EIN WIEDERSEHEN IM DVV-POKAL

  • United Volleys im Viertelfinale auswärts gefordert
  • Tabellenführer Bühl wartet mit drei „United-Alumni“
Zum Weiterkommen im Pokal ist gegen Bühl das taktische Geschick von Cheftrainer Serramalera gefragt. (Foto: Marcel Lorenz)

Nach dem spielfreien Wochenende erwartet die United Volleys Frankfurt in den kommenden sieben Tagen eine gevolleyballte Ladung Wettkampfpraxis: Am Mittwoch geht es zum DVV-Pokal-Viertelfinale nach Bühl, Samstag und Sonntag stehen in Berlin die Partien gegen die BR Volleys und den VC Olympia an. Keine ideale Konstellation für diese wichtigen Begegnungen, bedenkt man die zusätzlichen Aufwände, welche die Corona-Situation in punkto Trainings- und Reiseplanung mit sich bringt. Zumindest die Änderungen im Pokal-Modus haben sich angesichts der aktuell, und wohl auch noch längerfristig, geltenden Einschränkungen als vorausschauend erwiesen. Die Uniteds treffen dadurch direkt zum Auftakt auf einen Ligakonkurrenten, allerdings auf einen, der im Kampf um den Halbfinaleinzug eine enorme Hürde darstellt.

Saisonverlauf mit Überraschungen

Die Volleyball Bisons Bühl dürfen mit Fug und Recht als „Mannschaft der Stunde“ der bisherigen Bundesligasaison gelten und führen vor dem Pokalduell am Mittwochabend die Tabelle an – unter anderem nach einem furiosen 3:0-Heimsieg gegen den Titelfavoriten Berlin Recycling Volleys. Maßgeblich dazu beigetragen haben im Team der Badener drei „United-Alumni“ der Generationen 1.0 und 2.5: Der österreichische Nationallibero Florian Ringseis gehörte direkt zum Start, von 2015 bis 2017, zur Riege der „jungen Wilden“ aus Frankfurt. Zuspieler Stefan Thiel, gebürtig aus Kriftel, stand in der Premierensaison ebenfalls im Kader des damaligen Aufsteigers und sammelte als 18-jähriger erste Erfahrungen bei den Profis. Bis März 2020 trug auch Mittelblocker Paul Henning zwei Jahre lang das rot-blaue United-Trikot, um danach als Stammkraft in Bühl den nächsten Karriereschritt zu machen.

Mit ihren Neuverpflichtungen haben sich die Bisons bislang als ernsthafter Anwärter auf eine Top-Platzierung präsentiert – in einer Liga, der man die Auswirkungen der Corona-Pandemie nach wie vor anmerkt, zuletzt bei der überraschend deutlichen Klatsche von Abonnement-Meister Berlin in Friedrichshafen. Obwohl auch die Bühler beim ebenso unerwarteten 2:3 gegen die Grizzlys Giesen erstmals in dieser Spielzeit das Nachsehen hatten, grüßen sie im Meisterschaftsrennen weiterhin von der Spitze und rangieren damit vor den beiden Teams, die seit 22 Jahren den Titel unter sich ausmachen. Zu den entscheidenden Figuren zählt dabei der Argentinier Tomas Lopez, als Außenangreifer momentan zweitbester Scorer der Liga und auch in der Annahme eine Bank. Viel wird darauf ankommen, ob United-Cheftrainer Juan Manuel Serramalera die richtige Strategie gegen seinen Landsmann findet.

Hoffen auf Grozer-Rückkehr

Die Frankfurter setzen ihrerseits auf die Rückkehr eines Annahme/Außen-Spielers, der dem Spiel der Uniteds bis zu seiner Fußverletzungen mehr und mehr den eigenen Stempel aufzudrücken – oder besser: einzuhämmern – wusste. Tim Grozer konnte in den vergangenen Tagen nach und nach wieder vorsichtig ins Training einsteigen und wird sich hoffentlich am Mittwoch mit auf die kurze Reise nach Baden machen können. „Wir haben die freie Zeit genutzt und gemeinsam hart gearbeitet. Auswärts gegen einen solch schweren Gegner brauchen wir alle Optionen im Kader und in taktischer Hinsicht,“ betont Juan Manuel Serramalera. „Wenn wir die haben, bin ich sehr optimistisch, dass sich die Ergebnisse unserer Anstrengungen zeigen werden und wir den nächsten Schritt nach vorn machen.“ Denn eines ist klar: „Das Pokal-Halbfinale ist für alle ein wichtiges Ziel. Da wird jeder auf beiden Seiten bis in die Haarspitzen motiviert sein.“

 

 

 

 

 

 

 

 

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