Mutmacher für Frankfurt: Sieg im Rücken und Top-Scorer Malescha schlägt weiter zu

Nach 1:1-Spielausgleich: United Volleys vor dem dritten Halbfinal-Playoff gegen die Berlin Recyclings

Ausgelassene Stimmung in Frankfurt – warnende Worte bei den Berlinern: Kaum jemand hätte vor dem dritten Halbfinalspiel der Serie Best of Five auf diese Verteilung der Stimmungslagen gesetzt. Und unabhängig vom Ausgang des heutigen Spiels ab 19:30 Uhr in der Max-Schmeling-Halle (Übertragung auf www.twitch.tv/spontent_one.) steht fest: Am Samstag kommt es zum vierten Halbfinalspiel in Frankfurt.

„Wir haben am Samstag erlebt, dass wir gegen Berlin gewinnen können“, beschreibt United-Kapitän Jochen Schöps das Warum der guten Stimmung. Sechsmal standen sich die Mannschaften zuvor in dieser Saison gegenüber, Dreimal brachte man den Favoriten dabei ins Wanken, doch am Ende reichten auch teilweise hohe Führungen während der Sätze nicht. „Jetzt wissen wir, dass für uns etwas möglich ist.“ Und das in einem Spiel, in dem es fast wieder so aussah, als könnten am Ende die erfolgsverwöhnten Berliner die Nase vorn haben. Doch auch nach vergebenen Satzbällen im dritten Durchgang und einem 14:25 im vierten kamen die Frankfurter noch einmal zurück und führten den elfmaligen Meister wie schon zu Beginn des ersten Satzes teilweise vor. „Wenn es uns wieder gelingt, die Berliner so unter Druck zu setzen, dass sie ihr schnelles Spiel nicht aufziehen können, haben wir wieder eine Chance.“

„Nur weil du BR Volleys auf dem Trikot stehen hast, heißt das nicht automatisch, dass du auch gewinnst“: Deutlicher als mit dieser Ansage durch Geschäftsführer Kaweh Niroomand kann die Stimmungslage der Berliner nicht beschrieben werden. Dabei hätte der Verlauf vom ersten Spiels bereits Warnung genug sein können. „Jetzt sind die Spannung und der Druck drin, die sich alle Volleyballfans für die Playoffs wünschen“, sagt Niroomand. Auch während des hitzigen Spiels am vergangenen Samstag war das angekratzte Nervenkostüm der Berliner angesichts des Spielverlaufes zu spüren: Zahlreiche Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen, Challenge-Anträge bis es nicht mehr ging – oder vielmehr laut Regeln nicht mehr gehen konnte – oder eine im Volleyball selten zu sehende Gelbe Karte dokumentieren dies.

Apropos Stimmung in Frankfurt: Die ist bei den Uniteds nicht nur des jüngsten Sieges wegen so gut und weil der in den Wintermonaten verletzte Daniel Malescha wieder dabei ist. Der Topscorer – mit zuletzt 29 erzielten Punkten ließ er die Berliner Stars deutlich hinter sich – hat seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Dies haben bereits fünf weitere Spieler getan, darunter Zuspieler Leon Dervisaj. Das intensive trainieren des Zusammenspiels der Diagonalachse Malescha/Dervisaj in den vergangenen Wochen hat sich also nicht nur für die Playoffs gelohnt.

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