Stellungnahme Punktabzug durch Lizenzierungsausschuss der Volleyballbundesliga

Volleys Frankfurt erhalten Punktabzug für die Hauptrunde 2021/2022

Im Rahmen einer außerordentlichen Bundesligistenversammlung wurde den United Volleys Frankfurt am heutigen Donnerstag, den 03.03.2022 mitgeteilt, dass nach Auffassung des Lizenzausschusses der Volleyball-Bundesliga Verstöße im Rahmen des Lizensierungsprozesses stattgefunden haben, die einen Punktabzug rechtfertigen.

Die United Volleys Frankfurt prüfen zum aktuellen Zeitpunkt rechtliche Mittel und stehen bereits in Kontakt mit ihrer Rechtsanwältin.

Der Geschäftsführende Gesellschafter der United Volleys sagt hierzu:

„Wir stehen seit geraumer Zeit mit der VBL und den Lizenzausschuss in Kontakt zu den im Raum stehenden Vorwürfen. Unserer Ansicht nach sind die Fronten jedoch stark verhärtet, sodass es danach aussieht, dass man zu keiner außergerichtlichen Einigung kommen wird. Einen Punktabzug für die Hauptrunde auszusprechen, die bereits seit langem beendet ist und sich nachträglich auf die Zwischenrunde auswirkt, ist eine Farce und zeigt lediglich auf, dass man mit der sich stets ändernden Lage nicht auseinandersetzt und/oder mittlerweile zu weit von der Basis sich entfernt hat. Konkret geht es in der Unstimmigkeit darum, dass der Lizenzausschuss der Meinung ist, dass die United Volleys die Saison wirtschaftlich nicht zu Ende spielen können. Dies sollte mit Nachweisen zur Erbringung laufender Liquidität belegt werden. Gemäß der Ansicht des Ausschusses geht man davon aus, dass die United Volleys wirtschaftlich nicht in der Lage seien, die Verbindlichkeiten zu bedienen. Gleichzeitig verhängt man jedoch Geldstrafen im 5-stelligen Bereich. Fakt ist, dass keiner der Spieler oder Angestellten auf ihr Geld warten. Man bestraft nun Spieler, Fans und Sponsoren für etwas, das keiner nachvollziehen kann. Vor allem nicht zu diesem Zeitpunkt. Glücklicherweise geht es mit dem Unverständnis nicht nur uns in der Liga so.“

Das durch Coronabedingt abgesagte Spiel gegen Düren soll, sofern es hierzu ebenfalls keine Einigung oder Neuterminierung gibt, gestrichen und die Zwischenrunde im Rahmen einer Quotientenregel in die Tabelle eingestuft werden. Auch hiergegen prüfen die United Volleys Frankfurt Rechtsmittel. Zum aktuellen Zeitpunkt würde, sofern die Quotientenregel angewandt wird, das Team um Christophe Achten auf den 4. Platz zurückfallen und in den Play Offs gegen Lüneburg antreten.

Fortführend wurde den United Volleys Frankfurt mitgeteilt, dass ein Fortbestand der Lizenz für die laufende Saison 2021/2022 damit verbunden sei, dass geforderte Strafzahlungen und Vorauszahlungen für die anstehenden Play Offs geleistet werden.

Hierzu der Geschäftsführende Gesellschafter:

„Alleine daran merkt man doch schon, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. Man versucht mit aller Macht seine Position durchzudrücken. Es gab Einigungsversuche, auf beiden Seiten. Aber diese sind bis zuletzt im Sand verlaufen. Und um das nochmals zu betonen – man geht davon aus das wir als Lizenznehmer kein Geld haben, verlangt aber immer mehr Geld, Kautionen und Strafzahlungen (für aus unserer Sicht nicht gerechtfertigte Ansprüche). Finde den Fehler. Dazu kann und muss man ebenfalls noch betonen, dass wir allein in den letzten Wochen mittlere 6-stellige Summen erhalten haben und aktuell finanziell solide dastehen. Dies wurde dem Lizenzausschuss auch mitgeteilt und nachgewiesen.“

Auf die Frage wie man nun über die Saison 2022/2023 denkt antwortet Korosek: „Mit dieser Entscheidung wird ein enormer wirtschaftlicher Schaden kurzfristig und langfristig auf die United Volleys Frankfurt einwirken. Es sind solche Entscheidungen, die bereits in anderen Sportarten und in der Vergangenheit der Volleyball Bundesliga zu einem Verlust geführt haben, der nachträglich nicht mehr zu reparieren ist. Die Volleyball Bundesliga war auf einem guten Weg, ein Projekt mit der Unterstützung aller voranzutreiben und das Potential des Volleyball Profisports in Deutschland auszuschöpfen. Mit der heutigen Entscheidung kann man vieles wieder zerstört haben was zuvor aufgebaut worden ist. Hier wird nicht das große Ganze gesehen, sondern rein bürokratische Interpretationen. Auf die Frage, ob die United Volleys Frankfurt vor einer Insolvenz stehen, antworte ich hierzu mit einem klaren Nein!“

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