VON DER „SÄCHSISCHEN MAUER“ ZUM „SCHOPPESTESCHER“

  • Georg Escher mit Rest-Heimatgefühlen zum nächsten Auswärtsgegner
  • Am Samstagabend gegen die Netzhoppers Solwo Königspark KW
Zusammen mit Zuspieler Jannis Hopt und den anderen Uniteds war Georg Escher (rechts) am Mittwoch im Block nahezu unbezwingbar. (Foto: Heinz Mösinger)

Wenn er so richtig losberlinert, möchte man kaum glauben, dass United Volleys-Mittelblocker Georg Escher ursprünglich aus Sachsen stammt. Genauer gesagt aus dem Erzgebirge, Volleyball Bundesliga-Luft schnuppert er dann erstmals bei den L.E. Volleys in Leipzig. Anschließend ging es für den Juniorennationalspieler in die Bundeshauptstadt zum VC Olympia Berlin und von da für zwei Jahre zu den Netzhoppers ins brandenburgische Königs Wusterhausen. Wenn er dort am Samstag mit seinen United-Teamkollegen zum Auswärtsspiel antritt, dürften also durchaus noch einige heimatliche Gefühle vorhanden sein – zumal der 21-jährige in Berlin regelmäßig in der gemeinsamen Wohnung bei seiner Freundin anzutreffen ist.

Gute Erinnerungen an ersten Auswärtsauftritt

Das gilt freilich nicht für die Saison, während der er als feste Stütze im Team der United Volleys gebraucht wird. Das stellte er erst am Mittwochabend gegen den seinen anderen Ex-Club, den VCO Berlin, als Topscorer mit 16 Punkten in der Rüsselsheimer Großsporthalle unter Beweis – ungewöhnlich viele für einen Spieler auf seiner Position. Wenn er in der Landkost-Arena Bestensee  auch den Samstag zum „Eschermittwoch“ macht und noch einmal einen ähnlich starken Auftritt abliefert, hätte sein Cheftrainer Michael Warm mit Sicherheit nichts dagegen. „Ich freue mich, wieder dort aufschlagen zu können“, erklärt Georg Escher nicht nur wegen des 3:0-Erfolgs, dem ersten Sieg der Uniteds überhaupt in der Volleyball Bundesliga.

Was für den damaligen Aufsteiger den Start in eine sensationelle erste Spielzeit im Oberhaus bedeutete,  könnte nun zur Fortsetzung einer makellosen Saisonbilanz 2016/17 werden. Immerhin haben die „jungen Wilden“ aus dem Rhein-Main-Gebiet bislang noch kein einziges ihrer fünf Matches verloren, stehen direkt hinter Meister Berlin Recycling Volleys auf Tabellenplatz zwei. Trotzdem warnt der ortskundige Escher vor der kleinen und lauten Halle und der heißen Stimmung in der „Brandenburger Hölle“ – „genau wie in Solingen oder Herrsching, mit fünf- oder sechshundert Menschen auf engstem Raum.“ Das Netzhoppers-Team sieht er als „Wundertüte“ mit fast komplett verändertem Kader und dem amerikanischen Zuspieler Taylor Hammond als neuem Mann anstelle von Urgestein Manuel Rieke in der Schaltzentrale. Prominentester Name bei KW ist jedoch der aus Friedrichshafen heimgekehrte 280-fache Nationalspieler Björn Andrae. „So ein erfahrener Mann  weiß ganz genau, wie man sich auf einen Gegner einstellt und kann uns ordentlich Schwierigkeiten machen“, erwartet Georg Escher.

Im Rhein-Main-Gebiet angekommen

Zudem hat das Team von Trainerfuchs Mirko Culic die Woche über pausieren können, geht also ausgeruhter als die United Volleys in die Partie. Um keinen Ausrutscher zu riskieren, wird sich der Wahlberliner Escher also voll auf seine sportlichen Aufgaben konzentrieren müssen und kaum Zeit für alte Freunde und Bekannte haben. Ohnehin hat sich der Deutschlandreisende in Sachen Volleyball in seiner zweiten Saison längst auch in der Rhein-Main-Region und an seinem Wohnort Rüsselsheim hervorragend eingelebt. Es besteht also Grund zur Hoffnung, dass aus der  blockgewaltigen „Sächsischen Mauer“ mit Berliner Luft unter den Schuhen noch ein echter rheinhessischer „SchoppestEscher“ wird – ganz unabhängig vom Spielausgang am Samstagabend.

 

 

 

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