„NEW KIDS ON THE BLOCK“ WOLLEN EUROPATOURNEE FORTSETZEN

  • United Volleys vor schwerem CEV Cup-Rückspiel in Belgrad
  • Warm: „Da wird das eigene Spielfeld schnell doppelt so groß“
Mit den international erprobten Routiniers Lukas Bauer und Christian Dünnes wollen die Uniteds auch in Belgrad bestehen. (Foto: Gregor Biskup)

Das Ziel war kein unbekanntes, als Mannschaft und Betreuerteam der United Volleys am Montagmorgen am Frankfurter Flughafen Richtung Belgrad eincheckten. In der serbischen Hauptstadt waren sie bereits im Januar vor ihrem ersten Auswärtserfolg im europäischen CEV Cup gelandet. Damals hatten sie beim 3:0 gegen den bosnischen Meister aus Brcko noch vergleichsweise leichtes Spiel gehabt, der Gegner des heutigen Abends ist – ganz besonders in eigener Halle – von deutlich anderem Kaliber. Das zeigte die Mannschaft von Roter Stern Belgrad schon im Hinspiel, als sie sich in Rüsselsheim den ersten Satz holte. Obwohl die Uniteds anschließend noch relativ deutlich mit 3:1 siegten, kann der Einzug in die nächste Europapokal-Runde keinesfalls als ausgemachte Sache gelten.

Antwerpen als mahnendes Beispiel

Das musste bereits das belgische Top-Team aus Antwerpen erfahren, das zuhause sogar 3:0 gegen die Serben gewann, um in Belgrad mit 1:3 und 20:22 im entscheidenden „Golden Set“ unter die Räder zu kommen. Die spannenden Schlussminuten dieser Partie hatte man seinerzeit in der United-VIP Lounge am Liveticker mitverfolgt. „Dass wir unser Heimspiel gewonnen haben, war zwar die Grundlage, um überhaupt die Chance auf ein Weiterkommen zu haben. Das Match in Belgrad wird aber noch einmal eine ganz andere Nummer und eine Herausforderung, die viele unserer jungen Spieler so noch nicht erlebt haben“, verdeutlicht der international erfahrene United-Cheftrainer Michael Warm.

Dazu trägt nicht nur bei, dass die Gastgeber daheim mit Nikola Muncan auf einen zusätzlichen starken Routinier auf der Mittelblockerposition zurückgreifen können. Auch das Selbstbewusstsein und die erwartete Fanunterstützung dürften beim Heimatclub des amtierenden CEV-Präsidenten Aleksandar Boricic auf eigenem Geläuf noch einmal einige spielerische und mentale Prozente herauskitzeln. „Gerade in solch sportbegeisterten Länder, Serbien ist ja immerhin amtierender World League-Gewinner, macht die Stimmung in der Arena immer einiges aus“, weiß Michael Warm. „Da wird das eigene Spielfeld schnell mal doppelt so groß wie das der Hausherren.“

Zähigkeit und Coolness gefragt

Die jüngsten schweren Partien gegen Berlin und Herrsching dürften den „jungen Wilden“ aus Hessen bereits einen Vorgeschmack darauf geboten haben, was sie für das Erreichen des CEV Cup-Viertelfinals an Zähigkeit und Coolness investieren müssen. „Gerade ganz junge Spieler wie Moritz Reichert oder Tobias Krick haben in den zurückliegenden Wochen herausragend gespielt und gezeigt, dass sie auf hohem Niveau mithalten können. Wenn wir es jetzt gleich in unserer ersten Europacup-Saison unter die besten acht Mannschaften des Wettbewerbs schaffen, wäre das eine echte Sensation und eine verdiente Belohnung für alle im Team und drumherum“, erklärt United-Geschäftsführer Henning Wegter.

Da Vize-Europameister Jan Klobucar, der nach seinem operierten Stirnbeinhöhlenbruch erneut mit Spezialmaske auflaufen wird, voraussichtlich noch nicht hundertprozentig einsatzfähig ist, ruht die Verantwortung insbesondere auf den „Silberrücken“ im Team, allen voran Kapitän Christian Dünnes und der „Bauer Forward“ in der Mitte, Lukas Bauer. Beide kennen den Druck internationaler K.O.-Spiele und wissen, dass in solchen Begegnungen nahezu alles möglich ist. Ob die Erfahrung und Abgeklärtheit der beiden „Bandleader“ ausreicht, um die Europatournee mit ihren „New Kids on the Block“ weiter fortsetzen zu dürfen, können die Fans im Rhein-Main-Gebiet ab 19 Uhr live auf www.laola1.tv verfolgen.

 

 

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