Krimispiel in der Ballsportarena Höchst

United Volleys liefern wahrlichen Krimi gegen die Häfler vom Bodensee

Großer Nervenkitzel, viele graue Haare. Am Ende reicht es für die United Volleys Frankfurt nur für einen Punkt.

Die Frankfurter kamen gut in das Spiel. Bereits zu Beginn des ersten Satzes führten sie das Krimispiel an. Nach der technischen Auszeit (8:6) lieferte Außenangreifer Viktor Lindberg ein Ass und baute die Führung weiter aus. Beim Spielstand von 12:7 zog VfB Trainer Lebedew die Konsequenz und nahm eine Auszeit. Der Satz ging mit 25:20 an die Gastgeber aus der Mainmetropole.

Im zweiten Satz ging es zunächst recht ausgeglichen los. Nach einem 10:12 Rückstand, drehten die United Volleys das Spiel und gewannen wieder die Oberhand. Zur 2. technischen Auszeit führten sie mit drei Punkten. Zum Ende des Satzes machten es die beiden Mannschaften nochmal spannend. Friedrichshafen wehrte zwei Satzbälle ab und sorgte für einen Ausgleich. Ein Hinterfeldangriff von Viktor Lindberg machte den Sack dann zu und sicherte den ersten Punkt für Frankfurt.

Im dritten Satz starteten die Gäste deutlich stärker. Bereits zur ersten technischen Auszeit führten die Häfler mit 4:8. Mit starkem Block und gefährlichen Aufschlägen dominierte der VfB Friedrichshafen. Den Vorsprung von zwischenzeitlich 6 Punkten konnten die Frankfurter nicht mehr aufholen und gingen mit einem deutlichen Satzverlust in die Spielverlängerung, den 4. Satz. In diesem kamen die Uniteds zwar wieder stärker rein und führten auch eine Weile (9:8). Bei einem spektakulären Ballwechsel konnte Friedrichshafen dann jedoch zum 9:9 ausgleichen. In der Crunchtime behielt Friedrichshafen dann jedoch die Nerven und holten sich mit 21:25 den Satz.

Mit voller Energie im Tie-Break holten die Gäste nochmal alles raus. Zum Seitenwechsel führten sie mit 4 Punkten – bei einem 15-Punkte Satz eine schwere Aufgabe das Spiel noch zu drehen. Die United Volleys behielten die Nerven, sorgten teilweise sogar für einen Ausgleich. Ein Fehler von Noah Baxpöhler beendete das Spiel dann jedoch mit 2:3 für die Gäste vom Bodensee.

Stimmen zum Spiel:

„Insgesamt war es nicht das schönste Spiel beider Mannschaften. In den ersten beiden Sätzen hatten wir ein bisschen mehr die glücklicheren Phasen, haben es vor allem im Aufschlag besser gemacht. In Satz 3 und 4 hat sich das dann gedreht. Friedrichshafen hat besser aufgeschlagen, wir sind aus dem Rhythmus gekommen, haben vielleicht auch ein wenig zu viel nachgedacht. Die Punkte, die wir in der ersten Hälfte des 5. Satzes verlieren tun natürlich weh, die können wir dann leider nicht ganz aufholen. Wir können alle besser spielen und vieles für die nächsten Spiele anpassen. Wir müssen jetzt die Leistung stabilisieren um das abzurufen, was wir können. Ein bisschen mehr in den Spielrhythmus reinkommen und dann holen wir das Beste aus den nächsten Spielen raus, das geht.“ – Kapitän Jochen Schöps

„Wir hatten einen guten Start, sind gut ins Spiel gekommen. Die ersten zwei Sätze hatten wir das Spiel gut unter Kontrolle, wussten was wir tun wollten. Gegen Ende des zweiten Satzes haben wir nachgelassen, konnten aber noch durch gute Block- und Abwehrleistung den Satz für uns gewinnen. Im dritten Satz wurde es für uns schwierig. Friedrichshafen kam stark zurück, haben sich gut gepusht. Wir haben besonders im Sideout unseren Rhythmus verloren. Ohne gutes Sideout kann man leider auch nicht gewinnen. Wir haben einen wichtigen Punkt gegen Friedrichshafen geholt. Wir müssen uns jetzt vollkommen auf das wichtige Spiel gegen Düren konzentrieren. Es war aber schön zu sehen, wie gut Daniel Malescha zurück ins Spiel kam nach seiner Verletzung“ – Max Staples

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