DANK MILIJA UND MORITZ IN DREI SÄTZEN DURCH

  • United Volleys verteidigen vor dem Playoff-Start Platz fünf
  • Am 30.3. auswärts und am 3.4. zuhause gegen Lüneburg
Mit 21 Punkten lieferte Moritz Karlitzek gegen KW erneut eine Spitzenleistung ab. (Foto: Corinna Seibert)

„Das war heute schon wie ein Playoff-Spiel“, war Cheftrainer Stelio DeRocco nach dem 3:0 (25:16, 26:24, 31:29)-Auswärtserfolg seiner United Volleys am Samstagabend bei den Netzhoppers SolWo Königspark KW rundum zufrieden mit einer „großartigen“ Frankfurter Teamleistung. Die Uniteds waren vor der letzten Hauptrundenbegegnung in Brandenburg tatsächlich zum Siegen verdammt, wollten sie ihren vor einer Woche erkämpften fünften Platz in der Tabelle verteidigen und sich damit die bestmögliche Ausgangsposition für die jetzt anstehenden Matches um die Deutsche Meisterschaft sichern. Nun müssen sie im Viertelfinale in einer Woche zunächst auswärts gegen die SVG Lüneburg antreten, das wichtige zweite Spiel in der heimischen Fraport Arena findet am 3. April um 19 Uhr statt.

Schlüsselspieler mit starken Nerven

Verhindern können hätten diese Konstellation bei einem United-Patzer noch die Powervolleys aus Düren, die zeitgleich ihre Hausaufgabe gegen den gefährlichen Aufsteiger Giesen Grizzlys mit 3:0 erledigten. Die United Volleys hingegen mussten gleich in zwei Durchgängen „nachsitzen“, wobei vor allem das Finale von Satz drei für Hochspannung in der Landkost-Arena Bestensee sorgte. Die gastgebenden Netzhoppers hatten nichts mehr zu verlieren und mit den Playoffs ebenso wie mit dem Abstieg bereits vor der Partie nichts mehr zu tun. Zu Beginn war davon noch nicht allzu viel zu spüren. Dank hoher Fehlerquote bei KW war die 1:0 Führung für die Hessen schnell in trockenen Tüchern. Spektakulär verlief immerhin der Satzball, den der eingewechselte Maksim Buculjevic mit der Schulter ins gegnerische Feld lenkte.

Überhaupt habe sich, so Coach DeRocco, wieder einmal gezeigt, „wie wichtig es ist, dass jeder, der ins Spiel kommt, sofort voll da ist und seine Leistung bringt – Genau darum geht es!“ In Durchgang zwei kamen die Hausherren besser ins Spiel und lagen kurz vor Ende aus United-Sicht mit 19:21 in Front. Einen Satzball musste Lucas Van Berkel per wuchtigem Schnellangriff abwehren, die 2:0-Führung für die Gäste machte schließlich Adam Kocian mit einem Service-Winner perfekt. „In den entscheidenden Situationen haben heute gerade unsere Schlüsselspieler mit starken Nerven und guten Aktionen den Unterschied ausgemacht“, lobte Stelio DeRocco. Das galt noch mehr für Durchgang drei, in dem die United Volleys bei Stand von 16:21 bereits aussichtslos zurückzuliegen schienen. Besonders den kanadischen Hauptangreifer der Netzhoppers, Casey Schouten, bekamen sie nie ganz unter Kontrolle.

Karlitzek wieder „MVP“-Spitzenreiter

Düren hatte da bereits gewonnen, die Frankfurter waren also zumindest ein klein wenig unter Druck, wollten sie ihren Tabellenplatz nicht noch gefährden. Eingeläutet wurde die dann folgende Aufholjagd von Milija Mrdak, der nach einer Pause zurückgekehrt war und mit zwei Assen den 20:21-Anschluss herstellte. In gleicher Weise punktete wenig später Moritz Karlitzek zum 23:23-Ausgleich. Er war an diesem Abend nicht nur ganze fünf Mal mit dem Aufschlag und drei Mal im Block erfolgreich, sondern mit insgesamt 21 Zählern einmal mehr Topscorer. Zur Krönung eroberte er mit seiner siebten Goldmedaille der Saison auch die Spitzenposition in der „MVP“-Wertung der Volleyball Bundesliga zurück. Ganze sechs Königs Wusterhausener Satzbälle mussten die United Volleys dennoch überstehen, bevor „Karlittack“ mit seinem letzten Ass der Partie den Spieß zum 30:29 herumdrehte.

Nach Kopfball-Abwehr von Mrdak war er es letztendlich auch, der aus dem Hinterfeld den Matchball versenkte. Eine knappe Woche haben die Uniteds nun Zeit, sich auf die Playoffs vorzubereiten, die sie zum ersten Mal auswärts beginnen. Der Gegner Lüneburg hat die Hauptrunde mit drei Punkten und einem Sieg mehr auf Rang vier beendet, machte am letzten Spieltag auch Tabellenführer und Rekordmeister Friedrichshafen noch einmal ordentlich zu schaffen. Im Viertelfinale müssen die Norddeutschen allerdings in die größere CU Arena nach Hamburg ausweichen, wo die Frankfurter nach ihrer 1:3-Niederlage vom ersten Spieltag noch etwas gutzumachen haben. Oder wie der kanadische Cheftrainer die Fans auf die Playoffs, die am 3. April nach Frankfurt kommen, einstimmte: „ Let’s get ‘em going!“ Tickets gibt es hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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