„WERDEN EINHUNDERT PROZENT GEBEN“

  • United Volleys erwarten am Samstag Supercup-Sieger Berlin
  • „Kür-Aufgabe“ vor den wichtigen Spielen um die Playoff-Plätze
Nationalspieler in Diensten der United Volleys Frankfurt: Noah Baxpöhler (Mitte, Foto: Corinna Seibert)

Die Pflicht haben die United Volleys Frankfurt am vergangenen Sonntag in Unterhaching erfüllt. Nach dem angestrebten 3:0-Auswärtssieg stehen sie erstmals in dieser Spielzeit auf Tabellenplatz vier der Volleyball Bundesliga. Cheftrainer Juan Manuel Serramalera und sein Team haben es nun selbst in der Hand, sich in den anstehenden Partien gegen die direkte Konkurrenz eine möglichst gute Ausgangsposition für die Playoffs im März zu sichern. Davor steht am Samstag um 19.30 Uhr in der heimischen Fraport Arena aber zunächst eine Kür-Aufgabe an: Es geht gegen den (noch) amtierenden Pokalsieger, Supercup-Gewinner und Abonnement-Meister der vergangenen Jahre, die Berlin Recycling Volleys.

„Große Mannschaft mit großartigen Spielern“

Momentan rangieren die Hauptstädter zwar „nur“ an Position zwei, mit acht Punkten Rückstand auf Spitzenreiter VfB Friedrichshafen. Aber: „Die BR Volleys sind immer genau dann auf dem Leistungshöhepunkt, wenn es in die entscheidende Phase der Saison geht. Sie haben bereits gezeigt, dass sie auch in diesem Jahr ein absolutes Top-Team sind, sowohl in der Liga als auch bei ihren starken internationalen Auftritten in der Champions League“, so Juan Manuel Serramalera. Zudem hatten die Berliner, ähnlich wie die United Volleys, unter enormem Verletzungspech zu leiden. Zunächst fiel der russische Zuspiel-Virtuose Sergey Grankin aus, dann traf es die Star-Angreifer Samuele Tuia aus Frankreich und Benjamin Patch aus den USA.

Solche Namen – alle drei werden am Samstag wieder im Einsatz erwartet – zeigen zugleich, mit welchem Kaliber es die Frankfurter zu tun bekommen: „Eine große Mannschaft mit großartigen Spielern“, betont der United-Coach. Hinzu kommen weitere Größen wie Olympia­sieger Éder Carbonera aus Brasilien, der französische Nationalspieler Timothée Carle oder der mal eben als Verstärkung zurückgeholte Volleyball-Weltenbummler Denys Kaliberda, viele Jahre Stammspieler in der DVV-Auswahl. Er trifft in der Fraport Arena auf viele bekannte Gesichter. Mit „Legende“ Jochen Schöps wurde er Olympia-Fünfter und WM-Dritter, mit Mittelblocker Noah Baxpöhler Vize-Europameister, auch Jakob Günthör und Daniel Malescha kennt er von gemeinsamen Einsätzen im Nationalteam.

Gute Vorstellungen gegen die Spitzenmannschaften

„Der Unterschied ist, dass wir solche herausragenden Spieler nicht einfach auswechseln oder ersetzen können, wenn sie angeschlagen sind oder einen schlechten Tag haben“, erläutert Juan Manuel Serramalera. Dennoch verweist er auf die guten Vorstellungen seiner Uniteds gegen die Spitzenmannschaften. Etwa im Supercup, trotz des klaren Ergebnisses für Berlin, oder beim Pokal-Halbfinalsieg in Friedrichshafen: „Da konnten wir mutig und befreit aufspielen und haben uns gut präsentiert. So müssen wir es auch jetzt machen, um mithalten zu können. Wir sind bereit für ein großes Match und werden einhundert Prozent geben.“ Gegen die BR Volleys anzutreten, ist eben nach wie vor etwas Besonderes, zumal die United Volleys sportliche Herausforderungen weiter gut gebrauchen können, um im unglaublich engen Fight um die Playoff-Plätze fünf bis acht am Ende nicht den Kürzeren zu ziehen.

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