit hat er aber noch einmal ein ganz anderes Level an Qualität und Konstanz erreicht.“

Uniteds setzen weiterhin auf Erfolgskonzept

„2015 hierher zu kommen, war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können. Ich bin froh, ein Teil dieses unglaublichen Projekts gewesen zu sein – Und wer weiß: Man sieht sich immer zwei Mal im Leben“, bedankt sich Jan Zimmermann und spricht von einem „Team, das sich zu Freunden entwickelt hat.“ Wie er bekennt auch Moritz Reichert, dass ihm die Entscheidung, den Verein zu verlassen, sehr schwer gefallen sei: „Ich habe mich bei den Uniteds wirklich wohlgefühlt, aber dennoch dazu entschlossen, jetzt etwas Neues zu probieren.“ Die Chance, sich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln, die als wichtige Komponente auch die umfassende sportmedizinische Betreuung beinhaltet, wollen die United Volleys in Zukunft weiteren jungen Spielern mit Potenzial für eine große Karriere bieten.

Insofern ist Manager Wegter auch nicht bange, wenn nun neben Kapitän Christian Dünnes, der als Sportdirektor zum DVV geht, zwei weitere Leistungsträger den Verein verlassen. „Die Nachfolger stehen schon bereit“, verrät er, „es sind nur noch Formalitäten zu klären.“ Und auch darüber dürften sich die vielen Fans, die sich die United Volleys mit begeisternden Auftritten, wie zuletzt im Halbfinal-Krimi gegen den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys, in der Region und bundesweit gemacht haben, freuen: „Das Konzept wird sich nicht ändern. Wir setzen weiter auf junge und vorwiegend deutsche Talente, dazu erfahrene Profis als Leitfiguren.“ Spitzensport als Spitzen-Event und Sympathieträger zum Anfassen, neue Gesichter und unverändert große Ambitionen – Mit den Überfliegern aus dem Rhein-Main-Gebiet wird auch 2017/18 in der Eliteliga zu rechnen sein.

 

 

 

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