VOLLZÄHLIG UND „HERVORRAGEND DRAUF“

  • Am Samstagabend erstes Playoff-Viertelfinale in Hamburg
  • DeRocco erwartet spannendes Duell gegen SVG Lüneburg
Im ersten Playoff-Spiel der Saison wollen die United Volleys „alles aufs Feld werfen“. (Foto: Corinna Seibert)

Playoff-Viertelfinale einmal andersherum, heißt es am Samstagabend für die United Volleys. Hatten die Frankfurter in ihren bisherigen drei Erstligajahren als Tabellendritter der Hauptrunde jeweils zu Beginn das Heimrecht, müssen sie diesmal zunächst auswärts ran: In der Hamburger CU Arena geht es (live auf sporttotal.tv) gegen die SVG Lüneburg. Cheftrainer Stelio DeRocco sieht das allerdings nicht als entscheidenden Nachteil. „In den Playoffs muss man jeden Gegner und jede Situation so nehmen, wie sie kommt“, freut er sich „auf den zweiten Teil einer wirklich langen Saison, in dem uns erfreulicherweise noch alle Chancen offenstehen.“ Für beide Teams gehe es jetzt wieder bei null los, ist der international erfahrene Coach und einstige Weltklassespieler auf ein enges und ausgeglichenes „Hopp oder top“-Duell zwischen den Tabellennachbarn vorbereitet.

„Karlittack“ auf Punkte- und Medaillenjagd

Als Vierter stand die SVG am Ende um einen Sieg und drei Punkte besser da als die United Volleys. 1:3 und 3:2 endeten die zwei Begegnungen in der Volleyball Bundesliga aus Sicht der Hessen. Hinzu kam die besonders ärgerliche 1:3-Niederlage im DVV-Pokal, als United-Topscorer Moritz Karlitzek ausgefallen war und mehrere andere Spieler sich nach gerade überstandener Krankheitswelle mehr schlecht als recht auf dem Feld bewegten. Umso glücklicher war DeRocco dementsprechend jetzt darüber, nach dem Auswärtssieg in Königs Wusterhausen eine komplette Woche in voller Mannschaftsstärke trainieren zu können: „So viele waren wir wohl noch nie gleichzeitig in der Halle.“ Mit dem großen Talent Louis Kunstmann vom VCO Berlin ist immerhin noch einmal eine zusätzliche Kader-Verstärkung hinzugestoßen.

Dennoch ruht die Hauptverantwortung auf den Schultern jener Akteure, denen „The Rock“ schon am vergangenen Wochenende bescheinigt hatte, „in den Schlüsselmomenten der Partie immer voll da“ gewesen zu sein. Moritz Karlitzek konnte sich mit 21 Punkten seine siebte „MVP“-Medaille abholen und wieder die Führung im Ranking der „Most Valuable Player“ erobern. Gegen weitere Auszeichnungen hätte er sicherlich nichts einzuwenden, zumal ihm mit dem Amerikaner Cody Kessel ausgerechnet ein Lüneburger noch dicht auf den Fersen ist. Als siebtbester Punktesammler der Liga kommt „Karlittack“ bislang auf stolze 297 Zähler. Mit 279 Punkten hat sein Kollege Milija Mrdak nur ganz knapp die Top 10 verpasst, in der neben Kessel (286) mit dem Kanadier Ryan Sclater (295) noch ein weiterer SVGler rangiert.

Am 3. April wird es spannend in Frankfurt

Derartige Zahlenwerte liefern für die Partie am Samstag allerdings kaum neue Erkenntnisse. „Wir kennen unsere Gegner ebenso gut wie sie uns“, ist Stelio DeRocco überzeugt und setzt auf die mit zuletzt vier Siegen in Folge weiter ansteigende Formkurve seiner Männer. Das Positive an der ungewohnten Ausgangslage im Viertelfinale: „Wir stehen unter keinerlei Druck, sondern haben einzig und allein die Gelegenheit, noch einmal sportlich in neue Höhen emporzuwachsen und zu zeigen, wie gut, effizient und durchschlagkräftig wir Volleyball spielen können. Auf jeden Fall sind wir hervorragend drauf und bestens vorbereitet, alles aufs Feld zu werfen, was für eine aufregende und erfolgreiche Serie nötig ist.“ Tatsächlich kommt dem Einzug ins Halbfinale diesmal zumindest in einer Hinsicht zunächst etwas geringere Bedeutung zu als im vergangenen Jahr.

Der europäische Verband CEV hat entschieden, der Bundesliga trotz unveränderter Ranglisten-Position erst einmal nur zwei Plätze in der Champions League zuzugestehen, die an die beiden Playoff-Endspielteilnehmer gehen. Um erneut in die Königsklasse (und dann sogar direkt in die Gruppenphase) einzuziehen, müssten die Uniteds also so weit kommen wie noch nie. Im Gegenzug haben sie mit Rang fünf nach der Hauptrunde aber beste Aussichten auf einen der anderen Europapokal-Wettbewerbe. So oder so wird es im zweiten Viertelfinale am Mittwoch um 19 Uhr in der Fraport Arena spannend: Gelingt den Uniteds am Samstag ein Auswärts-Coup, könnten sie dann bereits das Weiterkommen perfekt machen. Und bei einer Niederlage in Hamburg gälte es, mit einem Heimsieg ein Entscheidungsmatch zu erkämpfen. Tickets sind bereits hier erhältlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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